Seit Februar stehen solche "Mitfahrbänkle" in Deißlingen. Foto: pm

SCHRAMBERG (him) – Sie kom­men immer mehr in Mode: Mit­fahr­bänk­le als ein­fa­che Ergän­zung des Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs (ÖPNV) im länd­li­chen Raum.

Die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD-Bunt­sprecht hat jetzt bean­tragt, dass pro­be­wei­se zwei Mit­fahr­bänk­le in Ten­nen­bronn und Schram­berg-Tal auf­ge­stellt wer­den. Sol­che Bänk­le stün­den bereits unter ande­rem im Raum Deiß­lin­gen (https://www.nrwz.de/kreis-rottweil/deisslingen-baenkle-fuers-seniorentrampen-aufgestellt/163353), heißt es in dem Antrag. „Wer drauf sitzt, signa­li­siert, dass er ger­ne mit­ge­nom­men wür­de.“ Ihren Antrag begrün­det die Frak­ti­on damit, dass es sich bei die­sen Bänk­le „um ein ganz ein­fa­ches Zusatz­an­ge­bot für umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät“ hand­le, das „im Wort­sin­ne das Mit­ein­an­der beför­dern kann.“ http://www.sueddeutsche.de/news/leben/familie-trampen-fuer-senioren-mitfahrbaenke-auf-dem-lande-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101–160129-99–315829

Keine Konkurrenz zu ÖPNV oder Bürgerbus

Der ÖPNV zwi­schen Ten­nen­bronn und Schram­berg sei vor allem am Schul- und Berufs­ver­kehr ori­en­tiert. An schul­frei­en Wochen­ta­gen besteht annä­hernd ein Zwei­stun­den-Takt. Sams­tags und sonn­tags wür­den kei­ne Lini­en­bus­se, nur der Anruf-Sam­mel­bus fah­ren. Das Mit­fahr­bänk­le stel­le daher kei­ne Kon­kur­renz zum Bür­ger­bus dar.

Als mög­li­che Stand­or­te könn­te sich die Frak­ti­on in Ten­nen­bronn die Orts­aus­fahrt Rich­tung Schram­berg nach der Tank­stel­le oder nach der Ein­fahrt zur Schrei­ne­rei Chris­toph Moos­mann vor­stel­len. In Schram­berg wäre das Bänk­le bei der Abzwei­gung Ber­neck­stra­ße-Kirn­bach­stra­ße vor­stell­bar. Dadurch könn­te man spä­ter auch Hardt mit anbin­den. Eben­falls mög­lich wäre ein Stand­ort beim Ber­neck­strand.

Bänklebau als Schülerprojekt

Die Her­stel­lung der bei­den Mit­fahr­bänk­le wür­de eine Schü­ler­fir­ma der Berufs­schu­le auf dem Sul­gen über­neh­men, hat die SPD-Bunt­specht-Frak­ti­on bereits her­aus­ge­fun­den. Nach deren Anga­ben lägen die Kos­ten bei 500 bis 600 Euro für bei­de Bänk­le.

Die Stre­cke Schram­berg-Ten­nen­bronn wäre ein Test. „Wird das Bänk­le ange­nom­men und genutzt, könn­te das Sys­tem aus­ge­wei­tet wer­den. Kommt es nicht an, könn­ten die Bänk­le an einer ande­ren Stel­le auf­ge­stellt wer­den oder als Park­bank die­nen.“

Die Ver­wal­tung wird sich nun mit dem Antrag beschäf­ti­gen und in einer der nächs­ten Sit­zun­gen des Aus­schus­ses für Umwelt und Tech­nik bera­ten las­sen. stimmt der Rat zu könn­ten noch im Herbst die Schü­ler mit dem Bänk­le­bau begin­nen.