An diesem Eck am Übergang in die offene Landschaft ist der Spielplatz geplant. Foto: him

SCHRAMBERG –  Eigent­lich hat­te die Stadt geplant, einen Spiel­platz im Neu­bau­ge­biet Scho­ren Süd auf dem Sul­gen zusam­men mit dem zwei­ten Bau­ab­schnitt anzu­le­gen. Laut Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, „erfreut sich das Gebiet gro­ßer Beliebt­heit“ und ist nahe­zu voll belegt. Weil für eine Feld­ler­che noch kein Aus­weich­quar­tier  bereit steht, lässt der zwei­te Bau­ab­schnitt aber wei­ter auf sich war­ten. Des­halb sol­le jetzt der Spiel­platz vor­an­ge­bracht wer­den.

Im Bebau­ungs­plan ist der Spiel­platz an der west­li­chen Ecke des ers­ten Bau­ab­schnitts aus­ge­wie­sen. Auf Antrag der CDU-Frak­ti­on gab es im ver­gan­ge­nen Jahr bereits Pla­nungs­mit­tel für die Vor­pla­nung durch das Büro „frei raum“. Tief­bau-Lei­ter Klaus Dezem­ber berich­te­te, dass für den Bau des Spiel­plat­zes 250.000 Euro vor­ge­se­hen sei­en. Ein­zel­ne Ele­men­te soll­ten zusam­men mit dem JuK­S³, Kin­dern und Eltern in der Bau­pha­se umge­setzt wer­den.

Naturnahe Spielelandschaft

So soll der neue Spiel­platz im Neu­bau­ge­biet Scho­ren eines Tages aus­se­hen. Plan: büro frei raum

Land­schafts­pla­ne­rin Annet­te Sinz-Beer­ste­cher hat­te mit ihrem Büro und der Ver­wal­tung das Kon­zept einer natur­na­hen Spie­le­land­schaft entwickelt.“Die Beson­der­heit liegt in der Lage: weg vom Ver­kehr am Über­gang in die Land­schaft.“ Der Spiel­platz wer­de des­halb nicht ein­ge­zäunt und sol­le krea­ti­ve Spiel­wei­sen för­dern. Der Platz mit 2150 Qua­drat­me­tern Flä­che glie­de­re sich flie­ßend in die vor­han­de­ne Struk­tur des Grün­zu­ges mit offe­nen, baum­über­stell­ten Räu­men ein.  

Wich­ti­ges Ele­ment sei dabei, ein bereits vor­han­de­ner klei­ner Bach­lauf. Mit Kies, Sand­flä­chen und Find­lin­gen soll eine Wie­sen­la­gu­ne für das Spie­len am Was­ser ent­ste­hen. Hin­zu kom­men ein offe­ner Wie­sen­be­reich mit einer „Köni­gin­nen­schau­kel“ und schließ­lich eine wel­lig model­lier­te Land­schaft, „die zum frei­en Spie­len und Ent­de­cken ein­lädt“, so Sinz-Beer­ste­cher.

OB Her­zog lob­te, neue Platz sei „mal was ande­res als der klas­si­sche Spiel­platz“. Dass es dort auch dre­cki­ge Hosen und schmut­zi­ge Schu­he geben kön­ne, so die Pla­ne­rin, sei gewollt. Stadt­rä­tin Ger­trud Nöh­re (SPD/Buntspecht) fand den Ent­wurf sehr gelun­gen und bat, das JUKS³ in den wei­te­ren Pro­zess ein­zu­bin­den.

Der Aus­schuss bil­lig­te den Ent­wurf ein­stim­mig sodass der Spiel­platz in die­sem Som­mer gebaut wer­den kann.