Die Digitalisierung erfasse inzwischen alle Lebensbereiche, so Fachbereichsleiter Uwe Weisser im Verwaltungsausschuss des Schram,berger Gemeinderats. Er erläuterte, welche Bedeutung die Digitalisierung für die Stadtverwaltung inzwischen habe, bevor Abteilungsleiter Gerhard Hettich die elektronische Rechnungslegung vorstellte (wir haben berichtet). 

Laut Bertelsmann-Studie nutzten etwa 80 Prozent der Bevölkerung in den entwickelten Ländern der OECD das Internet, bei den jüngeren Menschen zwischen 16 und 24 Jahren sogar 95 Prozent. Die Digitalisierung biete  viele Chancen, so Weisser: „Demokratie wird transparenter, politische Beteiligung leichter.“ Die Wirtschaft könne produktiver werden, und Beruf und Familie ließen sich leichter unter einen Hut bringen.

„Brauchen uns nicht zu verstecken“ Fachbereichsleiter Uwe Weisser zu Smart City-Angeboten in Schramberg. Foto: him

Für die staatliche und kommunale Verwaltung gelte, dass die digitalen Angebote „nutzerfreundlich, serviceorientiert, vertraulich und sicher“ sein müssten. Sie müssten dem Bürger einen Mehrwert im Vergleich zum Gang ins Rathaus bieten. Weisser wies aber auch darauf hin, die Dauer eines Verfahrens ändere sich nicht in jedem Fall, „nur weil der Antrag digital gestellt wurde“.

In Baden-Württemberg sei das „e-Government-Gesetz“ die Grundlage für rechtssicheres Handeln bei Verwaltungsleistungen. Die dazu gehörige Plattform Service-BW solle die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen für Unternehmen und Bürger bereitstellen: Allerdings dauere es ihm zu lange, denn erst 2022 soll dieses Ziel erreicht sein.

Schon jetzt fast 70 Formulare online

In Schramberg, so Weisser, habe die digitale Welt schon vor vielen Jahren Einzug gehalten. Viele Serviceleistungen habe die Verwaltung automatisiert und damit effizienter gemacht.

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Er erinnerte daran, dass es seit langem ein stadteigenes Glasfasernetz zwischen den städtischen Einrichtungen, den Schulen und Kindergärten gebe. Das kostenlose WLAN beim Schramberger Rathaus und bei den Ortsverwaltungen in Tennenbronn und Waldmössingen seien weitere Beispiele. Schon seit 2006 werden die Rathaus-Akten mit einem Dokumentenmanagementsystem elektronisch geführt. Die Homepage der Stadt sei hochaktuell. Auf Facebook sei die Stadt präsent, “Instagram wird gerade aufgebaut.“

Schon heutzutage können die Bürgerinnen und Bürger fast 70 Formulare über die Homepage der Stadt Schramberg abrufen und online ausfüllen.

Er erinnerte an die Online-Ausleihe bei der Mediathek, den Auskunftsservice zum Reisepass oder Personalausweis abholen, das bargeldlose Parken mit der sunhill-app oder das Online-Bestellen des Mensa-Essens im Gymnasium. Weissers Fazit: „Beim Stichwort smart-City brauchen wir uns nicht verstecken.“  

Info: Unter Smart City versteht man – nach Wikipedia – gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, umweltfreundlicher und sozialer gestalten. Dazu gehören technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen.