Schäfer lobt „Mut in langen Zeiträumen zu denken“

Schramberger Konzept für die Revitalisierung der Schiltach ein beispielhaftes Modell für urbane Gewässerentwicklung

Die Planungen aus der Landesgartenschau, die sich im Stadtumbau 2030+ wiederfinden, erhalten aktuell eine prominente Würdigung  im Regierungsbezirk Freiburg. Unter dem Motto „Gewässerentwicklung: Ein Gewinn für meine Gemeinde und meine Bürgerinnen und Bürger“ hat Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die (Ober-) Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Regierungsbezirk zum Austausch eingeladen. Darüber berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung:

Die erste Veranstaltung fand kürzlich im Sitzungssaal des Kreistags von Villingen-Schwenningen statt. Das Schramberger Konzept für die Revitalisierung der Schiltach, als Teil des Stadtumbau 2030+ wurde als Beispiel auf acht Stellwänden präsentiert.

Schramberger Pläne als Vorbild

Ökologie, Durchgängigkeit und Hochwasserschutz sind bekannte Dringlichkeiten in der Gewässerentwicklung. In der Begrüßung und Einführung zeigte Bärbel Schäfer rund 80 Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen exemplarisch mit zwei Visualisierungen aus Schramberg weitere Chancen und neue Gestaltungsspielräume auf. „Die Stadt Schramberg hat den Mut in langen Zeiträumen mit dem Stadtumbau 2030+ zu denken. Damit entsteht ein klares Ziel, das nun abschnittsweise vorangebracht werden kann“, erläuterte Schäfer.

„Die Idee des ‚Blauen Bandes‘ in der Schramberger Talstadt spiegelt das Motto der Veranstaltung klar und griffig wieder. Es zeigt exemplarisch die Sinnhaftigkeit und die Chancen für eine urbane Revitalisierung, die dringend notwendig ist“, so die Regierungspräsidentin, die im Gespräch mit Fachbereichsleiter Rudolf Mager ihre Unterstützung zusicherte und die nächsten Schritte für Bürgerbeteiligung und Informationsveranstaltungen für die Schramberger Bürgerschaft diskutierte.

Bis zu 85 Prozent Förderung

Neben dem Herausstellen des Mehrwertes der Gewässerentwicklung für eine Stadt war es Ute Schneider-Ritter, Ansprechpartnerin  für die Wasserrahmenrichtlinie im Referat Recht und Verwaltung wichtig, dass in der Veranstaltung auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen wurde. Bis zu 85 Prozent bei den förderfähigen Kosten, zu denen auch Projektierung und Grunderwerb gehören, steuert das Land zu. Der verbleibende Finanzierungsanteil von 15 Prozent, der von der Kommune aufzubringen ist, kann dem Ökokonto zugerechnet werden (Beispiel:ein Euro Investition entspricht vier Ökopunkten).

„Wir sehen uns inhaltlich bestätigt. Der Erfolg des gesamtstädtischen Rahmenplanes zeigt sich in vielen positiven Rückmeldungen aus den übergeordneten Behörden“, so Fachbereichsleiter Rudolf Mager, der sich über die Anerkennung für das gute Zusammenspiel in den vier Fachbereichen besonders freut. Mit intensiven Abstimmungen geht es trotz der Sommerpause weiter.

Mitte August findet hierzu in Schramberg ein Arbeitsgespräch mit dem Referat 22 Stadtsanierung und Wirtschaftsförderung des Regierungspräsidiums statt, um die Zeit- und Projekt-schienen für die drei Sanierungsgebiete (Brestenberg, Talstadt West und Krankenhaus-Areal) zu präzisieren, die im Herbst im Gemeinderat beraten werden und die Schiltachrevitalisierung maßgeblich tangieren.

Ausstellung im Rathaus

Am Ende der Veranstaltung in Villingen-Schwenningen wurde die Präsentation der Stadt Schramberg für die Folgeveranstaltung am 24. Juli in Freiburg sorgfältig eingepackt. Auch dort soll die Stadtverwaltung wieder vor Ort sein, um Herangehensweise und Inhalt der Planung den Gästen zu erläutern. Zur Gemeinderatssitzung am 25. Juli kommt die kleine Ausstellung dann zurück in die Stadt und wird im Rathaus in Schramberg auch für die Öffentlichkeit zu sehen sein.

 

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