Schramberg: Neue Konferenzanlage für Ratssitzungen

Schramberg: Neue Konferenzanlage für Ratssitzungen

Seit Jahren kämpfen die Ratsmitglieder und die Verwaltung mit der Tontechnik im Sitzungssaal des Rathauses. Coronabedingt tagen die Ausschüsse und der Gesamtgemeinderat seit Monaten im Bärensaal. Hier gibt es zwar eine neue Tontechnik. Aber damit die Rätinnen und Räte für alle verstehbar sprechen können, müssen Verwaltungsmitarbeiter ihnen jeweils ein frisch desinfiziertes Funkmikrofon bringen.

Als Provisorium machbar, auf Dauer mehr als lästig. Aus dem Gremium kam daher der Vorschlag, ob man nicht eine mobile Tonanlage mit einem Mikrofon für jedes Ratsmitglied beschaffen könnte.

Die Verwaltung hat nun einen Lösungsvorschlag. Mit einer „mobilen Konferenzanlage“ ließe sich das Problem sowohl im Bärensaal als auch im angestammten Sitzungssaal lösen. Kaufpreis knapp 60.000 Euro. Ursprünglich hatte die Verwaltung die Sanierung  und elektronische Neuausstattung des Sitzungssaales für etwa eine viertel Million Euro im Haushalt 2021 vorgesehen. Der Rat hatte dies aber mit Blick auf die Kosten zunächst abgelehnt.

In einer Vorlage für den Verwaltungsausschuss schreibt Fachbereichsleiter Uwe Weisser: „Die Audiotechnik im Großen Sitzungssaal des Rathauses ist technisch überholt und kann nicht länger betrieben werden.“ Die Tonqualität sei schlecht, eine Aussteuerung kaum mehr möglich und Ersatzteile für Mikrophone seien schwer zu bekommen.

Mobile Konferenzanlage mit 35 Sprechstellen

Der Aufwand im Bärensaal mit den Funkmikrofonen sei „recht hoch und umständlich“. Die Verwaltung schlage deshalb vor kurzfristig eine mobile Konferenzanlage zu beschaffen. Sie habe insgesamt 35 Sprechstellen und sei funkgesteuert.

Konferenzanlage für Gemeinderat. Foto: Vorlage

Man könne sie flexibel in unterschiedlichen  Räumen oder Hallen und bei den verschiedensten  Anlässen nahezu  uneingeschränkt einsetzen, so Weisser. Die neue Anlage soll vorwiegend im Großen Sitzungssaal des Rathauses verwendet werden. Die vorhandene Anlage samt Verkabelung will die Verwaltung abbauen lassen.

Die Verwaltung habe drei unterschiedliche Angebote eingeholt. Die von der Verwaltung favorisierte Anlage der Firma Shure verfüge über eine Meldefunktion mit automatisierter Redeliste sowie über ein Abstimmungs-Tool. Außerdem sei das Laden der einzelnen Stationen durch Herausnahme der Akkus oder den Betrieb via Netzteil weniger aufwändig.

Weil im Haushaltsplan 2021 keine Mittel für die Anschaffung einer Anlage enthalten, seien, beantrage die Verwaltung für diese Investition 58.905 Euro. Der Verwaltungsausschuss wird am kommenden Donnerstag über den Kauf beraten und beschließen.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 10. April 2021 von Martin Himmelheber (him). Erschienen unter https://www.nrwz.de/schramberg/schramberg-neue-konferenzanlage-fuer-ratssitzungen/304530