Ehre, wem Ehre gebührt (von links): Sumi Storz, Sieghard Hafner, Barbara Mayer, Emil Rode und Oberbürgermeister Thomas Herzog. Foto: him

SCHRAMBERG  (him) –Eine gro­ße Schar Weg­be­glei­te­rin­nen und –beglei­ter waren am Mitt­woch­abend im Schloss ver­sam­melt, um zwei ver­dien­ten Sports­leu­ten zu gra­tu­lie­ren. Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann hat auf Antrag der Stadt Schram­berg die Lan­des­eh­ren­na­del an Bar­ba­ra May­er und Sieg­hard Haf­ner ver­lie­hen.

In sei­ner Wür­di­gung beton­te Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, die bei­den hät­ten nicht nur sich selbst  ihr Leben lang bewegt und bei bes­ter Gesund­heit gehal­ten. „Sie haben gemein­sam 96 Jah­re lang, unzäh­li­ge ande­re Men­schen dazu bewegt, sich sport­lich zu betä­ti­gen.“ Als Ober­bür­ger­meis­ter sei es ihm ein wich­ti­ges Anlie­gen, die Men­schen zu wür­di­gen, die sich in beson­de­rer Wei­se für unser Gemein­we­sen und die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­set­zen.

Bar­ba­ra  May­er sei 39 Jah­re und Sieg­hard  Haf­ner sage und schrei­be 57 Jah­re ehren­amt­lich im Sport­ver­ein tätig, May­er beim Turn­ver­ein Sul­gen 1908 Haf­ner bei der Schram­ber­ger Turn­ge­mein­schaft 1858. Bei­de sei­en nach der Fusi­on zur SG Schram­berg 2011 auch dem „neu­en“ Ver­ein und dem Sport treu geblie­ben.

Bar­ba­ra May­er freut sich.

May­er lei­tet seit 1978 bis heu­te das Frau­en­tur­nen und die Frau­en­gym­nas­tik. Auch war sie vie­le Jah­re  im Aus­schuss des Turn­ver­eins Sul­gen. Für ihre Akti­vi­tä­ten sei sie vom Stadt­ver­band für Sport, vom Schwä­bi­schen Tur­ner­bund und deut­schen Tur­ner­bund bereits aus­ge­zeich­net wor­den, beton­te Her­zog.

Den  „in Schram­berg wie ein bun­ter Hund bekann­ten und gefühlt immer gut gelaun­ten ‚Haf­ner Sig­ger‘“  wür­dig­te Her­zog anschlie­ßend. Die­ser sei „schon län­ger Übungs­lei­ter als ich alt bin“. Von 1960 bis 2003 war Haf­ner als Hand­ball-Trai­ner aktiv. Außer­dem ist er seit 1973 bis heu­te Übungs­lei­ter des Ver­sehr­ten­sports und der „Jeder­män­ner“.  Auch Haf­ner war vie­le Jah­re im Vor­stand der Tur­ner­schaft in ver­schie­de­nen Funk­tio­nen dabei.

Klar, wer von den bei­den gleich „Autsch“ schreit.…

Her­zog wür­dig­te das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der bei­den: „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, wie Sie machen mit Ihrem Han­deln unse­re Stadt lebens­wer­ter. Denn Sie neh­men sich Zeit für Ihre Mit­men­schen, Sie hal­ten unse­re Ver­ei­ne am Leben, Sie tun etwas, damit Schram­berg attrak­tiv ist und bleibt.“

Menschliche Wärme

Für die SG Schram­berg gra­tu­lier­te die zwei­te Vor­sit­zen­de Sumi Storz. Sie hob den „Humor, Witz und die per­sön­li­che Wär­me“ Sieg­hard Haf­ners her­vor. Er ver­ste­he es, auf Men­schen zuzu­ge­hen. Er sei ein „lie­bens­wer­ter Kame­rad, der zurecht mit der Lan­des­eh­ren­na­del aus­ge­zeich­net“ wer­de.

Bär­bel May­er strah­le eben­falls eine beson­de­re mensch­li­che Wär­me aus. Ihre „Damen“ scha­re sie „fast wie eine Glu­cke“ um sich. Bei allen Fes­ten sei­en sie aktiv dabei.  „Sie haben nie gefehlt, wenn der Ver­ein sie braucht“, lob­te Storz.

Für den Stadt­ver­band für Sport gra­tu­lier­te Emil Rode den bei­den und bedank­te sich mit einem Prä­sent für ihren Ein­satz.

Der „Gockeler“: Auch in der Narrenzunft aktiv

Der Ehren­zunft­meis­ter der Nar­ren­zunft Schram­berg Hubert Dold wür­dig­te die zwei­te Hälf­te von Sig­gers ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment und gra­tu­lier­te zur „längst fäl­li­gen Lan­des­eh­ren­na­del“.  Mehr als 60 Bach-na-Fahr­ten und unzäh­li­ge Auf­trit­te bei den Zunft­bäl­len habe Haf­ner hin­ter sich Er stu­die­re aber auch immer wie­der Num­mern ein und set­ze sei­ne Ide­en um, was „ganz schön schweiß­trei­bend“ sei. Mit einem drei­fa­chen Nar­ri- Nar­ro dank­te er, füg­te dann aber noch breit grin­send an: „Gschenk hab ich keins dabei, aber am 11.11 kannsch e Run­de aus­ge­ben.“

Im Namen auch von Bar­ba­ra May­er bedank­te sich Haf­ner sicht­lich gerührt für die Ehrung und freu­te sich über die vie­len Weg­be­glei­ter, die gekom­men waren. Er dank­te sei­ner Frau Rena­te, die ihm die gan­zen Jah­re den Rücken frei gehal­ten habe.

Beim anschlie­ßen­den Emp­fang tausch­ten sich die Gäs­te unter­ein­an­der aus und plau­der­ten noch lan­ge bei Sekt Oran­gen­saft und Häpp­chen.