Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember (rechts) stellt die Ergebnisse der Planungsgruppe im Ausschuss für Umwelt und Technik vor.Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –  Im  Ausschuss für Umwelt und Technik waren sich alle einig: Die Vorschlägen der “Planungsgruppe Kurpark Tennenbronn”  sollten umgesetzt werden.

Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember berichtete von der Arbeit der Planungsgruppe, die im vergangenen Herbst drei Mal getagt hatte, und lobte „die konstruktive Zusammenarbeit, bei der Lösungen gesucht“ worden seien. Es sei rasch klar geworden, dass der Erhalt des Minigolfplatzes wichtig, der Bau eines Technik- oder Abenteuergolfs zu aufwändig und auch im Betrieb zu teuer würde.

Anstatt der maroden Betonbahnen sollen jetzt zwölf „Spielegolf-Bahnen“ angeschafft werden. Dabei wird auf Kunstrasen gespielt. Das sei frostsicher, in Tennenbronn ein wichtiger Faktor.  “Wir haben uns von zwei Anbietern Vorschläge machen lassen”, berichtet Dezember.

So könnte der Bereich beim Minigolfplatz künftig aussehen. Plan: Stadt

Zwei zusätzliche Möglichkeiten, die Attraktivität des Kurparks und der Mini-Golfanlage zu erhöhen, habe die Planungsgruppe diskutiert: Fußballbillard und eine Bogo-Bahn. Bei letztereem wird ähnlich wie beim Krocket ein Ball auf einer Kunstrasenfläche durch Hindernisse geschlagen.

Beim Kiosk hat die Arbeitsgruppe den Gedanken, einen Imbisswagen aufzustellen, wieder verworfen. Er käme in etwa gleich teuer wie die Sanierung des Kiosks, und es sei schwierig, im Imbisswagen zu werkeln und gleichzeitig nebendran beim Minigolf Schläger auszugeben. „Wir wollen deshalb den Kiosk sanieren und aufhübschen.“

Um auch für Kinder etwas zu bieten, soll eine Edelstahlrutsche am Hang aufgebaut werden. Zur Finanzierung der geschätzten Kosten von 147.600 Euro sollen aus verschiedenen Haushaltstiteln die Gelder zusammengeführt werden.

Pächter ist entscheidend

Die Verwaltung hat auch eine Betriebskostenschätzung aufgestellt. Dabei sei man von 2500 Spielegolf und 500 Fußballbillard-Gästen ausgegangen, so  Dezember. Er schränkte ein, dass zwei Herstellerfirmen meinten, erst ab 10.000 Besuchern werde eine solche Anlage wirtschaftlich. Für einen möglichen Pächter seien bei Ausgaben von etwa 2500 Euro pro Jahr 12.000 Euro Einnahmen zu erwarten. Die Stadt müsse mit etwa 8000 Euro weiteren Kosten rechnen.

Einig war sich der Ausschuss mit dem Tennenbronner Ortschaftsrat und der Verwaltung, dass das Projekt steht und fällt mit einem Pächter. “Wir werden erst bauen, wenn wir einen Pächter haben“, betonte deshalb auch Dezember. Stadtrat Uli Bauknecht (CDU), der ursprünglich einen Technikspielplatz vorgeschlagen hatte, lobte die Planungsgruppe: “Eine tolle Vorplanung mit reellen Kosten, die wir auch stemmen können.“

Zustimmung kam auch aus der Fraktion SPD-Buntspecht, auch wenn deren ursprüngliche Idee von vielen Spielpunkten im Park zugunsten der Erneuerung des Minigolfs entfalle. Die Frage nach dem Schwerpunktspielplatz von Ralf Rückert (Freie Liste) beantwortete OB Thomas Herzog damit, dass sich der Ortschaftsrat für diese Lösung entschieden habe. Nach dem Empfehlungsbeschluss wird der Gemeinderat am Donnerstag endgültig entscheiden.