Am Erlenweg in Sulgen gilt schon Tempo 30. Foto: him

Die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD-Bunt­specht im Schram­ber­ger Gemein­de­rat hat bean­tragt, dass in allen Wohn­ge­bie­ten, in denen bis­her kei­ne Begren­zung auf Tem­po 30 ein­ge­rich­tet ist, Tem­po-30-Zonen ein­ge­rich­tet wer­den. Für die Affen­tä­le­stra­ße in Ten­nen­bronn bean­trag­te sie Tem­po 40. Aus­ge­nom­men von die­sem Antrag, der von Mir­ko Wit­kow­ski for­mu­liert wur­de, sind (außer der Affen­tä­le­stra­ße) jene Stra­ßen, die von der Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de bereits als klas­si­sche Durch­gangs­stra­ßen defi­niert wur­den.

Zur Begrün­dung heißt es: Bereits im Novem­ber 2018 wur­de auf der Grund­la­ge einer Peti­ti­on von Anwoh­nern der Gar­ten­stra­ße und einem Antrag der Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD/Buntspecht über die Ein­rich­tung von Tem­po-30-Zonen dis­ku­tiert und ent­schie­den. Der Gemein­de­rat hat damals mit elf zu zehn Stim­men beschlos­sen: „In der Tal­stadt wer­den kei­ne wei­te­ren Tem­po 30-Zonen aus­ge­wie­sen. In Ten­nen­bronn wird der Teil­be­reich der Fried­hof­stra­ße und in Wald­mös­sin­gen die Lin­den­gas­se als Tem­po 30-Zone aus­ge­wie­sen. Auf dem Sul­gen wird die Gar­ten­stra­ße vom Bereich Sul­gen Mit­te bis zur Ein­mün­dung Lin­den­stra­ße als Tem­po-30 Zone aus­ge­wie­sen.“

Wei­ter hieß es in der Vor­la­ge: „Gemäß § 45 Absatz 1 © der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung (StVO) ord­nen die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­den inner­halb geschlos­se­ner Ort­schaf­ten, ins­be­son­de­re in Wohn­ge­bie­ten und Gebie­ten mit hoher Fuß­gän­ger- und Fahr­rad­ver­kehrs­dich­te sowie hohem Que­rungs­be­darf, Tem­po 30-Zonen im Ein­ver­neh­men mit der Gemein­de an. Die Zonen-Anord­nung darf sich weder auf Stra­ßen des über­ört­li­chen Ver­kehrs (Bun­des-, Lan­des- und Kreis­stra­ßen) noch auf wei­te­re Vor­fahrt­stra­ßen erstre­cken. Sie darf nur Stra­ßen ohne Licht­zei­chen gere­gel­te Kreu­zun­gen oder Ein­mün­dun­gen, Fahr­strei­fen­be­gren­zun­gen, Leit­li­ni­en und benut­zungs­pflich­ti­ge Rad­we­ge umfas­sen. An Kreu­zun­gen und Ein­mün­dun­gen inner­halb der Zone muss grund­sätz­lich die Vor­fahrt­re­gel nach § 8 Absatz 1 Satz 1 StVO („rechts vor links”) gel­ten.

Im Antrag von SPD/Buntspecht heißt es: „Wäh­rend die Tem­po-30-Zonen, so die uns vor­lie­gen­den Rück­mel­dun­gen, von den Anwoh­nern der Stra­ßen posi­tiv auf­ge­nom­men wur­den, für die sie beschlos­sen wur­den, äußer­ten Anwoh­ner ande­rer Stra­ßen, die nicht berück­sich­tigt wur­den, teil­wei­se erheb­li­chen Unmut. Dies äußer­te sich in Leser­brie­fen und der Samm­lung von Unter­schrif­ten. Letz­te­res im Umfeld der David-Dei­ber-Stra­ße in Sul­gen. Inner­halb kür­zes­ter Zeit waren dort 125 Unter­schrif­ten zusam­men­ge­kom­men, die an Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog in einer Bür­ger­sprech­stun­de in Sul­gen über­ge­ben wur­den.

Haupt­ar­gu­men­te der Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner, die von unse­rer Frak­ti­on geteilt wer­den, sind die The­men Lärm­schutz und Ver­kehrs­si­cher­heit, ins­be­son­de­re für Kin­der auf dem Schul­weg, sowie Senio­rin­nen und Senio­ren, aber auch für alle ande­ren Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen.

Wie gegen­über betrof­fe­nen Anwoh­nern zuge­sagt, stellt die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD/Buntspecht nach Ablauf der ent­spre­chen­den Frist, hier­mit erneut den Antrag auf Tem­po-30-Zonen.”