Dreikönigstag 2019 am erkennbaren Narrenbrunnen. Fotos: pm

Schram­berg-Sul­gen (pm) – Eine wie­der­um äußerst stim­mungs­vol­le Fas­ne­t­er­öff­nung erleb­ten die klei­nen und gro­ßen Besu­cher im voll besetz­ten Restau­rant „Hasen” in Sul­gen am Drei­kö­nigs­tag. Hier­über berich­tet die Nar­ren­zunft Sul­gen in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Mit dem Geburts­tags­mot­to: „De Krat­te­ma­cher isch au mit zwei­mol vier­zig, 
fas­nets­ver­ruckt, agil und wür­zig”, begrüß­te Prä­si­den­tin Son­ja Bai­er neben Ober­nar­ren, Elfer­rä­ten und Gar­de­mäd­chen ein bes­tens auf­ge­leg­tes Nar­ren­volk dem die Vor­freu­de auf die kom­men­de Fas­net und den 80. Geburts­tag der Nar­ren­zunft Sul­gen von Beginn an anzu­mer­ken war. So hat­ten es die Ver­ant­wort­li­chen der Zunft als auch Allein­un­ter­hal­ter „Specht” aus Schiltach nicht schwer, die gute Stim­mung den gan­zen Abend hoch zu hal­ten.

Lan­des­prä­si­dent Bert­hold Schnei­der über­reicht das Stan­dar­ten­ban­ner zum 80. Zunftgeburtstag.J

Tra­di­tio­nell heiz­te Vize­prä­si­dent HaPe Mar­te die­ses Mal unter­stützt von Son­ja Bai­er vor der
eigent­li­chen Abstaub­ze­re­mo­nie die när­ri­sche Gemein­de mit bekann­ten aber auch weni­ger
bekann­ten Fas­net- und Hei­sche­sprü­chen in Form von Zwei- bezie­hungs­wei­se Vier­zei­lern an.
Denen ließ das när­risch Volk jeweils ein kräf­ti­ges „Hoo­rig hoo­rig isch dia Katz” fol­gen.

Beim Ein­marsch der Zunft­gar­den und der Elfer mit dem gro­ßen Krat­ten unter den Klän­gen
des Sul­ge­ner Nar­ren­marsch staun­ten die Anwe­sen­den zum ers­ten Mal nicht schlecht.
Führ­te doch Gil­de­meis­ter Tho­mas Wei­g­le mit dem seit Jahr­zehn­ten nicht mehr gese­he­nen
und nun restau­rier­ten Gil­de­meis­ter­um­hang die Abstau­ber­ge­sell­schaft auf ihrem Weg zur
Zere­mo­nie an.

Auch eini­ge Mädels der klei­nen und gro­ßen Gar­de waren natür­lich beim Abstau­ben.

Nach Öff­nen des Krat­tens mit dem noch tief schla­fen­den Han­sel schwang er gekonnt den
Abstaub­we­del und befrei­te mit der bekann­ten Reim­for­mel den Krat­ten­ma­cher vom mona­te­lang ange­sam­mel­ten Staub. Sich reckend und stre­ckend nach dem lan­gen Schlaf ver­ließ die­ser anfangs noch etwas wacke­lig sein eher unge­lieb­tes Domi­zil, um sich dann zum Nar­ren­marsch nach drau­ßen zu bege­ben und die dort war­ten­den Kaf­fee­doh­len, Feu­re­moos­geis­ter und Han­sel abzu­ho­len. Dar­un­ter war auch und sorg­te für begeis­ter­tes Erstau­nen der neu geschaf­fe­ne Ober­geist, der künf­tig die Feu­re­moos­geis­ter bei den Nar­ren­sprün­gen anfüh­ren wird. Aller­dings muß­te auch er sich dem hoch­not­pein­li­chen Prüf­ge­richt zur Kleid­les­ab­nah­me stel­len. Nach Über­prü­fung von Mas­ke und Nar­ren­kleid wur­de er aber ohne Män­gel in die Han­sel­gil­de auf­ge­nom­men und durf­te sich gemein­sam mit den ande­ren Feu­re­moos­geis­tern, Han­seln und Kaf­fee­doh­len zum ers­ten Bre­zel­se­gen der Fas­net 2019 unter das när­ri­sche Volk mischen.

Ein Höhe­punkt des Abends. Gil­de­meis­ter Tho­mas Wei­g­le (rechts) stellt den neu­en Ober­geist vor.

Gil­de­meis­ter Tho­mas Wei­g­le erläu­ter­te im Vor­feld noch aus­führ­lich die Ent­ste­hung die­ser neu­en Ein­zel­fi­gur und bedank­te sich bei allen betei­lig­ten Hand­wer­kern und dem Schnit­zer für die Ver­wirk­li­chung die­ses gelun­ge­nen Pro­jekts. Ein ganz beson­de­rer Dank und när­ri­scher Gruß ging hier­bei für die vor­be­halt­lo­se Unter­stüt­zung an die Nar­ren­freun­de der Kat­zen­zunft Hardt.

Beim ers­ten offi­zi­el­len när­ri­schen Ter­min der neu­en Zunft­prä­si­den­tin lie­ßen es sich auch der Prä­si­dent der Euro­päi­schen Nar­ren­ver­ei­ni­gung Baden-Würt­tem­berg Bert­hold Schnei­der und die Schrift­füh­re­rin Michae­la Schnei­der nicht neh­men, bei den Sul­ge­ner Nar­ren vor­bei zu schau­en. Die­ser konn­te wie fast tra­di­tio­nell jedes Jahr auf Vor­schlag der Sul­ge­ner Zunft wie­der eini­ge akti­ve När­rin­nen und Nar­ren für ihre Mit­ar­beit mit Orden aus­zeich­nen.
Aber nicht nur Orden hat­te er im Gepäck, son­dern er konn­te zur Freu­de der Krat­ten­ma­cher
dazu­hin noch das bestell­te Stan­dar­ten­ban­ner über­rei­chen.

Zunft­prä­si­den­tin Son­ja Bai­er und Gil­de­meis­ter Tho­mas Wei­g­le mit dem neu­ge­schaf­fe­nen Ober­geist.

Den Revers­or­den durf­ten für jah­re­lan­ge treue Unter­stüt­zung Ani­ta Bopp, Bri­git­te und Hans Groß, sowie die Trai­ne­rin­nen der Gar­den Deni­se Mai­er, Sabi­ne Preuss, Sabri­na Wein­hold und Sil­via Zink ent­ge­gen neh­men. Die Ordens­ket­te für drei­jäh­ri­ge Elfer­rats­zu­ge­hö­rig­keit konn­te Bir­git Schuler und Klaus Mül­ler umge­hängt wer­den. Die Jah­res­or­den 2019 für die umfang­rei­che Reno­vie­rung der Zunft­stu­be gin­gen an Micha­el Bai­er, Klaus Mül­ler und Tho­mas Wei­g­le. Ser­gio Cami­let­ti freu­te sich als jah­re­lan­ger, sou­ve­rä­ner Fah­rer des wer­be­träch­ti­gen Ober­nar­ren­zug­fahr­zeug eben­so über den gro­ßen Son­der­or­den wie die Künst­le­rin Vera Laso­ta, die mit Schü­lern der GWRS Sul­gen für eine neue Hal­len­de­ko­ra­ti­on für die kom­men­de Fas­net mit ver­schie­dens­ten Bild­mo­ti­ven sorg­te.

Die höchs­te Ehrung der Zunft in Ver­lei­hung der Ober­nar­ren­wür­de mit Urkun­de, Holz­brett und Narr­hall­a­kapp ging an Ulrich Schä­fer, der dem Elfer­rat von 2001 bis 2016 ange­hör­te, dies von 2012 bis 2016 dazu­hin als Vize­prä­si­dent und der mitt­ler­wei­le wie­der aktiv in der Han­sel­gil­de mit­wirkt.

Den Schluss­punkt der Ehrun­gen erfuhr der jah­re­lan­ge Prä­si­dent und nun amtie­ren­de Vize HaPe Mar­te von sei­ner Nach­fol­ge­rin Son­ja Bai­er und dem Lan­des­prä­si­dent Bert­hold Schnei­der in Form eines üppi­gen Geschenk­korb und einem Son­der­or­den der Nar­ren­ver­ei­ni­gung als Dank für sei­ne bis­he­ri­ge Unter­stüt­zung beim Ämter­wech­sel als auch für sei­ne Ver­diens­te um die ört­li­che Fas­net und im Lan­des­ver­band. Unter gro­ßen Bei­fall der ver­sam­mel­ten Sul­ge­ner Nar­ren und vor dem sicht­lich ver­gnüg­ten und fei­xen­den Elfer­rat such­te die­ser völ­lig über­rascht und nicht unbe­dingt all­täg­lich nach pas­sen­den Dan­kes­wor­ten.

Im Anschluss an den offi­zi­el­len Teil über­nahm Allein­un­ter­hal­ter „Specht” wie­der das Zep­ter und brach­te mit bekann­ten Hits und Fas­nets­lie­dern die Abstau­ber wei­ter in bes­te Stim­mung.

Bereits bei der Früh­schop­pen­sit­zung der Ober­nar­ren und des Elfer­rat mit anschlie­ßen­dem
tra­di­tio­nel­len Foto am Nar­ren­brun­nen als auch in der nach­mit­tags all­jähr­lich statt­fin­den­den
Gil­de­ver­samm­lung infor­mier­te die Zunftspit­ze über aller­lei orga­ni­sa­to­ri­sches für die kom­men­de Fas­net.