Renate Caramanico mit ihrer Ziehorgel auf dem Sofa in ihrem Häuschen in Tennenbronn. Foto: him

Ein Buch mit Kin­der­lie­dern brach­te Rena­te  Cara­ma­ni­co auf die Idee, einen Kin­der­chor zu grün­den. In Ten­nen­bronn sol­len schon bald Kin­der ab fünf Jah­ren gemein­sam mit ihr alte und schö­ne Kin­der- und Wan­der­lie­der anstim­men.

 Cara­ma­ni­co, die seit zehn Jah­ren im Ten­nen­bron­ner Feri­en­park zu Hau­se ist, hat­te die Idee zu ihrem „Küken­chor“, nach­dem sie in einer Buch­hand­lung ein Buch mit Kin­der­lie­dern gekauft hat­te. „Zuhau­se ange­kom­men, setz­te ich mich auf unser Sofa, begann end­lich mal wie­der auf mei­ner Zieh­or­gel zu spie­len und sang ein Lied­lein nach dem ande­ren“, erzählt sie.

 Die 53- Jäh­ri­ge ist ver­hei­ra­tet, hat drei erwach­se­ne Kin­der und ist seit die­sem Jahr auch Oma. Als sie dem acht Mona­te alten Enkel Robin vor­sang, mein­ten ihre Töch­ter:  „Mama, wie­so kön­nen wir eigent­lich all die Lied­chen nicht? Wir wür­den die Tex­te und die Melo­di­en auch ger­ne sin­gen kön­nen.“

Singen mit Papa

Das habe sie sich dann auch gefragt und  an ihre eige­ne Kind­heit erin­nert. Damals sei sie mit ihrem Vater viel im Wald spa­zie­ren gegan­gen. „Fast immer wur­de dabei gesun­gen. Das habe ihr  viel Spaß gemacht und sie habe damals vie­le Lie­der und die Tex­te aus­wen­dig gelernt. Noch heu­te sei sie froh dar­über, denn es sei ein­fach schön, „bei ver­schie­de­nen Gele­gen­hei­ten mit­sin­gen zu kön­nen“.

Die gelern­te Indus­trie­kauf­frau arbei­tet seit eini­ger Zeit in einer Schwen­nin­ger Fir­ma in der Geschäfts­lei­tung eines Fami­li­en­be­triebs für Berufs­klei­dung.  Frü­her im Außen­dienst tätig, habe sie nun gere­gel­te Arbeits­zei­ten. Ich hab mir gedacht, ich möch­te mich stär­ker in der Gemein­de ein­brin­gen und dann die Kin­der­cho­ridee Orts­vor­ste­her  Lutz Stro­bel  vor­ge­tra­gen. Die­ser war  sofort ange­tan: „Ich habe selbst als Kind bis zum Stimm­bruch in einem Chor gesun­gen.“ Er wis­se des­halb um die Wir­kung des Sin­gens: „Es befreit, man kann allen Ärger und alle Ent­täu­schun­gen aus  sich raus sin­gen.“ Stro­bel ver­spricht denn auch gleich, geeig­ne­te Räu­me für die Chor­pro­ben zu suchen.

Musikalisch unterwegs

Das wich­tigs­te für  Rena­te Cara­ma­ni­co wäre, dass die Kin­der Spaß am Sin­gen haben. „Es geht mir nicht um einen per­fek­ten Chor, son­dern die Freu­de am Sin­gen.“ Damit sie  die Kin­der nicht nur mit dem Akkor­de­on beglei­ten kann, hat sie sich eine Gitar­re gekauft und übt  jeden Abend. „Die Lie­der  aus dem Lie­der­buch hab ich schon drauf“, berich­tet sie ganz stolz. Musik liegt ihr ein­fach: „Ich habe frü­her im Musik­ver­ein Kla­ri­net­te und Saxo­fon gespielt.“

Mit den „Küken­sin­gern“ wür­de die in Nie­dere­schach-Fisch­bach auf­ge­wach­se­ne  Cara­ma­ni­co auch gern an Weih­nach­ten in der Kir­che auf­tre­ten oder im Senio­ren­heim sin­gen. Aber auch klei­ne Wan­de­run­gen in Ten­nen­bronn und Umge­bung schwe­ben ihr vor. Da soll natür­lich dann gesun­gen wer­den. Wie einst mit dem Papa.

Info: Am Mon­tag,  24. Sep­tem­ber um 18 Uhr lädt Rena­te Cara­ma­ni­co in den obe­ren Sit­zungs­saal im Ten­nen­bron­ner Rat­haus zu einem ers­ten Ken­nen­lern­tref­fen Kin­der ab fünf Jah­ren und ihre Eltern ein.  Wer wei­te­re Infor­ma­tio­nen benö­tigt kann eine Mail schi­cken an: tennenbronner.kuekensinger@gmail.com