Kerstin Andreae bei einer Wanderung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann zwischen dem Eselbach und der Aichhalder Mühle im August 2017. Archiv-Foto: him

Die  grü­ne Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Kers­tin And­reae aus Frei­burg ver­zich­tet auf eine mög­li­che Wie­der­wahl als stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und Lei­te­rin des Arbeits­krei­ses Wirt­schaft, Finan­zen, Sozia­les. Das teilt sie am Don­ners­tag in einer Mail an die NRWZ mit.

And­reae hat­te nach der Bun­des­tags­wahl 2013 auch für den Frak­ti­ons­vor­sitz bei den grü­nen im Bun­des­tag kan­di­diert, sie war damals Kat­rin Göring-Eckardt unter­le­gen. Seit­her war die aus Schram­berg gebür­ti­ge Abge­ord­ne­te stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. Schon vor­her hat­te sie den Arbeits­kreis Wirt­schaft, Finan­zen, Sozia­les der Frak­ti­on gelei­tet.

Neue Ziele

Nach sie­ben Jah­ren in die­ser Funk­ti­on ist es für mich an der Zeit, noch ein­mal ande­re Auf­ga­ben in der Frak­ti­on zu über­neh­men“, schreibt sie. Sie wol­le die­ses Amt in neue Hän­de legen, „damit auch ande­ren die Chan­ce haben, Erfah­rung in die­ser Lei­tungs­funk­ti­on zu sam­meln“. Sie habe das Amt sehr ger­ne aus­ge­füllt, denn so habe sie die Wirtschafts‑, Finanz- und Sozi­al­po­li­tik der Grü­nen wesent­lich prä­gen kön­nen.

Mein Herz schlägt für die öko­lo­gi­sche Wirt­schafts­po­li­tik und in die­sem Sin­ne möch­te ich mich nun auf wei­te­re inhalt­li­che Arbeit kon­zen­trie­ren.“ Schließ­lich erin­nert sie an die Bun­des­tags­wahl vom Sep­tem­ber und ihr Wahl­er­geb­nis in Frei­burg: „Mit dem bes­ten Zweit­stim­men­er­geb­nis bun­des­weit konn­te ich in der ver­gan­ge­nen Bun­des­tags­wahl vie­le Sym­pa­thi­en für die Grü­nen sam­meln. Dies soll sich nun auch in mei­ner zukünf­ti­gen Arbeit nie­der­schla­gen.“ Das erhoff­te Direkt­man­dat hat­te And­reae damals aller­dings knapp ver­passt.