Stadtplaner Stefan Läufer (rechts) erläutert die möglichen Anschlüsse ins neue Gewerbegebiet Schießäcker/Heuwies. Foto: him

SCHRAMBERG (him) –  Nach der aus­führ­li­chen Bür­ger­fra­ge­stun­de zum The­ma Ost­tan­gen­te Sul­gen war anschlie­ßend der Gemein­de­rat gefragt. Damit die Zuhö­rer nicht zu lan­ge war­ten muss­ten, zog der Rat das The­ma Ost­tan­gen­te vor.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog ver­si­cher­te erneut, es gehe noch nicht um eine Ent­schei­dung. „Das ist ein ers­ter Auf­schlag heu­te, wir müs­sen heu­te kei­ne Tras­se fest­le­gen.“

Hei­ko Ker­lein vom Inge­nieur­bü­ro Spieth erläu­ter­te im Anschluss noch ein­mal die drei Tras­sen­va­ri­an­ten und deren Vor- und Nachteile.(Wir haben berich­tet.)

Stadt­pla­ner Ste­fan Läu­fer vom Büro Fah­le zei­ge, wel­che Mög­lich­kei­ten der Erschlie­ßung des neu­en Indus­trie­ge­bie­tes Schieß­ä­cker Heu­wies sich je nach Vari­an­te ergä­ben. Er zeig­te eben­falls auf, wie wich­tig eine Wei­ter­füh­rung zur B 462 wäre. Nur so lie­ße sich der Bären­platz wirk­lich vom Ver­kehr ent­las­ten.

In der Dis­kus­si­on frag­te CDU-Frak­ti­ons­spre­cher nach der Bau­trä­ger­schaft. Die lie­ge beim Kreis, so OB Her­zog. Wenn der Kreis die Stra­ße nicht bau­en wol­le, müs­se die Stadt über­le­gen, ob sie die Stra­ße finan­zie­ren wol­le. Der frak­ti­ons­lo­se Stadt­rat Jür­gen Reu­ter hat­te Foli­en vor­be­rei­tet, anf denen er eine wei­te­re stadt­na­he Vari­an­te mit ihren Vor­tei­len gegen­über den Plä­nen der Exper­ten vor­stell­te. Es müs­se sich um eine „Inner­orts­la­ge“ han­deln, for­der­te er, denn dann wür­den ande­re Bestim­mun­gen als für eine Orts­um­fah­rung gel­ten.

ÖDP-Stadt­rat Bernd Rich­ter beklag­te die immer wei­te­re Zunah­me des Auto­ver­kehrs und for­der­te ein Umden­ken aller, denn dann wäre die Bären­kreu­zung ent­las­tet. Die Spre­che­rin von SPD-Bunt­specht Tan­ja Wit­kow­ski erin­ner­te dar­an, dass ihre Frak­ti­on schon 2004 die Ost­tan­gen­te gefor­dert habe. Sie wer­de „erheb­li­che Ein­grif­fe in die Natur“ brin­gen. Des­halb sei ein Orts­ter­min des Rates vor einer Tras­sen­ent­schei­dung sinn­voll. Her­zog sag­te dies zu.

Udo Neu­deck (Freie Lis­te) plä­dier­te für eine Tras­se so weit als mög­lich vom Ort weg und brach­te eine vier­te Vari­an­te ins Spiel, die direkt an der Ein­mün­dung der Rott­wei­ler Stra­ße in die B 462 den Anschluss brin­gen könn­te.

Mit wei­te­ren Arbeits­auf­trä­gen ent­ließ der Rat schließ­lich die Pla­ner, ohne einen Beschluss gefasst zu haben.