Handwerker räumen den leer stehenden Laden frei, um ihn für einen eventuellen Mieter herzurichten. Foto: him

Das seit eini­ger Zeit leer ste­hen­de Haus Num­mer 32 an der Obern­dor­fer Stra­ße soll dem­nächst wie­der einen (Laden-) Mie­ter bekom­men. Der Eigen­tü­mer hat eine Ten­nen­bron­ner Schrei­ne­rei beauf­tragt, den Laden im Erd­ge­schoss dafür her zu rich­ten.

In dem Gebäu­de zwi­schen Würt­tem­ber­ger Hof und evan­ge­li­scher Kir­che hat­te zuletzt ein Tat­too-Künst­ler sein Stu­dio, seit des­sen Umzug an den Para­dies­platz stand das Gebäu­de voll­stän­dig leer. Der Eigen­tü­mer woh­ne in Ber­lin, so der Schrei­ner, der nun im Erd­ge­schoss aus­räumt. Die Woh­nun­gen in den obe­ren Eta­gen sei­en wohl kaum zu ver­mie­ten, da sie heu­ti­gen Stan­dards nicht ent­sprä­chen.

Fast 150 Jahre auf dem Buckel

Das Gebäu­de wur­de 1870 gebaut, weiß Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann: „Das war weni­ge Jah­re nach dem Bau der heu­ti­gen Obern­dor­fer Stra­ße, die anfangs noch ‚neue Stra­ße‘ hieß, wes­halb dann die alte Tal-Höhen-Stra­ße zur  – bis heu­te so bezeich­ne­ten –  ‚alten Stei­ge‘ wur­de.“

 Zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts hat­te es zwei Eigen­tü­mer, den Schrei­ner Paul Hoos und die Wit­we Rosa Kim­mich, hat Kohl­mann her­aus­ge­fun­den. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg  gehör­te es noch län­ge­re Zeit ihrer Erben­ge­mein­schaft. Das Haus sei wohl die meis­te Zeit ein ganz „nor­ma­les“ Wohn­haus gewe­sen, so Kohl­mann abschlie­ßend.

Bevor das Tat­too­stu­dio Hay­id sich dort ein­ge­mie­tet hat­te, war ein „Bräu­nungs­stu­dio“ in der Obern­dor­fer Stra­ße 32. Und davor stan­den Kin­der­wa­gen im Schau­fens­ter. Sie gehör­ten zum Kin­der­mo­den­ge­schäft der Fami­lie Weigold auf der gegen­über­lie­gen­den Stra­ßen­sei­te.