Das Gesundheitsamt Rottweil registriert einen Keuchhustenausbruch, das teilt Dr. med. Petra Sostak, die Stellvertretende Amtsärztin mit. 

Keuchhusten oder Pertussis sei eine hochansteckende  Infektionskrankheit der Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht wird. Die Dauer von der Ansteckung bis zum Auftreten von Krankheitszeichen beträgt sechs bis 20 Tage, meist vergehen neun bis zehn Tage. Weiter schreibt sie:

Während der Landkreis Rottweil im letzten Jahr von Keuchhusten weitgehend verschont geblieben ist, wurden dem Gesundheitsamt  seit diesem April  16 Fälle – überwiegend Kinder, aber auch Erwachsene – aus dem Westen des Landkreises gemeldet . Betroffen sind vor allem Schulen  in Schramberg, daneben Gemeinschaftseinrichtungen in Hardt und Seedorf.

Zu den Zeichen einer Keuchhustenerkrankung: Keuchhusten beginnt oft mit Symptomen einer banalen Erkältungskrankheit und leichtem Husten, charakteristisch sind jedoch lang andauernde Hustenattacken, die meist später auftreten und mit Atemnot und Erbrechen einhergehen können. Säuglinge im ersten Lebensjahr haben das höchste Risiko, schwere Komplikationen zu erleiden. Bei Säuglingen können statt der Hustenattacken lebensbedrohliche Anfälle von Atemstillstand (Apnoen) auftreten.

Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich, die allerdings rechtzeitig begonnen werden sollte. Dadurch lässt sich auch die Ansteckungsgefahr für die Umgebung verringern.

Es steht auch eine Impfung  gegen Keuchhusten / Pertussis zur Verfügung. Säuglinge können aber erst ab dem 3. Lebensmonat geimpft werden, daher ist der Immunschutz vor allem bei ihren Eltern und engen Haushaltsmitgliedern eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, um Säuglinge vor Keuchhusten zu schützen.

Das Gesundheitsamt empfiehlt  bei Auftreten von Krankheitszeichen die Vorstellung beim Hausarzt oder Kinderarzt (nach vorheriger Kontaktaufnahme) zusammen mit dem Impfbuch.

Bei weiteren Fragen steht jederzeit das Gesundheitsamt in Rottweil unter Tel. 0741/17445-0 zur Verfügung.

 

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