Auf einer Weihnachtsfeier am Schramberger Gymnasium stellt die Eine-Welt-AG eines ihrer Förderprojekte vor. Foto: AG

SCHRAMBERG (him) – Die Eine Welt-AG des Gymnasiums Schramberg ist im Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2017. Noch bis zum 20. Oktober kann man für die Schramberger abstimmen. Siehe unten.

Im vorigen Jahr hatte die Eine Welt-AG den MachMit-Award gewonnen. Damit war sie automatisch für den Engagementpreis nominiert.

Die Eine Welt-AG entstand 2012 als Bolivien-AG. Zunächst hat sich die AG bemüht, Geld für ehemalige Mitschülerinnen und -schüler zu sammeln, die ein Freiwilliges soziales Jahr im Bolivien verbrachten.

Geld für FSJlerinnen

Später kamen Peru, aber auch afrikanische Länder oder Indonesien hinzu, und so wandelte sich die Bolivien-AG zur eine-Welt-AG, wie AG-Betreuer Stefan Oelgeschläger erzählt. „Das ist wie eine Art Generationenvertrag. Die künftigen FJSlerinnen arbeiten in der AG mit und werden dann von uns unterstützt.“ Meistens seien es drei oder vier Abiturientinnen, die nach dem Abi ein solches Jahr in einem Entwicklungsland verbringen.

Mit besonderen Aktionen erwirtschaften die AG-Mitglieder das Geld, „um den FSJlern bei der Verwirklichung ihrer Projekte am jeweiligen Einsatzort ein Stück weit unter die Arme zu greifen“, erläutert Thalia Fehrenbacher von der AG.

Was mit dem Geld – so etwa 500 Euro je Projekt – geschieht, können die Freiwilligen selbst bestimmen. „Manche haben schon Räume renoviert“, erzählt Oelgeschläger, „eine Freiwillige hat Medikamente gekauft, eine andere Minikredite finanziert.“

Im Gegenzug berichten die FSJler, was sie in ihren Projekten erleben, wie die Situation in ihrem Gastland ist. Daraus, so Oelgeschläger, entstehen kleine Plakatausstellungen, um die anderen Schüler zu informieren.

FSJler informieren die AG über ihren Auslandsaufenthalt. Foto: AG

Die AG hat im Laufe der Jahre ihr Aufgabenfeld erweitert. Zusätzlich zur Begleitung und Unterstützung der FSJler machten sie sich noch Gedanken darum, „wie jeder einzelne etwas dazu beitragen kann, um die Welt ein wenig zu verbessern“ so Thalia Fehrenbacher. Sollte der Publikumspreis von 10.000 Euro an die Schramberger AG gehen, würde das Preisgeld für die Arbeit der AG, vor allem für die Unterstützung der Projekte „unserer“ FSJler im Ausland verwenden werden.

Hier geht’s zum Voting

Aber noch fehlt es an ausreichend Stimmen:
Für die Eine Welt-AG kann man unter https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/suchwort/Schramberg/bundesland/bw/ 
 stimmen.

Beim Hauptpreis ist die Konkurrenz sehr stark. Eine gute Chance hat die AG aber auf einen der ersten 50 Plätze. Am 9. Oktober lag die AG auf Rang 53. Die ersten 50 gewinnen die Teilnahme an einer kostenfreien Weiterbildung in Berlin.

Info:

Der Deutsche Engagementpreis stärkt die Anerkennung von freiwilligem Engagement und würdigt den Einsatz für eine lebenswerte Gesellschaft. Für den Dachpreis können ausschließlich die Preisträgerinnen und Preisträger anderer Engagementpreise nominiert werden. Vorgeschlagen wurden die insgesamt 685 Nominierten von 232 Ausrichtern von Preisen für bürgerschaftliches Engagement.