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Landesgartenschau: Rat lobt „phänomenale Leistung“

SCHRAMBERG (him) – Eine mögliche Landesgartenschau wäre für Schramberg „eine große Chance “. Zum Auftakt einer Diskussion im Schramberger Gemeinderat über eine mögliche Bewerbung sprach Oberbürgermeister Thomas Herzog auch von einem „Schwung, der in der Stadt zu spüren“ sei, seit das Thema bei den ersten beiden Spaziergängen in der Öffentlichkeit sei.

Rudolf mager präsentiert im Gemeinderat Ideen für eine Landesgartenschau-Bewerbung. Foto: him

 
Fachbereichsleiter Rudolf Mager warb für das Konzept und die Machbarkeitsstudie, die Schramberg bis zum 22. Dezember vorlegen müsse. Der große Vorteil sei, dass die Bewerbung „von uns, aus der Stadt“ komme. „Wir mussten nur die Ideen sammeln und bündeln, die schon seit Jahren da waren.“

„Beschleunigungsfaktor“

Mager berichtete von der Teamarbeit in der Stadtverwaltung: „Das ist viel Arbeit und tut manchmal richtig weh.“ Aber man habe ein gutes Netzwerk von Experten, mit denen die Stadt zusammenarbeite. Auch aus der Industrie erfahre das Projekt viel Zuspruch. Mager nannte die Brüder Hettich von Heco, Nicolas Schweizer vom Leiterplattenhersteller Schweizer und Dr. Kurt Mann von Trumpf-Laser, die sich alle für die Landesgartenschau stark machten.

Die Landesgartenschau könne für viele Dinge ein „Beschleunigungsfaktor“ sein. Villingen-Schwenningens Oberbürgermeister Rupert Kubon habe die Erfahrung gemacht, dass vieles mit einer Landesgartenschau „schneller und kostengünstiger“ umzusetzen sei.

Der Fantasie keine Grenzen setzen

Das besondere bei einer Landesgartenschau in Schramberg werde, dass es keine zentrale Gartenschau sei, sondern dass alle Stadtteile mit eigenen Themen beteiligt würden. Für das „blaue Band“ entlang der Schiltach hatte Mager bereits erste Skizzen: Wie könnte das Gelände beim Gymnasium gestaltet sein, wie sähe es aus, wenn am Brestenberg statt Parkplätzen ein kleiner Uferpark entstünde? Mager zeigte die Idee eines Schiltachparks mit Stadt- oder Messehalle auf dem Areal des heutigen Schweizerparkplatzes.

So sieht es am Brestenberg heute aus. Foto: Stadt
…und so könnte es aussehen, wenn das Schiltachufer umgestaltet ist. Grafik: Stadt

Es sei wichtig, der Fantasie erst einmal keine Grenzen zu setzen. Er schwärmte von einem autofreien Bernecktal am Wochenende, einer Pendel-Seilbahn auf den Sulgen und einem Zügle durch den Eckenhof zum Wittumgelände. Bei der Verbindung Tal-Sulgen komme es darauf an, eine Dauerlösung zu finden. Viele Dinge wie Schulcampus, Stadthalle, Wohnmobilstellplatz oder Talumfahrung ließen sich mit, aber auch ohne Landesgartenschau auf den Weg bringen.

Nach einem Gemeinderatsbeschluss gehe es ums „Fine Tuning“ der Bewerbung. Im März werde eine Expertengruppe die Bewerberstädte besuchen. Im Sommer entscheide der Ministerrat, wer 2026, 28 oder 30 den Zuschlag erhalte. 2020 beginne ein Planungswettbewerb. Mager findet, dass Schramberg in der kurzen Zeit schon viel geschafft habe. Und: „Wir können die Landesgartenschau rocken!“

Zustimmung von allen Seiten

Nach seiner Präsentation gab es allenthalben große Zustimmung. Für die CDU-Fraktion sagte Clemens Maurer, er sei „begeistert, was in den wenigen Wochen geleistet“ wurde. Zusätzlich möchte die CDU im Beschluss aufgenommen haben, dass der Gemeinderat „um die Unterstützung der Bewerbung für die Landesgartenschau durch die gesamte Bevölkerung Schrambergs, insbesondere auch durch alle Vereine und Vereinigungen sowie die Schramberger Unternehmen“ werbe.

„Phänomenal“ sei, was die Verwaltung und Mager auf die Beine gestellt hätte, lobte Fraktionssprecherin Tanja Witkowski von SPD-Buntspecht. Jedes Mal habe er wieder neue Details dabei. „Das macht schon jetzt richtig Lust auf eine Landesgartenschau.“ Udo Neudeck (Freie Liste) meinte, Mager sei es „voll gelungen, uns zu begeistern“. Er riet, nicht gleich alle Ideen auf den Prüfstand zu stellen. Man solle alles diskutieren dürfen: „Später kann man immer noch Abstriche machen.“ Auch Bernd Richter, ÖDP, fand Magers Vortrag „sehr motivierend“.

Für die einstimmige Zustimmung durch den Rat dankte OB Herzog dem Gremium, denn das motiviere seine Rathausmannschaft, die hart gearbeitet habe: „Auf diese Leistung kann man stolz sein.“

Dialog des Abends:

Bernd Richter war überzeugt: „Wir sind im Rat ja auch vier Gruppierungen. Unsere Jamaika-Sondierungen werden aber schneller gehen als die in Berlin.“  Da ruft CDU-Sprecher Clemens Maurer durch den Saal: „Wir haben auch keine CSU!“

Info: Am Samstag 18. November wird der dritte und vorerst letzte Spaziergang auf dem Sulgen stattfinden. Treffpunkt ist um 13 Uhr im „Atelier“ der Grund- und Werkrealschule Sulgen. Nach zwei Einführungsvorträgen geht es ins Wittumgelände.

 

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