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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Schram­berg Kirch­platz­schu­le wird Kin­der­ta­ges­stät­te

Kirchplatzschule wird Kindertagesstätte

Ver­wal­tungs­aus­schuss: Gemein­de­rat soll’s ent­schei­den

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SCHRAMBERG – Vor gut einem Jahr hat­te der Gemein­de­rat beschlos­sen, die alte Grund­schu­le in Sul­gen, die Kirch­platz­schu­le, in eine Kin­der­ta­ge­stät­te umzu­wan­deln. Zwei Kin­­der­gar­­ten- und eine Krip­pen­grup­pe sol­len dort Platz fin­den. Im Gegen­zug kann die Stadt auf den ursprüng­lich geplan­ten Bau eines Kin­der­gar­tens im Neu­bau­ge­biet Scho­ren ver­zich­ten.

Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager ent­schul­dig­te die lan­ge Pla­nungs­zeit mit den vie­len Pro­jek­ten, die sei­ne Leu­te zu bear­bei­ten hät­ten. Damals hät­te die Ver­wal­tung die Kos­ten auf 1,5 Mil­lio­nen Euro grob geschätzt. Ein beauf­trag­tes Pla­nungs­bü­ro sei nun bei 1,4 Mil­lio­nen Euro gelan­det. „Ver­gli­chen mit dem 750.000 Euro teu­ren Anbau an der Kita Ober­reu­te für eine Grup­pe, sei „der Umbau der Kirch­platz­schu­le sehr  wirt­schaft­lich“, so Mager. Zudem kön­ne die Stadt das reser­vier­te Grund­stück in Scho­ren ver­kau­fen.

Die Abtei­lungs­lei­te­rin Schu­len und Kitas, Kers­tin Flaig, stell­te die Umbau­plä­ne für das drei­ge­schos­si­ge, denk­mal­ge­schütz­te Gebäu­de vor. Im Erd­ge­schoß sol­len der Ein­gangs­be­reich und die Krip­pen­grup­pe unter­kom­men. Im ers­ten Ober­ge­schoss die bei­den Kita­grup­pen und im zwei­ten Ober­ge­schoss sol­len ein Bewegungs‑, ein Mul­ti­funk­ti­ons­raum, ein PC-Arbeits­­platz und ein Pau­sen­raum für die Mit­ar­bei­te­rin­nen ent­ste­hen.

Neue Fenster nötig

Der Abtei­lungs­lei­ter Hoch­bau, Andre­as Krau­se, erläu­ter­te die Kos­ten: Wegen des Wär­me­schut­zes und ihrer für eine Kita unge­eig­ne­ten Funk­ti­ons­wei­se sol­len alle gro­ßen Schwing­flü­gel­fens­ter ersetzt wer­den. Auch will die Stadt die Elek­tro­in­stal­la­ti­on erneu­ern und zugleich eine EDV-Ver­­­ka­be­­lung ein­zie­hen las­sen. Auch die Sani­tär­an­la­gen müss­ten erneu­ert, ange­passt oder neu instal­liert wer­den.

Einigen Räten wird’s zu teuer

In der Dis­kus­si­on fand Udo Neu­deck (Freie Lis­te), die Pla­nung sei „in Ord­nung“. Er kri­ti­sier­te aber die sei­ner Ansicht nach zu hohen Kos­ten. „Das war eine funk­tio­nie­ren­de Grund­schu­le und der Umbau soll jetzt 1,4 Mil­lio­nen Euro kos­ten“, frag­te er rhe­to­risch.

Tho­mas Brant­ner (CDU) und Tan­ja Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht) frag­ten nach den Kos­ten für einen  Auf­zug. 65.000 Euro schie­nen Wit­kow­ski näm­lich sehr nied­rig ange­setzt. Krau­se räum­te ein, dass die Zahl zunächst „ein Platz­hal­ter“, weil erst noch geprüft wer­den müs­se, ob ein Ein­bau im Trep­pen­haus über­haupt mög­lich wäre. Uli Bauknecht (CDU) sah den Feh­ler bei der Grob­schät­zung: „Es kommt das raus, was man dem Archi­tek­ten vor­ge­ge­ben hat.“ Da die Aus­schuss­mit­glie­der wei­te­ren Dis­kus­si­ons­be­darf in ihren Frak­tio­nen sahen, beschloss der Aus­schuss ein­stim­mig, einen Beschluss erst in der Gemein­de­rats­sit­zung Ende Okto­ber zu fäl­len.

 

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