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Rottweil
Freitag, 28. Februar 2020

Rettkowski-Retrospektive eröffnet

Zahlreiche Gäste und Kunstfreunde  versammelten sich am Samstagnachmittag in der „Alten St. Laurentiuskirche“, um die Ausstellung „Retrospektive – Uwe Rettkowski Zeichnungen, Illustrationen, Bilder“  zu eröffnen.

Zur Eröffnung spielten die drei  schlaraffischen Freunde Rudi Schäfer, Andreas Hettich und Wieland Kirnberger  ein Stück aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“, arrangiert für Flügel, Trompete und Saxophon. Lorenz Roming vom Freundeskreis alte St. Laurentiuskirche wies in seiner Begrüßung auf den engen Bezug Rettkowskis zum Sulgen und zur Kirche hin.  Die zeitkritischen Bilder und Zeichnungen „sollten zum eigenen Nachdenken anregen“.

Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog meinte, das Selbstporträt auf dem Einladungsplakat zeige einen „nachdenklichen Rettkowski“. Er erinnerte daran, dass der Grafiker seit vielen Jahren die Weihnachts- und Neujahrskarten der Stadt gestalte. Das sei für ihn „nicht nur Auftragsarbeit sondern Herzenssache“. Aus seiner Biografie erkläre sich auch die Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung.

Stadtarchivar und Museumsleiter Carsten Kohlmann beschäftige sich ausgiebig mit dem Denken und Arbeiten des Künstlers. Auch er sah in der Fluchterfahrung seiner Familie und dem Aufwachsen in der Flüchtlingssiedlung auf dem Sulgen ein wichtiges Element. Kohlmann ging auch auf die Bedeutung des Lehrers Franz Krisch ein, der Rettkowski stark geprägt habe.

Kohlmann wies auf die beiden weiteren geplanten Teile der Werkschau hin: eine Plakateschau in der oberen Hauptstraße im Sommer und eine Ausstellung im Schloss im Herbst.

Rettkowski dankte allen, die am Zustandekommen der Ausstellung beteiligt waren. Die Erinnerung an seine Kindheit und Jugend habe ihn  zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart motiviert.

Nach einem Rundgang durch die Ausstellung trafen sich viele Gäste noch zu einem Empfang im Pfarrsaal.

 

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