SCHRAMBERG  (him) –  Kei­nen Erfolg hat­te der Ten­nen­bron­ner Ort­schafts­rat mit sei­nem Wunsch, den Zuschuss für die katho­li­sche Büche­rei in Ten­nen­bronn auf 1000 Euro zu erhö­hen Der Ver­wal­tungs­aus­schuss beschloss bei nur einer Ja-Stim­me von Oskar Rapp (Freie Lis­te) den Antrag abzu­leh­nen und es bei  595 Euro zu belas­sen.

Und damit ist die Büche­rei noch gut gefah­ren. Im Lau­fe der Dis­kus­si­on mach­te Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog näm­lich klar, man kön­ne eigent­lich nur mit „einem zuge­drück­ten Auge“ den Zuschuss wei­ter gewäh­ren.

Zunächst hat­te Fach­be­reichs­lei­ter Bert­hold Kam­me­rer dar­ge­legt, dass es kei­nen Antrag auf eine Erhö­hung gebe und dass die Ten­nen­bron­ner im Gegen­satz zu den bei­den katho­li­schen Büche­rei­en auf dem Sul­gen und in Wald­mös­sin­gen einen Zuschuss erhal­ten. Zudem sei die Büche­rei seit 2009 in der Orts­ver­wal­tung unter­ge­bracht. „Und das miet­frei“, wie OB Her­zog ergänz­te. Wür­de die katho­li­sche Büche­rei nun ohne einen Antrag gestellt zu haben, mehr Geld bekom­men, fürch­te er „Fol­ge­an­trä­ge von ande­ren Büche­rei­en”.

Für die CDU wand­te sich Tho­mas Brant­ner gegen den Wunsch aus Ten­nen­bronn: „Wir müs­sen alle gleich zu behan­deln”. Ohne Antrag kein Zuschuss, sonst wür­den „ande­re Ver­ei­ne vor den Kopf gesto­ßen”. Immer wie­der wür­den Anträ­ge abge­lehnt, weil sie nicht frist­ge­recht ein­ge­gan­gen sei­en. Even­tu­ell soll­te man auch prü­fen, ob nicht „glei­ches Recht für alle“ gel­ten soll­te und man den Zuschuss ganz streicht.

Oskar Rapp ver­tei­dig­te die For­de­rung. Der Sul­gen habe schließ­lich eine Außen­stel­le der Media­thek. Der Zuschuss wer­de seit den 80er Jah­ren gewährt und sei noch nie erhöht wor­den. Schließ­lich habe die Büche­rei kei­ne Ein­nah­men.

OB Her­zog wies dar­auf hin, dass die Büche­rei nicht unter die Ver­eins­richt­li­ni­en fal­le, des­halb auch kei­ne Antrags­fris­ten gäl­ten. Aber auch er warn­te davor, eine Zustim­mung wür­de Begehr­lich­kei­ten wecken. Der Spre­cher der frei­en Lis­te, Udo Neu­deck sprach von einem „No Go” im Zusam­men­hang mit dem Vor­schlag: „Wenn einer Geld will, soll er einen Antrag stel­len.“

Gaby Flaig (CDU) frag­te, wes­halb  die Ten­nen­bron­ner Büche­rei kei­ne Gebüh­ren ver­lan­ge und so auf Ein­nah­men ver­zich­te. Rapp woll­te schließ­lich den Antrag zurück­zie­hen. Das gehe nicht, belehr­te ihn OB Her­zog, denn den habe der Ort­schafts­rat gestellt. Mit neun zu einer Stim­me hat der Aus­schuss ihn denn auch abge­lehnt.