SCHRAMBERG (him) – Für das Neu­bau­ge­biet Scho­ren hat die Stadt für den zwei­ten und drit­ten Bau­ab­schnitt nun die Aus­schrei­bung abge­schlos­sen, der Gemein­de­rat hat die Arbei­ten zu einem Gesamt­preis von etwa 3,3 Mil­lio­nen Euro ver­ge­ben. Die Bekannt­ga­be des Aus­schrei­bungs­er­geb­nis­ses war eine der letz­ten Amts­hand­lun­gen von Abtei­lungs­lei­ter Klaus Dezem­ber.


Nach­dem es der Stadt gelun­gen war, das Feld­ler­chen­pro­blem durch den Erwerb eines Aus­weich­grund­stücks zu lösen, habe man end­lich aus­schrei­ben kön­nen, so Dezem­ber. Die drei Ange­bo­te hät­ten sehr nah bei­ein­an­der gele­gen. Die Firm, die schließ­lich den Zuschlag erhielt habe eine Neben­an­ge­bot mit gut 200.000 Euro Ein­spa­rung gemacht, wenn sie einen Pau­schal­preis berech­nen kön­ne.  Bei den Ange­bo­ten lagen die Prie­se teil­wei­se deut­lich über den Haus­halts­an­sät­zen: „Wir waren da recht vor­sich­tig“, begrün­de­te Dezem­ber die Dif­fe­renz. Die Bau­fir­ma wer­de schon Ende Juli mit der Erschlie­ßung begin­nen.  „Es besteht die Chan­ce, dass sie auch schon frü­her in 2020 fer­tig sein wird“, so Dezem­ber. Dann könn­ten mög­li­che Bau­in­ter­es­sen­ten auch frü­her star­ten. Aller­dings sei die Bau­fir­ma nur ver­pflich­ten bis Ende des Jah­res 2020 die Arbei­ten abge­schlos­sen zu haben.  Im Neu­bau­ge­biet Scho­ren wer­den dann  etwa 55 neue Bau­plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen. Der Rat hat der Ver­ga­be ein­stim­mig zuge­stimmt.

Tiefbauamtsleiter Dezember sagt ade

Anschlie­ßend nutz­te Dezem­ber die Gele­gen­heit, sich vom Gemein­de­rat und der Stadt zu ver­ab­schie­den. Er  schei­det Ende Juni aus und wird beim Büro Epp­ler in Dorn­stet­ten als Geschäfts­füh­rer eine neue Auf­ga­be über­neh­men. Er habe sehr gern in Schram­berg gear­bei­tet, und gemein­sam mit sei­nem Team und Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog viel erreicht.  

Als man ihm vom „Tal der Gesetz­lo­sen“ berich­te­te, habe er anfangs nicht ver­stan­den, was die Kol­le­gen mein­ten. Nach sei­ner ers­ten Ort­schafts­rats­sit­zung in Ten­nen­bronn habe er es ver­stan­den, mein­te er unter dem schal­len­den Geläch­ter der Schram­ber­ger Gemein­de­rä­te. Aber auch das habe sich gege­ben, man sei – wie auch in Wald­mös­sin­gen –  „hart aber fair“ mit­ein­an­der umge­gan­gen, um gute Lösun­gen zu fin­den.

Klaus Dezem­ber bei sei­ner Abschieds­re­de im hei­ßen Sit­zungs­saal. Foto: him

Er gehe nicht aus Schram­berg weg, weil es ihm hier nicht gefal­le, son­dern weil das Ange­bot eine  „hoch­in­ter­es­san­te Auf­ga­be“ beinhal­te und des­halb sehr ver­lo­ckend war. ”Außer­dem war es die Mög­lich­keit aus 42 Kilo­me­ter Fahr­weg 800 Meter zu machen.” Am Ende mein­te er selbst­be­wusst: „Für Sie ist es scha­de, dass ich gehe.“ Auch dafür gab‘s Lacher und schließ­lich viel Applaus. Auch OB Her­zog dank­te Dezem­ber für sei­ne Arbeit und fand: „Scha­de, dass Sie gehen.“ Dem schloss sich Tan­ja Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht) an: „Sie haben gute Arbeit hier geleis­tet.“