Schlüsselrückgabe: Herzog dankt für „tolle Fasnet”

Werbung für die Stadt und die landesgartenschaubewerbung

Am Ende alle wieder froh: Die Elferräte mit Oberbürgermeister Thomas HerzogFoto: him

Alles Heu­len half nichts. Am Mitt­woch um elfe hieß es für den Elfer­rat bei Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog antre­ten und den Rat­haus­schlüs­sel zurück­ge­ben. „Wir haben aber den Schlüs­sel nach­ma­che las­se“, ver­riet einer der Elfer­rä­te.

Zunft­meis­ter Micha­el Mel­vin berich­te­te „bei Kai­ser­wet­ter“ gebe er den Schlüs­sel zurück. Er habe erfah­ren, dass die Poli­zei berich­tet habe, bis auf vier Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te sei die Fas­net fried­lich und unfall­frei ver­lau­fen.

Die Bäl­le, Umzü­ge und die Bach-na-Fahrt sei­en geprägt gewe­sen von der Lan­des­gar­ten­schau­be­wer­bung. „Über­all hat der Idee Sym­pa­thie ent­ge­gen­ge­schla­gen“, ver­si­cher­te der Zunft­meis­ter.

Sei­ne Elfer, vie­le Hel­fer und er hät­ten „alles für eine schö­ne Fas­net gege­ben“. Es habe wie­der eine „gigan­ti­sche Kanal­fahrt“ gege­ben, der Bach-na-Fah­rer-Ball sei mit neu­em Kon­zept in der Sze­ne 64 imple­men­tiert („Was heißt deees?“) wor­den. 

Ihn freue auch dass die Umland­ge­mein­den und Stadt­tei­le beim Umzug im Tal dabei sei­en. „Es wäre auch für die Poli­tik wün­schens­wert, wenn der Fut­ter­neid auf­hö­ren wür­de.“  Mel­vin nann­te die Stich­wör­ter Schlacht­haus­ge­büh­ren und Schwimm­bad. Viel bes­ser wäre doch, wenn alle an einem Strang zögen. Er dank­te der Stadt­ver­wal­tung, dem Gemein­de­rat und ins­be­son­de­re den Bau­hof­leu­ten: „Ohne die könn­ten wir das alles gar nicht machen.“

Für die Zunft sei der Kin­der­ball am Diens­tag sehr schön gewe­sen. Auch dass es Elfer Tob­se Dold gelun­gen sei, die Ber­neck­schu­le zur Umzugs­teil­nah­me zu moti­vie­ren, hob er her­vor: „200 Kin­der waren mit dem Pira­ten­schiff dabei.“

Da die Zahl der Gast­wirt­schaf­ten abneh­me, könn­te er sich für die Zukunft vor­stel­len, dass eini­ge Bür­ger wäh­rend der Fas­net Besen­wirt­schaf­ten auf­ma­chen. Schließ­lich gab es noch ein Eigen­lob für die Elfer: „Wir sind mul­ti­tas­king­fä­hig“, ver­si­cher­te Mel­vin: „Mir kön­net drei Sache gleich­zei­tig ver­ges­se.“

Beste Werbung für die Stadt…

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, wie­der in Amt und Wür­den, lob­te sei­ner­seits die Nar­ren­zünf­te: „In der gan­zen Stadt gab es wie­der eine tol­le Fas­net.“ Trotz der Wet­ter­ka­prio­len sei die dies­jäh­ri­ge Da-Bach-na-Fahrt wie­der eine groß­ar­ti­ge Wer­bung für die Stadt gewe­sen. „Im Fern­se­hen in einem Zug mit Köln, Düs­sel­dorf und Mainz genannt zu wer­den….“

Die knapp  80.000 Euro, die Schram­berg etwa über Bau­hof­leis­tun­gen bei­tra­ge, sei­en bes­tens inves­tiert. Auch die Ehren­gäs­te sei­en wie­der voll des Lobs über die abwechs­lungs­rei­che Bach-na-Fahrt gewe­sen.

Auch Her­zog bedau­er­te die üble Atta­cke auf einen 24-Jäh­ri­gen auf dem Sul­gen. Viel­leicht müs­se man das mit den Freinäch­ten doch noch­mals über­den­ken. Dafür sei es ber sonst fried­lich geblie­ben.

…und für die Landesgartenschau

Die Umzü­ge und die Zuber sei­en auch für die Lan­des­gar­ten­schau­be­wer­bung eine „gro­ße Wer­be­ak­ti­on“ gewe­sen. Er ver­ste­he nicht, wes­halb die „Stutt­gar­ter Zei­tung“ geschrie­ben habe, die Bewer­bung sei in Schram­berg umstrit­ten. „Ich habe das bis­her ganz anders wahr­ge­nom­men.“

Zusam­men mit Pres­se­spre­che­rin Susan­ne Gorgs-Mager ernann­te Her­zog die Elfer schließ­lich zu Son­der­bot­schaf­tern für die Lan­des­gar­ten­schau und häng­te ihnen rie­sen­gro­ße Orden mit dem leicht vari­ier­ten Motiv um den Hals. Und weil Valen­tins­tag ist über­reich­te er noch jedem Elfer eine Tul­pe und bus­sel­te ihn ab. Zunft­meis­ter Mel­vin erwi­der­te die Ehrung mit einem „Auf den OB ein drei­fa­ches Gar­ten – Schau!“

Beim Schluss­bild vor dem Rat­haus waren dann die Trä­nen ver­ges­sen, und OB und Elfer sich einig: „Auch 2019 goht’s dage­ge.“