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Dienstag, 7. April 2020
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    Kirchplatzschule wird Kindertagesstätte

    Verwaltungsausschuss: Gemeinderat soll's entscheiden

    SCHRAMBERG – Vor gut einem Jahr hatte der Gemeinderat beschlossen, die alte Grundschule in Sulgen, die Kirchplatzschule, in eine Kindertagestätte umzuwandeln. Zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe sollen dort Platz finden. Im Gegenzug kann die Stadt auf den ursprünglich geplanten Bau eines Kindergartens im Neubaugebiet Schoren verzichten.

    Fachbereichsleiter Rudolf Mager entschuldigte die lange Planungszeit mit den vielen Projekten, die seine Leute zu bearbeiten hätten. Damals hätte die Verwaltung die Kosten auf 1,5 Millionen Euro grob geschätzt. Ein beauftragtes Planungsbüro sei nun bei 1,4 Millionen Euro gelandet. „Verglichen mit dem 750.000 Euro teuren Anbau an der Kita Oberreute für eine Gruppe, sei „der Umbau der Kirchplatzschule sehr  wirtschaftlich“, so Mager. Zudem könne die Stadt das reservierte Grundstück in Schoren verkaufen.

    Die Abteilungsleiterin Schulen und Kitas, Kerstin Flaig, stellte die Umbaupläne für das dreigeschossige, denkmalgeschützte Gebäude vor. Im Erdgeschoß sollen der Eingangsbereich und die Krippengruppe unterkommen. Im ersten Obergeschoss die beiden Kitagruppen und im zweiten Obergeschoss sollen ein Bewegungs-, ein Multifunktionsraum, ein PC-Arbeitsplatz und ein Pausenraum für die Mitarbeiterinnen entstehen.

    Neue Fenster nötig

    Der Abteilungsleiter Hochbau, Andreas Krause, erläuterte die Kosten: Wegen des Wärmeschutzes und ihrer für eine Kita ungeeigneten Funktionsweise sollen alle großen Schwingflügelfenster ersetzt werden. Auch will die Stadt die Elektroinstallation erneuern und zugleich eine EDV-Verkabelung einziehen lassen. Auch die Sanitäranlagen müssten erneuert, angepasst oder neu installiert werden.

    Einigen Räten wird’s zu teuer

    In der Diskussion fand Udo Neudeck (Freie Liste), die Planung sei „in Ordnung“. Er kritisierte aber die seiner Ansicht nach zu hohen Kosten. „Das war eine funktionierende Grundschule und der Umbau soll jetzt 1,4 Millionen Euro kosten“, fragte er rhetorisch.

    Thomas Brantner (CDU) und Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht) fragten nach den Kosten für einen  Aufzug. 65.000 Euro schienen Witkowski nämlich sehr niedrig angesetzt. Krause räumte ein, dass die Zahl zunächst „ein Platzhalter“, weil erst noch geprüft werden müsse, ob ein Einbau im Treppenhaus überhaupt möglich wäre. Uli Bauknecht (CDU) sah den Fehler bei der Grobschätzung: „Es kommt das raus, was man dem Architekten vorgegeben hat.“ Da die Ausschussmitglieder weiteren Diskussionsbedarf in ihren Fraktionen sahen, beschloss der Ausschuss einstimmig, einen Beschluss erst in der Gemeinderatssitzung Ende Oktober zu fällen.

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