Gleich zwei Berich­te von Schram­ber­ger Kul­tur-Ein­rich­tun­gen hat Susan­ne Gwosch am Don­ners­tag im Ver­wal­tungs­aus­schuss des Gemein­de­rats vor­ge­legt:  Thea­ter­ring und Jugend­kunst­schu­le.

Beim Thea­ter­ring gab es Licht und Schat­ten. Die Klein­kunst­rei­he in der Majo­li­ka war fast immer aus­ver­kauft. Die Thea­ter­auf­füh­run­gen im Bären­saal könn­ten noch deut­lich mehr Besu­cher ver­tra­gen. Im Durch­schnitt haben 238 Besu­cher die sechs Auf­füh­run­gen dort besucht, das waren sie­ben weni­ger als 2016. Im lang­jäh­ri­gen Ver­gleich aller­dings sind die Zah­len noch deut­li­cher zurück­ge­gan­gen.

Am Pro­gramm kön­ne es nicht lie­gen, denn sie erhal­te regel­mä­ßig ein sehr gutes „Feed-back“, so Gwosch. Des­halb wol­le sie am Prin­zip „Klas­se statt Mas­se“ fest­hal­ten.  Beim Kin­der­thea­ter war die „Weih­nachts­auf­füh­rung“ ein Flopp: Gera­de mal 71 Kin­der  waren in der Mär­chen-Vor­stel­lung im Bären­saal. Da die Kos­ten dafür sehr hoch sei­en, über­le­ge sie, statt  einer gro­ßen zwei klei­ne­re Kin­der­thea­ter­auf­füh­run­gen zu bie­ten. Gwosch: „Wir wol­len das Ange­bot für Kin­der auf­recht erhal­ten.”

Ein­nah­men von gut 48.000 Euro stan­den beim Thea­ter­ring Aus­ga­ben in Höhe von 145.000 Euro gegen­über. Ins­ge­samt betrug der Kos­ten­de­ckungs­grad also etwa ein Drit­tel.

Schramberg ist Kult“ 

Gwosch ver­teil­te den Aus­schuss­mit­glie­dern einen Zei­tungs­ar­ti­kel aus Pforz­heim, Unter der Über­schrift „Schram­berg ist Kult“ hat­te eine Jour­na­lis­tin von der Auf­füh­rung „Der Bar­bier von Sevil­la“ durch das Pforz­hei­mer Thea­ter im Bären­saal berich­tet (sie­he unten).

In der Dis­kus­si­on hob Jür­gen Win­ter (CDU)  her­vor, das Ange­bot sol­le wei­ter­hin „höhe­ren Ansprü­chen gerecht wer­den“. Gwosch  müs­se nicht nur auf die puren Zah­len schau­en. Die Stadt sol­le das Ange­bot auf­recht erhal­ten. Ger­trud Nöh­re (SPD-Bunt­specht) sprach von einem „super Ange­bot“, das die Stadt brau­che. Sie und Bernd Rich­ter kri­ti­sier­ten die man­gel­haf­te Bewir­tung in den Pau­sen. Gwosch hofft, dass durch den Betrei­ber­wech­sel im „Bären“ auch die­ses Pro­blem sich lösen las­se.

Jugendkunstschule in Kindergärten und Schulen

Die Jugend­kunst­schu­le habe weit mehr Unter­richts­ein­hei­ten gebo­ten, als eigent­lich ihr Auf­trag sei, berich­te­te Gwosch  gleich im Anschluss. Da  immer mehr Kin­der Ganz­ta­gesan­ge­bo­te der Schu­len nutz­ten, sei es schwie­rig für die Jah­res­kur­se Ter­mi­ne zu fin­den. Die Ganz­tags­an­ge­bo­te sei­en ande­rer­seits ein wich­ti­ges Feld der Jugend­kunst­schu­le. „Sie ist Koope­ra­ti­ons­part­ner von Kin­der­gär­ten und Schu­len.“ Die Dozen­tin­nen ver­mit­tel­ten dort  grund­le­gen­de Kennt­nis­se im Umfang mit Werk­zeu­gen, was die Schu­len oft nicht mehr leis­ten könn­ten.

Arbei­ten mit Ton in der Jugend­kunst­schu­le. Archiv-Foto: him

Auch mit dem JUKS arbei­te die Jugend­kunst­schu­le eng zusam­men und bie­te auch für Flücht­lings­kin­der Ange­bo­te. Ein Feri­en­pro­jekt „Mei­ne lan­ge Rei­se“ zu Beginn der Som­mer­fe­ri­en wer­de von acht Dozen­tin­nen für 80 Kin­der mit und ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund in der ers­ten Som­mer­fe­ri­en­wo­che ange­bo­ten, es wird von der Stif­tung „Kin­der­land“ finan­ziert.

Gefragt, ob denn die Jah­res­kur­se nicht ein­fach auf­ge­ge­ben wer­den soll­ten, wenn die Nach­fra­ge zurück­ge­he, erwi­der­te Gwosch, die Kur­se böten den Dozen­tin­nen mehr Mög­lich­kei­ten, Kin­der und Jugend­li­che indi­vi­du­ell zu för­dern. „Die Arbeit ist dort frei­er als in den Schul­pro­jek­ten.“ 

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog erin­ner­te dar­an, dass die Jugend­kunst­schu­le Krei­sel ein Pro­jekt der inter­kom­mu­na­len Zusam­men­ar­beit sei, das seit Jah­ren sehr gut funk­tio­nie­re. Die Stadt   bezu­schusst die Jugend­kunst­schu­le mit jähr­lich etwa 12.000 Euro. Die Dozen­tin­nen leis­te­ten 1113 Unter­richts­ein­hei­ten bei den Jah­res­kur­sen, bei Mini­schram­berg und bei den Ange­bo­ten in Schu­len und Kin­der­gär­ten.