Der Krä­mer­markt ums Rat­haus hat zwar nicht die ganz gro­ßen Men­schen­mas­sen, aber doch deut­lich mehr Publi­kum ange­lockt, als zuletzt am Stand­ort Schiltach­stra­ße. Am Diens­tag fand der tra­di­ti­ons­rei­che Schram­ber­ger Krä­mer­markt erst­mals an sei­nem neu­en Platz statt.

Vor, neben und hin­ter dem Rat­haus hat­ten am Mor­gen die Händ­ler aus  der nähe­ren und wei­te­ren Umge­bung ihre Stän­de auf­ge­baut. Die Stadt­ver­wal­tung hat­te im ver­gan­ge­nen Herbst gemein­sam mit den Händ­lern den Umzug von der Schiltach­stra­ße in die Stadt beschlos­sen. Seit Jahr­zehn­ten hat­te der Markt dort alle zwei Mona­te statt­ge­fun­den.

Aber dort sei das Inter­es­se „in den letz­ten Jah­ren … deut­lich“ zurück­ge­gan­gen, wie die Stadt­ver­wal­tung berich­tet. Stadt­ver­wal­tung und Markt­be­schi­cker hoff­ten, dass der neue, zen­tral gele­ge­ne, Markt­stand­ort dem Krä­mer­markt wie­der Auf­trieb gebe. Gegen 8 Uhr bau­ten die Händ­ler noch ihre Stän­de auf und es lie­ßen sich erst ver­ein­zelt Kun­din­nen bli­cken. Ein Maria­zel­ler Händ­ler ist opti­mis­tisch: „Es kann ja nur bes­ser als an der Schiltach­stra­ße wer­den.“

Am Mittag sind die Händler schon zufrieden

Um die Mit­tags­zeit ist er schon voll des Lobes. Trotz des reg­ne­ri­schen Wet­ters sei­en schon vie­le Kun­den auch von der Höhe aus Hardt, Wald­mös­sin­gen oder auch aus Lau­ter­bach gekom­men. Am Imbiss­stand bil­det sich eine klei­ne Schlan­ge. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog hat ein paar Mit­ar­bei­ter zu einer Roten Wurst ein­ge­la­den.

An den Stän­den paki­sta­ni­scher Händ­ler mit Tex­ti­li­en schau­en sich eini­ge Kun­din­nen um. „Das ist doch was ganz ande­res hier, aus da unten an der Schiltach“, meint einer der Händ­ler, “da ist alle paar Stun­den mal jemand auf dem Weg zum Kauf­land vor­bei gehuscht.“

Als OB Her­zog sei­ne Wurst ver­zehrt hat, trifft er auf ein Ehe­paar aus Hei­li­gen­bronn. Die bei­den nut­zen die Gele­gen­heit, um über Kom­mu­nal­po­li­tik mit dem Stadt­ober­haupt zu dis­ku­tie­ren. Markt­platz halt.

Ein paar Schrit­te wei­ter freut sich „Bon­bon-Apo­the­ker“ Joa­chim Bublitz aus Kap­pel­ro­deck über den neu­en Stand­ort. „Da haben die Stadt­ver­ant­wort­li­chen sich etwas Gutes ein­fal­len las­sen“, meint der Bon­bon-Ver­käu­fer und emp­fiehlt sei­ne Him­beer­gut­se­le aus einem bay­ri­schen Fami­li­en­be­trieb: „Ohne Che­mie, ganz wie zu Omas Zei­ten!“ Die letz­ten Male an der Schiltach sei er nicht mehr gekom­men, weil zu wenig los war, erzählt Bublitz. „Aber dies­mal  ist der Umsatz sehr gut.“ Jeden­falls für den Anfang. Und eine Schram­ber­ge­rin blickt über den Markt und fin­det: „Das hat Zukunft.“