SCHRAMBERG  (him)  –  Lang­sam füllt sich der ers­te Bau­ab­schnitt im Wohn­bau­ge­biet Scho­ren. Des­halb will die Stadt nun den zwei­ten und drit­ten Bau­ab­schnitt  vor­an­brin­gen. Auf gut 100.000 Qua­drat­me­tern, die bereits der Stadt gehö­ren, sol­len etwa 80 Bau­plät­ze für wei­te­re Woh­nun­gen und Ein­zel­häu­ser ent­ste­hen.

Der ers­te Bau­ab­schnitt füllt sich mehr und mehr.

Der Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik (AUT)  über das vor­ge­leg­te städ­te­bau­li­che Kon­zept dis­ku­tiert. Für den Scho­ren hat­te der Gemein­de­rat im Jahr 2000 vom Tübin­ger Büro Eble ein fort­schritt­li­ches Kon­zept aus­ar­bei­ten las­sen, das sich in den Fol­ge­jah­ren aber in etli­chen Punk­ten als nicht umsetz­bar her­aus­stell­te. Die Auto­frei­heit hat der Rat im Lau­fe der Jah­re genau­so auf­ge­ge­ben wie die Plä­ne, mög­lichst ver­dich­tet mit Reihen‑, Ket­ten- und Dop­pel­häu­sern  das Gebiet zu bebau­en.

Aktuelle Bedürfnisse

Für den zwei­ten und drit­ten Bau­ab­schnitt gehen die Pla­ner von den aktu­el­len Bedürf­nis­sen der Bau­her­ren aus. Pla­ner Nico­las Pol­lich und Jes­si­ca Wai­bel von der Ess­lin­ger Fir­ma Pro­ject haben im Aus­schuss den Ent­wurf erläu­tert. Er sieht vor, dass ent­lang der Hardt­stra­ße eine Rei­he von an Geschoss­wohn­bau­ten ent­ste­hen soll. Die­se sol­len wie ein „bau­li­cher Rie­gel“ für die dahin­ter lie­gen­den Ein­zel­häu­ser wir­ken und „Lärm­schutz bie­ten“, erläu­ter­te Wai­bel.  Weil eine Erwei­te­rung Rich­tung Süden, die „ drei Satel­li­ten“, nicht mehr wei­ter ver­folgt wer­de, sei der ursprüng­lich an der Hardt­stra­ße  vor­ge­se­he­ne Kreis­ver­kehr nicht mehr nötig.

Wir machen kei­ne Vor­ga­be mehr für Rei­hen­häu­ser. Ein­zel- und Dop­pel­häu­ser sol­len mög­lich wer­den“, kün­dig­te Wai­bel an. Aller­dings sol­len Rei­hen­häu­ser auch nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. „Der Ent­wurf lässt Spiel­raum.“

Vor­ge­se­hen sind im Plan­ge­biet meh­re­re öffent­li­che Park­plät­ze, mehr als üblich. Dar­über hin­aus haben alle Grund­stü­cke eige­ne pri­va­te Park­plät­ze. Eine Beson­der­heit ist an der Gren­ze zwi­schen dem ers­ten und den fol­gen­den Bau­ab­schnit­ten geplant: Hier sol­len  nur Müll­fahr­zeu­ge und Schnee­räu­mer durch­kom­men. Für Pri­vat­au­tos möch­ten die Pla­ner das Durch­fah­ren ver­hin­dern, um  kei­nen Durch­gangs­ver­kehr zu pro­vo­zie­ren.

Ob das durch nied­ri­ge Pol­ler, über die die LKWs drü­ber kom­men, die Autos aber nicht, oder her­aus­nehm­ba­re Pfäh­le gesche­hen soll, sei ein  Pro­blem, das spä­ter ange­gan­gen wer­de, so Pol­lich, “da sind wir noch weit ent­fernt.“

Regenwasserentsorgung auf dem Schoren wie gehabt

Wei­ter­hin umstrit­ten blieb die bis­he­ri­ge Lösung, das Regen­was­ser in den Mul­den ver­si­ckern zu las­sen. Ob der zwei­te und der drit­te Bau­ab­schnitt da nicht anders gebaut und geplant wer­den könn­te, woll­te Jür­gen Kaupp (CDU) wis­sen. Tief­bau­amts­lei­ter Klaus Dezem­ber ver­si­cher­te, man habe das geprüft, es sei aber  anders nicht mög­lich. „Wir kom­men wegen der Höhen­ver­hält­nis­se nicht weg von dem Sys­tem.“ So wird nun das Ober­flä­chen­was­ser in die bestehen­den Ver­si­cke­rungs­mul­den gelei­tet. Die Pro­ble­me beim Win­ter­dienst wer­de man aber durch etwa 20 Zen­ti­me­ter brei­te­re Stra­ßen  lösen. „Dann  kann der Schnee­pflug ordent­lich fah­ren”, so Dezem­ber.

Statt Kreisel Querungshilfe

Auf Nach­fra­ge aus dem Gre­mi­um, ob ein Kreis­ver­kehr an der Hardt­stra­ße  nicht doch sinn­voll sein könn­te, um den Ver­kehr am Orts­ein­gang abzu­brem­sen, mein­te Pla­ne­rin Wai­bel, ein Kreis­ver­kehr sei „auch finan­zi­ell eine Num­mer”. Güns­ti­ger und ähn­lich effek­tiv wäre eine Mit­tel­in­sel die auch als „Que­rungs­hil­fe“ den Fuß­gän­gern hilft.

Josef Gün­ther (SPD-Bunt­specht) und Ralf Rück­ert (Freie Lis­te) fan­den die geplan­te Lage eines mög­li­chen Kin­der­gar­tens ver­kehrs­tech­nisch unge­schickt. Da die­ser aber im ers­ten Bau­ab­schnitt vor­ge­se­hen ist und „aktu­ell kein The­ma“ sei, so Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, ent­fiel eine wei­te­re Dis­kus­si­on. Schließ­lich emp­fahl der Aus­schuss ein­stim­mig dem Gemein­de­rat, den städ­te­bau­li­chen Ent­wurf zu bil­li­gen und dar­aus einen Bebau­ungs­plan zu ent­wi­ckeln.

Wer­be­ta­fel für den Scho­ren.