Mord im Morgengrauen

Theaterwerkstatt Schramberg probt Bienzle-Krimi von Felix Huby

Gerhard Ruoff als Kommissar Bienzle mit Klaus Andreae. Foto: pm

Machet‘ se doch was se wol­let“, herrscht Bea­te Mey­er-Pick ihren Schau­spie­ler­kol­le­gen Ger­hard Ruoff an. Der erwi­dert cool: „Hat Ihr Mann…?“ Von unten vom Regie­tisch kommt ein Zwi­schen­ruf: „Ger­hard, da musst du eine Pau­se machen.“

Die Thea­ter­werk­statt Schram­berg probt auf der Büh­ne des Eli­sa­be­tha Glöck­ler-Saa­les. Bea­te Mey­er-Pick agiert in der Rol­le einer nicht all­zu trau­ri­gen Wit­we, Ger­hard Ruoff als Kom­mis­sar Bienz­le. Zum ers­ten Mal hat sich die Thea­ter­werk­statt an ein Kri­mi­nal­stück gemacht, erzählt Harald From­mer, der Regie führt.

Wir haben Felix Huby als unse­ren Autor ent­deckt“, erzählt From­mer. Nach den erfolg­rei­chen Urauf­füh­run­gen von den Stü­cken zu Fer­di­nand Lass­alle und „Tod eines Unter­neh­mers“, sei der Appe­tit auf Huby-Stü­cke groß gewe­sen. „Da hat uns die­ser ‚Mord im Mor­gen­grau­en‘ gut gefal­len.“ Zumal man mit Ger­hard Ruoff einen Schau­spie­ler habe, der für die Rol­le des Bienz­le prä­de­sti­niert sei.

Das Außer­ge­wöhn­li­che an die­sem Kri­mi sei, so From­mer, dass die Zuschau­er von Anfang an den Mör­der ken­nen. Der Kri­mi sei des­halb eigent­lich weni­ger span­nend son­dern eher inter­es­sant. „Inter­es­sant ist, was im Moment gebo­ten wird, span­nend ist, was folgt.“

Aus der Mischung aus Ver­hül­len und Ent­hül­len, von fal­schen und rich­ti­gen Spu­ren, denen Kom­mis­sar Bienz­le fol­ge, ent­steht dann aber doch eine Span­nung für den Zuschau­er. Der Tat­ort­kri­mi habe durch­aus sei­nen Anspruch, fin­det Harald From­mer. Das Beson­de­re bei die­sem Bienz­le ist, das er eher ein Belau­scher als ein Befra­ger ist.

From­mer hat vie­le Jah­re selbst Haupt­rol­len über­nom­men, etwa den Pun­til­la, den Dorf­rich­ter Adam oder den Dorf­rich­ter Ill im „Besuch der alten Dame“. In 22 Insze­nie­run­gen hat er Regie geführt. In die­sem Jahr nun einen Kri­mi. „Den gab es übri­gens auch vor Jah­ren schon im Fern­se­hen als Tat­ort“, weiß From­mer. Bemer­kens­wer­ter­wei­se aber nicht als Bienz­le-Tat­ort aus Stutt­gart, son­dern als Saar­brü­cken-Tat­ort.

Info:  Es wir­ken Ger­hard Ruoff als Kom­mis­sar Bienz­le, Bea­te Mey­er-Pick, Lara Kiol­ba­sa, Karin Eichen­laub, Roland Eisele, Lars Born­schein, Klaus And­reae und in einer Gast­rol­le Mar­tin Him­mel­he­ber mit. Musi­ka­li­sche Beglei­tung: Andre­as Herr.

Die Pre­mie­re ist am Sams­tag 30. März, wei­te­re Auf­füh­run­gen fol­gen am 31. März, 6. und 7. April.  Beginn jeweils 20 Uhr im Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Saal der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn. Kar­ten kön­nen ab sofort bei der Buch­le­se gekauft oder tele­fo­nisch bestellt wer­den.