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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Lebens­hil­fe-Geschäfts­füh­re­rin: Wün­sche erken­nen

Lebenshilfe-Geschäftsführerin: Wünsche erkennen

Geschäfts­füh­re­rin Hei­de­ma­rie Hof­mann-Princ in ihr neu­es Amt ein­ge­führt

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Wald­mös­sin­gen. Nach lan­gen Jah­ren mit Geschäfts­füh­rer Klaus-Die­­ter Geiß­ler an der Spit­ze hat jetzt bei der Lebens­hil­fe eine neue Ära begon­nen. Am Don­ners­tag wur­de Hei­de­ma­rie Hof­­­mann-Princ  offi­zi­ell in ihr Geschäfts­füh­re­rinn­nenamt ein­ge­führt, nach­dem sie zum 1. Janu­ar schon bei der Lebens­hil­fe im Kreis Rott­weil ihr Amt ange­tre­ten hat­te.

In die von der Lebens­hil­fe betrie­be­ne Erleb­nis­gast­stät­te „Zum Frie­der“ in Wald­mös­sin­gen waren Ver­tre­ter der Trä­ger­ver­ei­ne, aus Schram­berg und Obern­dorf, vom Land­rats­amt Rott­weil und Mit­ar­bei­ter der Werk­stät­ten gekom­men. Eber­hard Pietsch, der Vor­sit­zen­de des Schram­berg Trä­ger­ver­eins, beton­te, der Geschäfts­füh­rerwech­sel sei ein wich­ti­ges Ereig­nis in der Lebens­hil­fe.

In Hei­li­gen­bronn sei 1975 die ers­te Lebens­­hil­­fe-Wer­k­statt mit 30 Arbeits­plät­zen in Betrieb gegan­gen. In den Fol­ge­jah­ren  wuchs die Zahl auf 80. 1994 sei die Lebens­hil­fe von Hei­li­gen­bronn nach Wald­mös­sin­gen umge­zo­gen und in der neu­en Werk­stät­te in Rott­weil sei­en 80 Plät­ze hin­zu­ge­kom­men. In Wald­mös­sin­gen stün­den 120 Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­run­gen zur Ver­fü­gung.

Pietsch erin­ner­te dar­an, dass Geiß­ler, der nun auf  20 Jah­re erfolg­rei­che Arbeit zurück­bli­cken kön­ne, eine umfas­sen­de Neu­or­ga­ni­sa­ti­on 1998 in die Wege gelei­tet habe Die Lebens­hil­fe habe in all den Jah­ren die Inklu­si­on ernst genom­men. Der Ein­rich­tung sei es immer wich­tig gewe­sen, von der hei­mi­schen Wirt­schaft mit Auf­trä­gen ver­sorgt zu wer­den. Pietsch war dank­bar, dass selbst in der Finanz- und Wirt­schafts­kri­se 2008/2009 die Fir­men der Lebens­hil­fe treu geblie­ben waren.

Die Suche nach einem Nach­fol­ger für Geiß­ler sei nicht ein­fach gewe­sen. „So etwas kann man ja nicht stu­die­ren, da muss man sich in vie­len Berei­chen aus­ken­nen“, so Pietsch. Mit Hei­de­ma­rie Hof­­­mann-Princ habe der Auf­sichts­rat eine gute Ent­schei­dung getrof­fen. Er sei sich sicher, dass die neue Geschäfts­füh­re­rin sich im Schwä­bi­schen wohl füh­len wer­de.

Eber­hard Pietsch (zwei­ter von rechts) über­reicht der neu­en Lebens­­hil­­fe-Geschäfts­­­füh­­re­­rin Hei­de­ma­rie Hof­­­mann-Princ  einen Blu­men­strauß. Foto: rg

Kreis­so­zi­al­de­zer­nent Bernd Hamann berich­te­te, es gebe vie­le Berei­che, in denen sich der Land­kreis und die Lebens­hil­fe Rott­weil begeg­ne­ten. Die jah­re­lan­ge gute und ehr­li­che Zusam­men­ar­beit zeich­ne die Lebens­hil­fe aus. Das sei auch das Ver­dienst von Geiß­ler

Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog beton­te, die Stadt ste­he seit Jah­ren hin­ter der Ein­rich­tung. „In allen Stadt­tei­len wird die Inklu­si­on gelebt.“ Er lud die neue Geschäfts­füh­re­rin ein, sich bald in sei­nem Dienst­zim­mer zu einem Gespräch zu tref­fen.

Die neue Lebens­­hil­­fe-Che­­fin Hei­de­ma­rie Hof­­­mann-Princ erklär­te, die Gesell­schaft müs­se auf die Bedürf­nis­se der Men­schen mit Han­di­cap ein­ge­hen.  Sie wol­le die Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen wei­ter zu ent­wi­ckeln und die Teil­ha­be am Wohn­ort ver­bes­sern. Da könn­ten die Mit­ar­bei­ter „Kraft für den All­tag in der Werk­statt“ schöp­fen.  Das Bun­des­teil­ha­be­ge­setz för­de­re die Inklu­si­on, und Men­schen mit Behin­de­rung wür­den ”aus der sozia­len Ecke” geholt. Ein wich­ti­ges Ziel sei für sie, zu sehen, was die Betrof­fe­nen sich wünsch­ten.            (rg)

 

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