Die höheren Gebühren für das Schlachthaus in Waldmössingen bringen grade mal 970 Euro. Foto: him

 

SCHRAMBERG  (him) – Nach  einer zwei­ten Run­de in Ort­schafts­rat und Ver­wal­tungs­aus­schuss (VA) könn­te es nun einen Kom­pro­miss in Sachen Schlacht­haus­ge­büh­ren geben.

Der Wald­mös­sin­ger 0rtschaftsrat hat­te mit deut­li­cher Mehr­heit eine Erhö­hung um 15 Pro­zent ab 1. Janu­ar 2018 ange­bo­ten. Danach aber soll­ten die Gebüh­ren für fünf Jah­re nicht mehr erhöht wer­den, wie Orts­vor­ste­he­rin Clau­dia Schmid im VA berich­te­te. Das sei auch nicht als Trotz­re­ak­ti­on zu ver­ste­hen, so Schmid, son­dern beru­he auf ernst zu neh­men­den Sach­ar­gu­men­ten.

Schnell einig war sich der Aus­schuss, die 15 Pro­zent als „gang­ba­ren Weg“ zu akzep­tie­ren, fand Stadt­rat Jür­gen Win­ter, CDU. Ins­ge­samt sei das ein ganz nor­ma­ler demo­kra­ti­scher Vor­gang auf der Suche nach einer Lösung gewe­sen.- „Das biss­le Brim­bo­ri­um“ sei gut für die Zei­tun­gen gewe­sen.

Udo Neu­deck, Spre­cher der Frei­en Lis­te, blieb dabei, das Null­an­ge­bot aus Wald­mös­sin­gen sei eine Trotz­re­ak­ti­on gewe­sen: „Jetzt pro­ben sie den Auf­stand.“ Bei den 15 Pro­zent kön­ne er mit­ge­hen. Im Rah­men einer Kon­so­li­die­rung aber nicht an die Gebüh­ren zu gehen sei unmög­lich. Mir­ko Wit­kow­ski (SPD-Bunt­specht) erin­ner­te dar­an, dass eigent­lich die Kos­ten­de­ckung erreicht wer­den müs­se. Ande­rer­seits sol­le das Schlacht­haus attrak­tiv blei­ben. Auch er sprach sich für die 15-Pro­zent-Erhö­hung aus, woll­te „die Zeit­schie­ne“ aber offen las­sen.

Keine Festschreibung bis 2023

Käm­me­rer Rudi Huber warn­te davor, die Gebüh­ren auf fünf Jah­re fest­zu­schrei­ben. Bernd Rich­ter (ÖDP) nann­te die 15 Pro­zent die “unte­re Schmerz­gren­ze“ und riet, bei künf­ti­gen Gebüh­ren­er­hö­hun­gen nicht mehr so lan­ge zu war­ten. Uli Bauknecht (CDU) sah es ähn­lich: Eine Gerech­tig­keits­de­bat­te wäre bei kon­ti­nu­ier­li­chen Erhö­hun­gen ver­meid­bar.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog schlug denn auch vor, dem Gemein­de­rat die Erhö­hung um 15 Pro­zent zum 1. Janu­ar zu emp­feh­len. Aller­dings soll­te dies nur bis zum Jahr 2020 fest­ge­schrie­ben wer­den. Mit gro­ßer Mehr­heit nahm der Aus­schuss den Vor­schlag an.