Schramberg: Bauplätze schaffen – aber wie?

Lagebericht im Gemeinderat

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Demnächst schreibt die Stadt einen Investorenwettbewerb für das Gebiet Sonnenberg-Planie aus. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG  –  Es gibt zu weni­ge Bau­plät­ze in Schram­berg – und gleich­zei­tig vie­le brach­lie­gen­de Flä­chen. Auf unter­schied­li­chen Wegen möch­te die Stadt Bau­mög­lich­kei­ten  schaf­fen. Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager nann­te meh­re­re Mög­lich­kei­ten: die Innen­ent­wick­lung, Sanie­rungs­ge­bie­te, neue Bebau­ungs­plä­ne und die soge­nann­ten Para­graf 13b-Ver­fah­ren.

Bei der Innen­ent­wick­lung nann­te Mager als Bei­spiel die geplan­te Bebau­ung der ehe­ma­li­gen Ten­nis­plät­ze am Son­nen­berg, das Kro­neare­al oder „in die Zukunft gedacht, den alten Hal­len­stand­ort in Ten­nen­bronn“.

Das Kro­neare­al in Ten­nen­bronn. Archiv-Foto: him

Bei den Sanie­rungs­ge­bie­ten erwähn­te er den „Bühle­park“ mit dem ehe­ma­li­gen Kran­ken­haus. Bei den „13b-Gebie­ten“ stün­den ganz aktu­ell Berg­a­cker IV in Ten­nen­bronn und die Keh­len­stra­ße in Wald­mös­sin­gen an. Ein „Wit­tum Wohn­park“ an der Maria­zel­ler Stra­ße wäre ein wei­te­res neu­es 13b- Gebiet. Ein neu­er Bebau­ungs­plan besteht bereits in Hei­li­gen­bronn im Gewann Haus­tei­le.

Haus­tei­le in Hei­li­gen­bronn. Archiv-Foto: him

Zu den  ein­zel­nen Pro­jek­ten leg­te Mager dar, dass die Per­so­nal­ka­pa­zi­tä­ten begrenzt sei­en. „Die Stadt­pla­nung muss schau­en, dass die Bag­ger rol­len“, so Mager, aber alles gleich­zei­tig gehe  nicht. Beim Pro­jekt Son­nen­berg-Pla­nie wer­de die Ver­wal­tung noch vor der Som­mer­pau­se wegen des Inves­to­ren­aus­wahl­wett­be­werbs in den Rat kom­men. „Wir haben schon Inter­es­sen­be­kun­dun­gen von Fir­men aus Schram­berg und außer­halb“, ver­riet er.

Im Sanie­rungs­ge­biet Sängerstraße/Am Bres­ten­berg wer­de es im Herbst eine Vor­in­for­ma­ti­on für die Anwoh­ner geben und in den Jah­ren 20/21 soll die Umset­zung begin­nen. Beim ehe­ma­li­gen Kran­ken­haus sei ein Boden­gut­ach­ten in Arbeit: „Es ist wich­tig zu wis­sen, was bewir­ken die geplan­ten Rück­bau­ten etwa des Behand­lungs­trak­tes.“ Anschlie­ßend gehe es um ein städ­te­bau­li­ches Kon­zept, einen Bebau­ungs­plan und die Ver­mark­tung: „Das ist ein tol­les Gebiet für die Innen­ent­wick­lung“, so Mager.

Zu den „13b-Gebie­ten” erklär­te er, alles hän­ge von der Grund­stücks­ver­füg­bar­keit ab. Beim Berg­a­cker sei das abge­schlos­sen, „in der Keh­len­stra­ße sind wir mit­ten in den Grund­stücks­ver­hand­lun­gen“.

Noch Wie­sen und Fel­der: Das 13b-Gebiet Keh­len­stra­ße. Foto: him

Wei­ter gekom­men ist die Stadt beim zwei­ten und drit­ten Bau­ab­schnitt Scho­ren: „Im Juni brin­gen wir einen Ver­ga­be­vor­schlag für die Erschlie­ßung.“

CDU-Frak­ti­ons­spre­cher Cle­mens Mau­rer wünsch­te sich kon­kre­te Anga­ben, bis wann wel­che Flä­chen bau­reif sein sol­len. Das sei oft schwer zu sagen, ent­geg­ne­te Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, weil dies von der Flä­chen­ver­füg­bar­keit, sprich den Kauf­ver­hand­lun­gen abhän­ge. Ute Graf (SPD/Buntspecht) staun­te über die vor­han­de­nen Poten­zia­le und mahn­te, die Ver­wal­tung nicht zu über­for­dern: „Es gibt nur eine begrenz­te Zeit, und irgend­wann ist auch mal gut.“

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