Mehr Geld für die Tennenbronner Straßen?

Stadt will Vollausbau „Am Bergacker/Steige“ in zwei Jahren

Vollausbau fehlt noch: "Am Bergacker/Steige" in Tennenbronn Archiv-Foto: him

Wenn es nach dem Tennenbronner Ortschaftsrat geht, dann soll die Stadt in die­sem Jahr 35.000 Euro mehr für den Straßenunterhalt im Stadtteil locker machen. Doch die Stadtverwaltung lehnt den Vorschlag ab. ent­schei­den wird der Ausschuss für Umwelt und Technik nächs­te Woche.

Der Streit dreht sich um die Straße „Am Bergacker/Steige“. Die Stadt hat­te vor­ge­schla­gen, die­se Straße für 35.000 Euro rich­ten zu las­sen. Die Anlieger hat­ten schon Erschießungsbeiträge gezahlt, als Tennenbronn noch selb­stän­dig war. Der Ausbau sei aber „nie durch­ge­führt“ wor­den. Lediglich eine Asphaltschicht auf eine Schotterunterlage habe die Gemeinde Tennenbronn damals auf­brin­gen las­sen, nun sei die­se Schicht „in einem deso­la­ten Zustand und soll­te drin­gend erneu­ert wer­den“, schrieb Tiefbauamtsleiter Klaus Dezember in einer Vorlage.

Ortschaftsrat will mehr Geld

Dem stimmt auch der Ortschaftsrat zum, fin­det aber, es hand­le sich nicht um eine klas­si­schen Sanierung, son­dern „gehört zur abschlie­ßen­den Erschließung die­ses Straßenbereichs.“ Deshalb soll­te  die Straße über den all­ge­mei­nen städ­ti­schen Haushalt, wie im Eingemeindungsvertrag vor­ge­se­hen abge­wi­ckelt wer­den. Der Ortschaftsrat hat des­halb ein­stim­mig bean­tragt die erfor­der­li­chen 35.000 Euro über­plan­mä­ßig ein­zu­set­zen und die ein­ge­spar­ten 35.000 Euro für  eine Straßenunterhaltungsmaßnahme im Bereich Trombach zu ver­wen­den.

Stadtverwaltung: Lieber Vollausbau in zwei Jahren

Die Stadtverwaltung hat nun vor­ge­schla­gen, die Straße „Am Bergacker/Steige“ in zwei bis drei Jahren voll aus­zu­bau­en. Dafür wären etwa 150.000 Euro erfor­der­lich.  Die Zeit bis dahin  wer­de für die Planung benö­tigt. Deshalb soll­ten in die­sem und im kom­men­den Jahr nur wie bis­her die größ­ten Schäden geflickt wer­den. Mit dem Vollausbau „wür­den lau­fen­de Unterhaltskosten sowie der damit ver­bun­de­ne Ärger ent­fal­len“, meint Dezember.

Der vom Ortschaftsrat gewünsch­te  Abschnitt im Bereich Trombach bedür­fe kei­ner drin­gen­den Erneuerung.