Der Dorfweiher in Tennenbronn. Archiv-Fotos: him

Schram­berg (wit) – Dass in Sachen Sanie­rung der Sport- und Fest­hal­le Ten­nen­bronn end­lich etwas vor­an­ge­hen muss, dar­über besteht bei allen Betei­lig­ten Einig­keit. Doch wie dies genau und vor allen Din­gen am schnells­ten funk­tio­niert, dar­über schei­den sich die Geis­ter.

Eine gan­ze Men­ge Zun­der war bereits in der Dis­kus­si­on im Ort­schafts­rat Ten­nen­bronn drin. Nun dis­ku­tier­te der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik das wei­te­re Vor­ge­hen. Im Ort­schafts­rat Ten­nen­bronn hat­te es drei Anträ­ge gegen. Je einen von CDU und Frei­en Wäh­lern sowie den der Stadt­ver­wal­tung. Hier die Frak­ti­ons­an­trä­ge im Wort­laut: „Die Freie Lis­te stellt den Antrag, ob es mach­bar ist, den Neu­bau der Fest­hal­le am Dorf­wei­her ohne Fremd­flä­chen mit viel Wohl­wol­len zu ver­wirk­li­chen. Bei die­ser Vari­an­te soll geprüft wer­den, ob der bis­he­ri­ge Fest­platz als Park­platz nutz­bar gemacht wer­den kann.“ „Die Frak­ti­on der CDU stellt den Antrag, dass par­al­lel zum aktu­ell beschlos­sen Stand­ort Fest­hal­le am Dorf­wei­her auch der alte Stand­ort in der Löwen­stra­ße unter­sucht wird.“ In der Sit­zung gab es nach Aus­kunft von Beob­ach­tern recht hef­ti­ge Prü­gel für die Stadt­ver­wal­tung. Am Ende stand dann aber ein ein­deu­ti­ges Votum für den Ver­wal­tungs­an­trag: „Dem vor­ge­nann­ten Inhalt, der Vor­ge­hens­wei­se und dem Zeit­plan der dar­ge­stell­ten Mach­bar­keits­stu­die zur Ent­schei­dungs­fin­dung im wei­te­ren Vor­ge­hen Sport- und Fest­hal­le in Ten­nen­bronn wird zuge­stimmt. Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die fina­len Beschluss­vor­schlä­ge bis spä­tes­tens April 2019 zu unter­brei­ten.“

Die Mach­bar­keits­stu­die, die durch das Büro KTL Archi­tek­ten erar­bei­tet wird, unter­sucht die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten, Stand­or­te für Gene­ral­sa­nie­rung, Ersatz­bau und Neu­bau einer Sport- und Fest­hal­le mit Erschlie­ßungs­kon­zep­ti­on, Vor­ent­wür­fen, Raum­kon­zep­ti­on und Kos­ten. Als Auf­ga­ben­stel­lung sind laut einer Vor­la­ge defi­niert: 1. Gene­ral­sa­nie­rung der bestehen­den Hal­le mit Erhalt der Rin­ger­hal­le und ergän­zen­der Par­kie­rung im Kro­ne-Are­al. 2. Neu­bau einer Hal­le am Alt­stand­ort mit Aus­sa­ge zur Rin­ger­hal­le und ergän­zen­de Par­kie­rung im Kro­ne-Are­al. 3. Neu­bau einer Hal­le im Kro­ne-Are­al und Erhalt der Rin­ger­hal­le am Alt­stand­ort. 4. Neu­bau einer Hal­le im Bereich Dorf­wei­her auf städ­ti­schen Grund­stü­cken unter Bei­be­halt einer Dorf­wei­her­flä­che (falls not­wen­dig wird Ver­zicht auf Dorf­wei­her geprüft); Wei­her abge­kop­pelt von der Schiltach, gespeist von Gers­bach, Erhalt der Rin­ger­hal­le am Alt­stand­ort.

Bereits im Vor­feld der Sit­zung des Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik wur­de unter Gemein­de­rä­ten ver­schie­de­ner Frak­tio­nen dis­ku­tiert, ob die Mach­bar­keits­stu­die nicht nur ein Spie­len auf Zeit sei. Doch bevor dies in der Sit­zung über­haupt ange­spro­chen wur­de, war klar, dass man um eine Stu­die nicht her­um­kom­men wird, um einen Über­blick über die Mög­lich­kei­ten und Kos­ten zu bekom­men.

Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager ver­sprach, dass man bis Novem­ber so weit sein wol­le, dass eine Rich­tung erkenn­bar sei. OB Her­zog ver­si­cher­te, dass man nach Mög­lich­keit nicht erst im April 2019 die Mach­bar­keits­stu­die vor­le­gen wol­le.

Schließ­lich ging es um die Fra­ge, was in die Mach­bar­keits­stu­die ein­be­zo­gen wer­den soll. CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Cle­mens Mau­rer hat­te im Aus­schuss bean­tragt, auf die Prü­fung des Kro­ne-Are­als zu ver­zich­ten. Einen Vor­teil aus einem sol­chen Vor­ge­hen erkann­ten aber weder die Räte der ande­ren poli­ti­schen Grup­pie­run­gen, noch die Ver­wal­tung. So stimm­ten die drei CDU-Ver­tre­ter für den Antrag, das Kro­ne-Are­al aus­zu­klam­mern, ÖDP-Rat Vol­ker Lie­ber­mann ent­hielt sich, OB Her­zog sowie die Räte von Frei­er Lis­te und SPD/Buntspecht lehn­ten ab. Bei der zwei­ten Abstim­mung, nun über den Antrag der Ver­wal­tung, votier­te die CDU dage­gen, Lie­ber­mann ent­hielt sich, Her­zog und Freie Lis­te sowie SPD/Buntspecht stimm­ten dafür.