Polizei: Insgesamt positive Bilanz – trotz einer brutalen Attacke

Revierleiter Lederer: „Den kriegen wir.“

Revierleiter Jürgen Lederer ist überzeugt, dass seine Beamten den brutalen Schläger vom Sulgen erwischen werden. Foto: him

Immer­hin vier Mal muss­te die Poli­zei zwi­schen dem „schmot­zi­gen Don­ners­tag“ und  Ascher­mitt­woch sich mit Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­ten in Schram­berg und Sul­gen befas­sen, berich­tet Revier­lei­ter Jür­gen Lede­rer.

Ein Fall ereig­ne­te sich am frü­hen Sonn­tag­mor­gen in Sul­gen, ein Fall trug sich am „Fasnetsmontag“-Nachmittag, zwei wei­te­re in der Nacht zu Diens­tag in der Tal­stadt zu.

Mit Blick auf die Umzü­ge und Brauch­tums­ver­an­stal­tun­gen zieht die Poli­zei aber  eine posi­ti­ve Bilanz. „Die bewährt gute Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Schram­berg hat sich hier­bei wie­der bezahlt gemacht“, so Lede­rer. Alle Ver­an­stal­tun­gen sei­en „gut orga­ni­siert und geord­net“ abge­lau­fen. Auch bei der „Da-Bach-na-Fahrt“ und dem anschlie­ßen­den Umzug mit etwa 20.000 Zuschau­ern sei es „zu kei­ner­lei Pro­ble­men“ gekom­men.

Bei den Kör­per­ver­let­zungs­ta­ten hebt Lede­rer beson­ders die „erschre­cken­de Bru­ta­li­tät“ her­vor, mit der ein Mann auf dem Sul­gen im Bereich der Turn- und Fest­hal­le Sul­gen vor­ge­gan­gen ist.

Erschreckende Brutalität

Dort hat­te ein bis­her Unbe­kann­ter gegen 6.40 Uhr einen 24-jäh­ri­gen der­art bru­tal zusam­men­ge­schla­gen, dass die­ser einen Kie­fer- und Joch­bein­bruch erlitt. Der Täter kam ver­mut­lich aus der „Kicker­stu­be“ und trat offen­sicht­lich grund­los auf den auf dem Geh­weg Ste­hen­den ein. Als die­ser durch die Fuß­trit­te zu Boden gegan­gen war, setz­te der Täter mit Trit­ten gegen den Kopf nach. „Die­ser Fall ist erschüt­ternd, wes­halb wir ihn mit Hoch­druck bear­bei­ten“, so Lede­rer. Es lägen bereits meh­re­re Zeu­gen­hin­wei­se zum Täter vor. Lede­rer zur NRWZ: „Den krie­gen wir.“

Die Poli­zei bit­tet um wei­te­re Zeu­gen­hin­wei­se, ins­be­son­de­re von Gäs­ten, die  am frü­hen Sonn­tag­mor­gen in der „Kicker­stu­be“ waren. Mög­li­cher­wei­se ist ein aggres­si­ver Mann auf­ge­fal­len, auf den die fol­gen­de Täter­be­schrei­bung passt: 25 bis 30 Jah­re alt, etwa 175 Zen­ti­me­ter groß und kräf­tig, 80 bis 85 Kilo­gramm schwer. Der Täter habe ein rund­li­ches Gesicht und kur­ze schwar­ze Haa­re mit Schei­tel, so Zeu­gen laut Poli­zei. Er spricht deutsch mit ost­eu­ro­päi­schem Akzent, und war beklei­det mit einer dunk­len Hose und dunk­len Jacke, er war nicht ver­klei­det. Hin­wei­se bit­te an das Poli­zei­re­vier Schram­berg, Tele­fon. 07422/2701–0.

Die drei ande­ren Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te sei­en zwar auch uner­freu­lich, aber wesent­lich weni­ger gra­vie­rend gewe­sen, so Lede­rer. Schließ­lich hat die Poli­zei bei Alko­hol­kon­trol­len vom „schmot­zi­gen Don­ners­tag“ bis Ascher­mitt­woch drei Fah­rer unter Alko­hol­ein­fluss und einen unter dem Ein­fluss von Betäu­bungs­mit­teln erwischt.