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Montag, 28. September 2020

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Hubert Bernhard beendet „wundervolle Aufgabe“

Vorstand der Stiftung St. Franziskus legt nach 29 Jahren sein Amt nieder / Abschied in kleinerem Kreis

Bei der Stiftung St. Franziskus wird jetzt der Generationenwechsel in der Führung abgeschlossen. Mit Hubert Bernhard verläßt einer letzten von denen, die seit der Gründung der Stiftung dabei waren, die Führungsetage.  Wegen der Corona Pandemie konnte die feierliche Verabschiedung nur in einem kleinen Rahmen stattfinden. Die Stiftung schickt uns eine Pressemitteilung zur Abschiedsfeier, die wir hier wieder geben:

kam 1991 nach Heiligenbronn, um dort als Vorstand gemeinsam mit Norbert Rapp die gerade erst gegründete Stiftung St. Franziskus aufzubauen. Die Stiftungsgründung war notwendig, da die kleiner werdende Klostergemeinschaft der Heiligenbronner Franziskanerinnen die wachsenden sozialen Aufgaben auf eigene Beine stellen wollte.

Am Anfang hatte die Stiftung 340 Mitarbeiter. Heute sind es 2400. Nach fast 30 Jahren legt Bernhard am 31. Juli sein Amt als Vorstand nieder und übergibt die Leitung der Stiftung St. Franziskus an seine Vorstandskollegen Stefan Guhl und Dr. Thorsten Hinz.

Finanzexperte für neue Aufgaben

Bernhard war zuvor als Experte für Verwaltungsfragen und Steuerrecht im Bischöflichen Ordinariat Rottenburg tätig. Zusammen mit seinem Vorstandskollegen Norbert Rapp, der 1992 zur Stiftung kam, wurden die Verwaltung und Facharbeit auf neue Grundlagen gestellt und zukunftssicher gemacht. In der Arbeit der Stiftung lag zunächst der fachliche Schwerpunkt fast ausschließlich bei Angeboten für Menschen mit Behinderungen, insbesondere für Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen.

Im Jahre 1998 begann die Ausweitung auf Angebote der Altenhilfe. Neben der Behindertenhilfe ist die Altenhilfe mittlerweile zu einem gleich großen Aufgabengebiet angewachsen.

1999 schloss sich der Kreis zur einstigen Heiligbronner Klostergründung 1857: Die Stiftung knüpfte mit der Übernahme des Kinderheims im Franziskusheim Schwenningen an die Hilfen für bedürftige Kinder an, die Klostergründer David Fuchs einst ins Leben gerufen hatte. Aus dem Kinderheim wurde ein Familienzentrum mit weiteren wachsenden Angebotsfeldern in der Kinder- und Jugendhilfe – heute das dritte große Aufgabenfeld der Stiftung.

„Ganzheitliche Unternehmensführung“

Während seiner langen Vorstandstätigkeit lag Hubert Bernhard die ganzheitliche Unternehmensführung immer am Herzen. Über dieses Führungswerkzeug hielt er Instrumente und Methoden in der Hand, die es ihm ermöglichten, gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen das wachsende Sozialunternehmen zu steuern.

Nach Außen und Innen verteidigte Hubert Bernhard immer den Stiftungszweck: „Zweck der Stiftung ist die Erfüllung eines caritativen Auftrags auf franziskanisch geprägter katholisch-kirchlicher Grundlage“. Dieser (heute etwas unmodern und sperrig wirkende Zweck) musste in der langen Entwicklung der Stiftung immer wieder neu aktualisiert werden – eine wichtige Aufgabe, die Hubert Bernhard nachdrücklich verfolgte.

Wie es ihm auch ein besonderes Anliegen war, dass die Heiligbronner Schwesterngemeinschaft und die Stiftung eng und vertrauensvoll zusammenarbeiteten. „Zur Identität der Stiftung gehört die starke Verbundenheit mit den Franziskanerinnen von Heiligenbronn“, so Bernhard.

Dank von allen Seiten

In einem Festakt am Mittwoch verabschiedete der Stiftungsrat Bernhard feierlich aus seinem Amt und dankte ihm für sein langes und verdienstvolles Engagement zum Wohle der Menschen. Der Stiftungsrat ist das höchste Aufsichtsgremium der Stiftung, das neben drei Vertretern der Klostergemeinschaft mit weiteren Persönlichkeiten des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens besetzt ist.

„Ohne die Ausdauer und vor allem finanzpolitische Klugheit von Hubert Bernhard würde die Stiftung heute nicht dort stehen, wo sie steht – nämlich auf fachlich und wirtschaftlich soliden Fundamenten, die von Corona vielleicht berührt, aber nicht erschüttert werden können,“ so die Vorsitzende des Stiftungsrats, Dr. Frohmut Jacob. Sie dankte Hubert Bernhard für seine Tätigkeit und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

Hubert Bernhard bedankte sich seinerseits beim Stiftungsrat und seinen zwei Vorstandsnachfolgern für das Vertrauen und die Unterstützung: „Die Aufgabe als Vorstand war eine schöne und wundervolle. Es war nicht nur ein Job, sondern eine Berufung. Das wünsche ich meinen Nachfolgern auch.“

Guhl und Hinz überreichten dem Vorstandskollegen zum Abschied zwei aufwendig gestaltete Buchprodukte – einen „bernhardboten“ als Sonderausgabe des franziskusboten mit Rückblicken und Beiträgen von vielen Weggefährten und ein Fotobuch mit Grüßen und Zeugnissen aus der Mitarbeiterschaft und den Einrichtungen.

 

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