NRWZ.de, 5. November 2020, Autor/Quelle: Gastbeitrag

 Ort der Begegnung

Zehn Jahre Tennenbronner Heimathaus Teil 2: Viele Aktionen außerhalb des Hauses

Das Tennenbronner Heimathaus feiert seinen 10. Geburtstag. Eigentlich sollte dieses kleine Jubiläum mit einer Sonderausstellung und einem Fest rund um das Heimathaus im September gefeiert werden. Durch die Corona-Pandemie war dies nicht möglich. Deshalb wird Robert Hermann in einer kleinen Artikelfolge auf die zehn Jahre zurückblicken.

Teil 2: „Lebendiges Heimathaus“

Entsprechend unserer Gründungsvision sollte nicht nur ein statisches Museum, sondern ein lebendiges Heimathaus entstehen, bei dem Geschichte auf unterschiedlichste Weise und durch die Begegnungen aller Bürger und Altersgruppen erlebbar sein sollte. Wie versucht wurde, diese Intention umzusetzen, soll in dieser Folge an einigen sehr unterschiedlichen Veranstaltungen beispielhaft gezeigt werden. Dabei handelt es sich nur um einen kleinen Ausschnitt der Veranstaltungen der vergangenen Jahre.

500 Jahre Reformation

Das Jubiläum prägte 2017 das Jahresprogrammes der Heimathausgruppe. Mit mehreren Vorträgen einer Sonderausstellung und einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst sowie einem Reformationshock auf dem Rathausplatz wurden die Ereignisse, welche für unser Dorf durch die Trennung in zwei Gemeinden besonders schmerzhaft war, beleuchtet und im harmonischen ökumenischen Miteinander gefeiert. Der Erlös wurde nach Haiti gespendet.

Rettet die „Krone“

Der Erhalt des alten Stabswirtshauses liegt uns sehr am Herzen. Mit einem Vortrag von Alfred Kunz, einem Bildvortrag von Fritz Wöhrle, einem Kurzfilm und einer Sonderausstellung im Heimathaus wollten wir die historische Bedeutung des Hauses deutlich machen.

Heimathaus und Kinder

Eingebettet in die Thematik unserer Vorträge entstanden in Kooperationen mit unserer Schule ein Dorfmodell und ein Modell des Wiesenbauernhofes. Daneben gab verschiedene Workshops für unsere Schüler.

Im Jahr 2015 entstand in Kooperation mit der Grundschule ein Modell des Wiesenbauernhofes.

 Nationalsozialismus in Tennenbronn

Mit mehreren Vorträgen wurde das „Dritte Reich“ in Tennenbronn ab 2017 aufgearbeitet. In einem ergreifenden Themenkonzert, einem ökumenischen Gottesdienst und Trauerakt zum Volkstrauertag sowie der Enthüllung einer Mahntafel wurde an diesen Zeitabschnitt unserer Dorfgeschichte erinnert. Zusätzlich wurden die Ergebnisse der Recherchen in einem Buch dokumentiert, das nun in über 500 Häusern unseres Dorfes zu finden ist.

Cego im Heimathaus

Auf sehr große Resonanz stieß das Angebot in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein, das Cego-Kartenspiel zu lernen. Selbst ein Fernsehteam des SWR war dabei.

Das SWR-Fernsehen beim Cego 2018

Ein Tag für unsere ausländischen Mitbürger

Für unsere Heimathausgruppe schließt der Heimatbegriff immer die Möglichkeit des heimisch Werdens ein. Dies hat die Projektgruppe 2012 veranlasst, ein Wochenende lang unsere zugezogenen Mitbürger in den Focus zu stellen. Im Pfarrsaal präsentierten sich Mitbürger aus Bangladesch, Italien, Polen, Mauritius, Japan, Peru, Bulgarien, Thailand, Ungarn und Vietnam mit ihren Kleidern und Speisen und stellten den vielen Besuchern ihre Heimat vor. Dieser lebendige Austausch und der großartige Besuch zeugten für einen weltoffenen Heimatbegriff und machten das Wochenende für die vielen Gäste zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Thementag „Holz bewegt uns“

Zum Motto „Holz“ am Tag des offenen Denkmals 2012 wurde die Vielseitigkeit des Naturmaterials, aber auch seine Bedeutung für das Leben und Arbeiten in Tennenbronn in seiner ganzen Bandbreite dargestellt. Von Vorträgen im Rathaussaal über Vorführungen von alten Holzhandwerken bis zum mobilen Sägewerk auf dem Rathausplatz, Filmvorführungen und einer Sonderausstellung im Heimathaus reichte das Angebot. Alle Aktionen zum Thema Wald und Holz und der Festbetrieb rund ums Heimathaus stießen auf ein überwältigendes Interesse.

„Holz bewegt“ im Jahr 2012.

 

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