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Freitag, 25. September 2020

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Schramberg: Bauplätze schaffen – aber wie?

Lagebericht im Gemeinderat

SCHRAMBERG  –  Es gibt zu wenige Bauplätze in Schramberg – und gleichzeitig viele brachliegende Flächen. Auf unterschiedlichen Wegen möchte die Stadt Baumöglichkeiten  schaffen. Fachbereichsleiter Rudolf Mager nannte mehrere Möglichkeiten: die Innenentwicklung, Sanierungsgebiete, neue Bebauungspläne und die sogenannten Paragraf 13b-Verfahren.

Bei der Innenentwicklung nannte Mager als Beispiel die geplante Bebauung der ehemaligen Tennisplätze am Sonnenberg, das Kroneareal oder „in die Zukunft gedacht, den alten Hallenstandort in Tennenbronn“.

Das Kroneareal in Tennenbronn. Archiv-Foto: him

Bei den Sanierungsgebieten erwähnte er den „Bühlepark“ mit dem ehemaligen Krankenhaus. Bei den „13b-Gebieten“ stünden ganz aktuell Bergacker IV in Tennenbronn und die Kehlenstraße in Waldmössingen an. Ein „Wittum Wohnpark“ an der Mariazeller Straße wäre ein weiteres neues 13b- Gebiet. Ein neuer Bebauungsplan besteht bereits in Heiligenbronn im Gewann Hausteile.

Hausteile in Heiligenbronn. Archiv-Foto: him

Zu den  einzelnen Projekten legte Mager dar, dass die Personalkapazitäten begrenzt seien. „Die Stadtplanung muss schauen, dass die Bagger rollen“, so Mager, aber alles gleichzeitig gehe  nicht. Beim Projekt Sonnenberg-Planie werde die Verwaltung noch vor der Sommerpause wegen des Investorenauswahlwettbewerbs in den Rat kommen. „Wir haben schon Interessenbekundungen von Firmen aus Schramberg und außerhalb“, verriet er.

Im Sanierungsgebiet Sängerstraße/Am Brestenberg werde es im Herbst eine Vorinformation für die Anwohner geben und in den Jahren 20/21 soll die Umsetzung beginnen. Beim ehemaligen Krankenhaus sei ein Bodengutachten in Arbeit: „Es ist wichtig zu wissen, was bewirken die geplanten Rückbauten etwa des Behandlungstraktes.“ Anschließend gehe es um ein städtebauliches Konzept, einen Bebauungsplan und die Vermarktung: „Das ist ein tolles Gebiet für die Innenentwicklung“, so Mager.

Zu den „13b-Gebieten“ erklärte er, alles hänge von der Grundstücksverfügbarkeit ab. Beim Bergacker sei das abgeschlossen, „in der Kehlenstraße sind wir mitten in den Grundstücksverhandlungen“.

Noch Wiesen und Felder: Das 13b-Gebiet Kehlenstraße. Foto: him

Weiter gekommen ist die Stadt beim zweiten und dritten Bauabschnitt Schoren: „Im Juni bringen wir einen Vergabevorschlag für die Erschließung.“

CDU-Fraktionssprecher Clemens Maurer wünschte sich konkrete Angaben, bis wann welche Flächen baureif sein sollen. Das sei oft schwer zu sagen, entgegnete Oberbürgermeister Thomas Herzog, weil dies von der Flächenverfügbarkeit, sprich den Kaufverhandlungen abhänge. Ute Graf (SPD/Buntspecht) staunte über die vorhandenen Potenziale und mahnte, die Verwaltung nicht zu überfordern: „Es gibt nur eine begrenzte Zeit, und irgendwann ist auch mal gut.“

 

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