Fahne von Terres des Femmes am Rathaus Fotos: him

Am internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“,  dem 25. November, hingen wie in den vergangenen Jahren an vielen Stellen in der Stadt die Lila Fahnen von Terres des Femmes.

Barbara Olowinsky mit einer der Fahnen bei der „Buchlese“. Foto: pm

Der Frauenbeirat hatte sie aufgehängt, um auf das Gewaltproblem aufmerksam zu machen. Terres des Femmes setzt sich dafür ein, dass Gewalt an Mädchen und Frauen geächtet wird.

Barbara Olowinsky vom Frauenbeirat berichtet dazu:

Seit 2002 beteiligt sich der Frauenbeirat der Stadt Schramberg an dieser weltweiten Aktion. Dieser Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabel in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen  den Diktator  Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach  monatelanger Folter ermordet.

Der Mut der drei Frauen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Das Anliegen dieser Aktion ist: „Zeigen Sie Flagge für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit!“

Die Jesidin Nadja Murad ist eine Überlebende des vom IS verübten Genozids an den Jesiden 2014; die irakische  Menschenrechtsaktivistin ist seit September 2016 die erste  Sonderbotschafterin, die  mutig als Zeugin für die Würde der Überlebenden von Menschenhandel der Vereinten Nationen eintritt. Sie lebt seit 2016 in Baden-Württemberg.  2018 wurde ihr zusammen mit dem Arzt Denis Mukgwege, der im Ostkongo vergewaltigte Frauen unter schwierigsten Bedingungen operiert, der Friedensnobelpreis verliehen.

Aktionen in den Kirchen

Foto: pm

Der Frauenbeirat nahm dies zum Anlass, das Anliegen des 25. Novembers auch in die örtlichen Kirchengemeinden zu tragen und um Unterstützung zu bitten, zumal dieser Tag auf einen Sonntag fiel. In katholischen und evangelischen Gottesdiensten in Schramberg-Tal, Tennenbronn und Lauterbach wurde dieses Anliegen aufgegriffen und besonders thematisiert,  teilweise sogar in der Predigt in Bezug auf Macht, Machtmissbrauch und Gewalt. Infos zu dieser Aktion wurden von Mitgliedern des Frauenbeirats nach dem Gottesdienst verteilt.

Die Unterstützung des Frauenbeirats vor Ort gilt aber vor allem den Aktivitäten von „Frauen helfen Frauen & Auswege Rottweil“, der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen in Notsituationen  und schwierigen Lebenslagen, sowie für Jungen, Mädchen und Jugendlichen bei sexuellem Missbrauch.

Neben Rottweil bietet FhF & Auswege auch in Schramberg regelmäßig Sprechstunden im JUKS3 an. Daher sollen mit der alljährlichen Taschentuchaktion immer wieder Informationen dazu in Schramberg verbreitet werden, die auch weiterhin im Rathaus und in mehreren Geschäften ausliegen.

 

 

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