„Sandfloh im Jurassic Park“

Fiat 500 Sonderausstellung im Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg

SCHRAMBERG –  Eine große Schar Auto-, besonders Fiat-interessierte hat der Vorsitzende des Fördervereins Auto- und Uhrenmuseum Helmut Banholzer am Freitagabend begrüßt. Eine Sonderausstellung „Fiat 500 –Als das dolce vita über die Alpen kam“ hatte sie angezogen.

Hier einige Bilder:

Musikalisch eingestimmt hatte die Gäste Paolo Vanelli, der ein Potpourri an italienischen Schlagern zum Besten gab. Auch aus einer Musikbox in der Automatenschau dudelte „Komm doch mit nach Italien…“

„Überaus praktisch in der Stadt“

In seiner unterhaltsamen wie informativen Einführung schilderte Banholzer die Entwicklungsgeschichte des „Cinquecento“, mit dessen Einführung 1957 die Massenmotorisierung in Italien begonnen hatte. Der Fiat 500 sei gleich ein Hit gewesen. Von den Fiat-Oberen als „Wagen fürs Volk“ konzipiert war er „problemlos und praktisch“.

Die Fachpresse sei damals begeistert gewesen, auch weil der Fiat 500 „überaus praktisch in der Stadt“ sei. Noch heute seien etwa 600.000 Fiat 500 auf italienischen Straßen unterwegs. Die geringe PS Zahl von 13 oder 18 PS reicht sogar heute noch, um im Stadtverkehr mit zu schwimmen, nur, dass man sich halt vorkommt wie ein Sandfloh im Jurassic Park.“

Viele Sondermodelle

Ausführlich ging Banholzer auf die vielen Sondermodelle ein, die häufig andere Firmen auf der Basis des Fiat 500 Nuovo gebastelt haben.  Da gab es ein Sportmodell mit sagenhaften 21,5 PS, eine Cabrio-Variante oder die „Giardiniera (Gärtnerin)“ als Kombi. Luxusversionen und ein Strandmobil, das sich die oberen Zehntausend leisteten.

Banholzer erinnerte auch daran, dass aus Deutschland die dortige Fiat-Vertretung einen Entwurf für einen Kleinstwagen nach Turin geliefert habe. Dieser Entwurf fand sich später in Teilen im 500er wieder. Pompös sei die Einführung des Cinquecento gefeiert worden, im mit Live-Übertragung im damals noch ganz jungen Fernsehen. Immerhin 3,7 Millionen dieser Autole liefen in den 20 Jahren seiner Produktionszeit vom Band.

Banholzer dankte dem Fiat 500 Club aus Fellbach und den anderen Leihgebern, die die Sonderausstellung zum „sympathischsten Auto Italiens“ ermöglicht hätten.

Info: Die Ausstellung ist im Auto- und Uhrenmuseum ErfinderZeiten Schramberg im Gewerbepark H.A.U. zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

 

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