Schäfer lobt „Mut in langen Zeiträumen zu denken”

Schramberger Konzept für die Revitalisierung der Schiltach ein beispielhaftes Modell für urbane Gewässerentwicklung

337
Fachbereichsleiter Rudolf Mager erläutert Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer das Konzept der Renaturierung an der Schiltach. Foto: RP Freiburg

Die Pla­nun­gen aus der Lan­des­gar­ten­schau, die sich im Stadt­um­bau 2030+ wie­der­fin­den, erhal­ten aktu­ell eine pro­mi­nen­te Wür­di­gung  im Regie­rungs­be­zirk Frei­burg. Unter dem Mot­to „Gewäs­ser­ent­wick­lung: Ein Gewinn für mei­ne Gemein­de und mei­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“ hat Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer die (Ober-) Bür­ger­meis­te­rin­nen und Bür­ger­meis­ter im Regie­rungs­be­zirk zum Aus­tausch ein­ge­la­den. Dar­über berich­tet die Stadt in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Die ers­te Ver­an­stal­tung fand kürz­lich im Sit­zungs­saal des Kreis­tags von Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen statt. Das Schram­ber­ger Kon­zept für die Revi­ta­li­sie­rung der Schiltach, als Teil des Stadt­um­bau 2030+ wur­de als Bei­spiel auf acht Stell­wän­den prä­sen­tiert.

Schramberger Pläne als Vorbild

Öko­lo­gie, Durch­gän­gig­keit und Hoch­was­ser­schutz sind bekann­te Dring­lich­kei­ten in der Gewäs­ser­ent­wick­lung. In der Begrü­ßung und Ein­füh­rung zeig­te Bär­bel Schä­fer rund 80 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Kom­mu­nen exem­pla­risch mit zwei Visua­li­sie­run­gen aus Schram­berg wei­te­re Chan­cen und neue Gestal­tungs­spiel­räu­me auf. „Die Stadt Schram­berg hat den Mut in lan­gen Zeit­räu­men mit dem Stadt­um­bau 2030+ zu den­ken. Damit ent­steht ein kla­res Ziel, das nun abschnitts­wei­se vor­an­ge­bracht wer­den kann“, erläu­ter­te Schä­fer.

Die Idee des ‚Blau­en Ban­des‘ in der Schram­ber­ger Tal­stadt spie­gelt das Mot­to der Ver­an­stal­tung klar und grif­fig wie­der. Es zeigt exem­pla­risch die Sinn­haf­tig­keit und die Chan­cen für eine urba­ne Revi­ta­li­sie­rung, die drin­gend not­wen­dig ist“, so die Regie­rungs­prä­si­den­tin, die im Gespräch mit Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager ihre Unter­stüt­zung zusi­cher­te und die nächs­ten Schrit­te für Bür­ger­be­tei­li­gung und Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen für die Schram­ber­ger Bür­ger­schaft dis­ku­tier­te.

Bis zu 85 Prozent Förderung

Neben dem Her­aus­stel­len des Mehr­wer­tes der Gewäs­ser­ent­wick­lung für eine Stadt war es Ute Schnei­der-Rit­ter, Ansprech­part­ne­rin  für die Was­ser­rah­men­richt­li­nie im Refe­rat Recht und Ver­wal­tung wich­tig, dass in der Ver­an­stal­tung auf die För­der­mög­lich­kei­ten hin­ge­wie­sen wur­de. Bis zu 85 Pro­zent bei den för­der­fä­hi­gen Kos­ten, zu denen auch Pro­jek­tie­rung und Grund­er­werb gehö­ren, steu­ert das Land zu. Der ver­blei­ben­de Finan­zie­rungs­an­teil von 15 Pro­zent, der von der Kom­mu­ne auf­zu­brin­gen ist, kann dem Öko­kon­to zuge­rech­net wer­den (Beispiel:ein Euro Inves­ti­ti­on ent­spricht vier Öko­punk­ten).

Wir sehen uns inhalt­lich bestä­tigt. Der Erfolg des gesamt­städ­ti­schen Rah­men­pla­nes zeigt sich in vie­len posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen aus den über­ge­ord­ne­ten Behör­den“, so Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager, der sich über die Aner­ken­nung für das gute Zusam­men­spiel in den vier Fach­be­rei­chen beson­ders freut. Mit inten­si­ven Abstim­mun­gen geht es trotz der Som­mer­pau­se wei­ter.

Mit­te August fin­det hier­zu in Schram­berg ein Arbeits­ge­spräch mit dem Refe­rat 22 Stadt­sa­nie­rung und Wirt­schafts­för­de­rung des Regie­rungs­prä­si­di­ums statt, um die Zeit- und Pro­jekt-schie­nen für die drei Sanie­rungs­ge­bie­te (Bres­ten­berg, Tal­stadt West und Kran­ken­haus-Are­al) zu prä­zi­sie­ren, die im Herbst im Gemein­de­rat bera­ten wer­den und die Schiltach­re­vi­ta­li­sie­rung maß­geb­lich tan­gie­ren.

Ausstellung im Rathaus

Am Ende der Ver­an­stal­tung in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen wur­de die Prä­sen­ta­ti­on der Stadt Schram­berg für die Fol­ge­ver­an­stal­tung am 24. Juli in Frei­burg sorg­fäl­tig ein­ge­packt. Auch dort soll die Stadt­ver­wal­tung wie­der vor Ort sein, um Her­an­ge­hens­wei­se und Inhalt der Pla­nung den Gäs­ten zu erläu­tern. Zur Gemein­de­rats­sit­zung am 25. Juli kommt die klei­ne Aus­stel­lung dann zurück in die Stadt und wird im Rat­haus in Schram­berg auch für die Öffent­lich­keit zu sehen sein.

Diesen Beitrag teilen …