Die Verkehrsbelastung auf der Oberndorfer Straße steigt nicht, sie geht seit Jahren erheblich zurück.Das zeigt die Zählung durch die Landesanstalt für Umwelt Baden- Württemberg (LUBW). Im Jahr 2010 zählten die Experten noch 15.292 – nach Angaben der Stadt sogar 16.200 – Fahrzeuge pro Tag. Inzwischen sind es nur noch 13.500.

Bislang waren die Verkehrsgutachter von stark ansteigenden Zahlen bis zum Jahr 2025 ausgegangen.  Für 2020 hatten sie 19.500 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert. Im IHK-Verkehrsgutachten wird eine Prognose zitiert, wonach „bis zum Jahr 2015 der durchschnittliche tägliche Verkehr um 9,9 Prozent  auf 15.390 Kfz/24h mit einem Güterverkehrsanteil in Höhe von 14,5 Prozent  überproportional ansteigt“. Auf diesen Prognosen beruht auch ein Teil der Begründung für den Bau der Talumfahrung.

Transparent an der Oberndorfer Straße.

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) misst seit Juli  2014 an der Oberndorfer Straße den Verkehr und stellt fest: 2015 fuhren dort täglich 14.700 Fahrzeuge. Der Anteil  „Schwere Nutzfahrzeuge“ – das sind LKW und Busse – betrug 5,8  Prozent. In absoluten Zahlen 853. Im Jahr 2016 waren es noch 14.300 Fahrzeuge;  der Anteil schwerer Nutzfahrzeuge lag bei 6,1 Prozent oder etwa  872 LKWs und Bussen. 2017 gingen die Zahlen weiter zurück: 13.500 Fahrzeuge, der  Anteil schwerer Nutzfahrzeuge war mit 6,1 Prozent unverändert, in absoluten Zahlen 823. (Anmerkung der Redaktion: Die absoluten Zahlen für die Nutzfahrzeuge hatte ich aus den LUBW-Angaben zunächst falsch berechnet, Entschuldigung, danke Jürgen Kaupp für den Hinweis.)

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Unbestechlich und genau. Ein Mitarbeiter der LUBW hat dieser Tage die Messstelle an der Oberndorfer Straße überprüft. Foto: him

Statt deutlich anzusteigen, sind die Zahlen also in Wirklichkeit erheblich gesungen: von 16.200 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf  13.500 im vergangenen Jahr. Für Martin Schmidt, bei der IHK für Verkehrsthemen zuständig, ist der Rückgang „ein Rätsel, weil alle Analysen ein starkes Wachstum des Verkehrs vorhersehen.“

Die Ursachen für den Rückgang sind unklar. Nur eines stellt Tatjana Erkert, Pressesprecherin der LUBW, fest: „Ein signifikanter Rückgang der Verkehrsstärke ist mit Einführung von Tempo 30 nicht erkennbar.“

 

 

 

 

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