Kommunalwahl: CDU bereitet sich vor

Konkurrenzliste: MiIder Tadel von CDU-Vorstand und Fraktion / Joe Fink sagt ab

Viel beschäftigt: Harley-Freund Joe Fink (rechts) mit dem Maler Mario Moronti. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG – Bei einer gemein­sa­men Sit­zung des Vor­stan­des und der Frak­ti­on der CDU Schram­berg berei­te­ten sich die Par­tei­mit­glie­der auf die Kom­mu­nal­wahl am 26. Mai 2019 vor. Dabei ging es auch um eine mög­li­che Kon­kur­renz­lis­te, die eini­ge CDU-Mit­glie­der ins Auge gefasst haben. (Die NRWZ berich­te­te.)

Zu Beginn der gemein­sa­men Sit­zung ließ die Frak­ti­on die Vor­stands­mit­glie­der, die nächs­tes Jahr auf der CDU-Lis­te antre­ten möch­ten, „in die Frak­ti­ons­ar­beit hin­ein schnup­pern“, wie es in einer Pres­se­mit­tei­lung heißt. Zumin­dest ein Mit­glied des Vor­stands hat das so beein­druckt, dass er sich ent­schie­den hat, nicht zu kan­di­die­ren, weder auf der offi­zi­el­len noch auf einer Kon­kur­renz­lis­te.

Joe Fink will nicht – weder hier noch da

Nach der Sit­zung hat Joa­chim Fink sei­nen Par­tei­freun­den in einem Brief, der der NRWZ vor­liegt, mit­ge­teilt: „Um ein sol­ches Amt gegen­über mei­ner Fami­lie und mei­nen ande­ren Akti­vi­tä­ten ver­tre­ten zu kön­nen bräuch­te ich sicher­lich einen 48-Stun­den-Tag.“ Da es den nicht gebe, so Fink, „kann ich der­zeit nicht für eine Gemein­de­rats­lis­te kan­di­die­ren.“

Und weil er schon mal dabei war beim Absa­gen, kriegt auch der CDU-Vor­stand noch eine Abfuhr: „Auch dem erwei­ter­ten Vor­stand der CDU wer­de ich in Zukunft nicht unter­stüt­zen kön­nen und tre­te daher zurück.“ Er wün­sche allen, die sich für Schram­berg enga­gie­ren, „eine glück­li­che Hand und hof­fe, dass …… sich was dreht……“

CDU: We are not amused

In der Erklä­rung von Vor­stand und Frak­ti­on geht es auch um die von zwei Stadt­rä­ten ins Spiel gebrach­te Kon­kur­renz­lis­te, für die auch Joe Fink sich inter­es­siert hat­te (Die NRWZ berich­te­te). Dazu heißt es: „Die CDU Schram­berg freut sich über jeden, der sich bei der Kom­mu­nal­wahl auf­stel­len lässt und begrüßt die­ses ehren­amt­lich Enga­ge­ment für unse­re Demo­kra­tie. Vor­stand und Frak­ti­on sind sich eben­so einig, dass mög­li­che Kan­di­da­tu­ren von CDU-Mit­glie­dern auf wei­te­re Lis­ten nicht unse­re Zustim­mung fin­det und von der CDU Schram­berg nicht unter­stützt wer­den.“

Vor­stand und Frak­ti­on wür­den bis zur Wahl „ihre kon­struk­ti­ve Arbeit zum Woh­le der Stadt und aller Stadt­tei­le bei­be­hal­ten“. Wer sich über­le­ge auf der CDU-Lis­te zu kan­di­die­ren, habe im Herbst die Mög­lich­keit, an den kom­men­den Sit­zun­gen der Frak­ti­on und des Gemein­de­rats teil­zu­neh­men. Die CDU sei momen­tan dabei, Kan­di­da­ten für die eige­nen Lis­ten zu Ort­schafts-, Gemein­de­rats- und Kreis­wah­len zu fin­den und für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich enga­gie­ren möch­ten, offen.

Man kön­ne sich beim Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­den Tho­mas Brant­ner oder beim Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Cle­mens Mau­rer mel­den. „Es geht dar­um auch in Zukunft eine soli­de und kon­struk­ti­ve  CDU-Kom­mu­nal­po­li­tik für Schram­berg zu machen“, so Tho­mas Brant­ner abschlie­ßend.