Im Außenbereich sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Fotos: him

SCHRAMBERG (him) – Bau­ma­schi­nen und Bau­zäu­ne um den Kin­der­gar­ten, drin­nen spie­len die Kin­der und lau­fen die Sanie­rungs­ar­bei­ten in der Kin­der­ta­ges­stät­te Ober­reu­te wei­ter. Wie berich­tet, hat­te ein Was­ser­ein­bruch zu mas­si­ver Schim­mel­bil­dung im gesam­ten Neu­bau geführt, und muss das Gebäu­de seit dem ver­gan­ge­ne Spät­som­mer auf­wän­dig saniert wer­den.

Die bis­her ver­an­schlag­ten Mit­tel rei­chen nicht aus, des­halb wird der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik am Don­ners­tag einen Nach­schlag gewäh­ren müs­sen.

Draußen spielen nur eingeschränkt möglich.
Drau­ßen spie­len nur ein­ge­schränkt mög­lich.

Die Abdich­tungs- und Drai­na­ge­ar­bei­ten im Außen­be­reich sei­en wei­test­ge­hend fer­tig­ge­stellt, heißt es in einer Vor­la­ge. Auch die Trock­nungs- und Sanie­rungs­ar­bei­ten des drit­ten Bau­ab­schnitts im Innen­be­reich ste­hen kurz vor dem Abschluss. Nun zeich­ne sich ab, „dass die bis­her bewil­lig­ten Mit­tel in Höhe von 198.480 Euro ver­mut­lich nicht für die noch aus­ste­hen­de Trock­nung und Sanie­rung der Abschnit­te 4 und 5 aus­rei­chen wer­den.“

Wasser staut sich bei der Kita.
Was­ser staut sich bei der Kita.

Weil die Stadt Gut­ach­ten in Auf­trag gege­ben hat­te und weil stän­dig die Raum­luft gemes­sen wer­den muss­te, sei­en die bereit­ge­stell­ten und der­zeit über Auf­trä­ge gebun­de­nen Mit­tel auf­ge­braucht.

Um Ver­zö­ge­run­gen bei der Sanie­rung zu ver­mei­den und um die Arbei­ten mög­lichst bis Ende Mai abschlie­ßen zu kön­nen, soll­ten wei­te­re 50.000 Euro über­plan­mä­ßig bereit­ge­stellt wer­den, wünscht die Ver­wal­tung. Die­se Sum­me sei noch auf Basis von Erfah­rungs­wer­ten der ers­ten Bau­ab­schnit­te geschätzt, da für die bei­den letz­ten Abschnit­te noch kein kon­kre­te­res Ange­bot der Sanie­rungs­fir­ma vor­lie­ge.

Wie es genau dazu gekom­men ist, dass Was­ser unter das Gebäu­de gelan­gen konn­te, sei noch nicht abschlie­ßend geklärt, aber: „Die Ergeb­nis­se des hydro­geo­lo­gi­schen Gut­ach­tens las­sen der­zeit dar­auf schlie­ßen, dass das Ein­drin­gen des Was­sers in den Boden­auf­bau nicht durch drü­cken­des Was­ser unter der Boden­plat­te ver­ur­sacht wur­de, son­dern dass lang­sam ver­si­ckern­des Ober­flä­chen­was­ser sich ent­lang der im Erd­reich ver­leg­ten Kabel den Weg des gerings­ten Wider­stands gesucht hat und über die nicht abge­dich­te­ten Kabel­durch­drin­gun­gen in den Fuß­bo­den­auf­bau gelangt ist“, heißt es in der Vor­la­ge, aber: “Eine abschlie­ßen­de Beur­tei­lung der Schuld­fra­ge steht noch aus.“

Die­se wird mög­li­cher­wei­se erst ein Gericht klä­ren kön­nen, denn die Stadt hat bereits ange­kün­digt, von den mög­li­cher­wei­se schul­di­gen Pla­nern oder Hand­wer­kern und deren Ver­si­che­run­gen Scha­dens­er­satz zu ver­lan­gen. OB Tho­mas Her­zog beton­te kürz­lich im Ver­wal­tungs­aus­schuss: „Einer wird zah­len, an der Stadt bleibt nichts hän­gen.“