Ausgebaut: die Schillerstraße.Foto: him

SCHRAMBERG  (him) – Der Lei­ter der Abtei­lung Tief­bau, Klaus Dezem­ber hat­te gute Nach­rich­ten für den Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT): Die Sanie­rung der Schil­ler­stra­ße ist etwas kos­ten­güns­ti­ger aus­ge­fal­len als geplant.

Die Stadt hat­te mit einem Anteil von etwa zwei Mil­lio­nen Euro gerech­net, die Abrech­nung ergab einen Anteil der Stadt in Höhe von 1,86 Mil­lio­nen Euro. Eben­falls erfreu­lich: Die Bau­ar­bei­ter waren wesent­lich schnel­ler fer­tig als geplant.

Da es sich um eine Lan­des­stra­ße han­delt, unter der auch die Kana­li­sa­ti­on liegt, ist die Kos­ten­auf­tei­lung nicht ganz ein­fach. Grob gesagt: Das Land zahlt den Stra­ßen­be­reich, die Stadt die Geh­we­ge, Park­plät­ze, Bäu­me und die Kana­li­sa­ti­on. Der Stra­ßen­an­teil wur­de ins­ge­samt güns­ti­ger, so Dezem­ber.

Altlasten machen Kanal teurer

Bei der Kana­li­sa­ti­on sind „hohe Alt­las­ten im Boden“ die Ursa­che für  deut­lich höhe­re Kos­ten als geplant. Die Bau­leu­te hät­ten zwar vor­her Boden­pro­ben genom­men, es sei den­noch mehr und stär­ker belas­te­tes Mate­ri­al zum Vor­schein gekom­men. Statt der geplan­ten 900.000 Euro habe die Kana­li­sa­ti­on nun  knapp 1,1 Mil­lio­nen Euro gekos­tet. Ein Teil der Abfuhr­kos­ten für die­ses Mate­ri­al wird dem Stra­ßen­an­teil des Lan­des zuge­rech­net, sodass auch das Land hier Mehr­kos­ten zu ver­kraf­ten hat.  Ins­ge­samt aber „konn­te die Stra­ßen­bau­maß­nah­me inner­halb des geplan­ten Kos­ten­rah­mens durch­ge­führt wer­den“, so Dezem­ber.

Die Sanie­rung der Schil­ler­stra­ße erfolg­te in den Jah­ren 2015 / 2016  zusam­men mit der Stra­ßen­bau­ver­wal­tung. Die Bau­fir­ma hat die Arbei­ten vor­zei­tig im Som­mer 2016 abge­schlos­sen Die Stadt hat die Bau­lei­tung über­nom­men und wird dafür vom Land mit etwa 55.000 Euro ent­schä­digt. Vom Land gibt es noch einen Zuschuss aus Mit­teln aus dem LGVFG-Pro­gramm zum städ­ti­schen Anteil. Dafür ste­he die end­gül­ti­ge Abrech­nung noch aus, so Dezem­ber.

Straffe Hand spürbar

Stadt­rat Josef Gün­ter (SPD-Bunt­specht) dank­te für die „straf­fe Hand“, die bei der Bau­maß­nah­me spür­bar gewe­sen sei. Auch die Anlie­ger sei­en gut infor­miert gewe­sen und die Bau­ar­bei­ten trans­pa­rent und fried­lich ver­lau­fen. Gün­ter lob­te auch die Vor­aus­be­rech­nung durch die Ver­wal­tung.

Jür­gen Kaupp CDU schloss sich dem Lob an und woll­te wis­sen, wie hoch der Lan­des­zu­schuss wohl aus­fal­len wer­de. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog sprach von kom­pli­zier­ten Berech­nun­gen, was anre­chen­bar und was nicht sei. Er schätz­te, dass am Ende der Aus­bau die Stadt etwa eine Mil­li­on Euro kos­ten wer­de.