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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Schram­berg Schul­cam­pus: Stand­ort Tal – Schul­ver­bund bleibt

Schulcampus: Standort Tal – Schulverbund bleibt

Fünf Gegen­stim­men

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SCHRAMBERG (him) –Mit einem Kom­pro­miss endet die lan­ge Aus­ein­an­der­set­zung um die Schram­ber­ger Schul­land­schaft. Die drei Frak­tio­nen im Gemein­de­rat hat­ten sich in den ver­gan­ge­nen Wochen auf einen gemein­sa­men Antrag geei­nigt.

Dem­nach soll der bis­he­ri­ge Schul­ver­bund aus Real­schu­le und Gemein­schafts­schu­le, die Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le erhal­ten blei­ben. Sie soll an einem Stand­ort im Tal zusam­men­ge­legt wer­den. Die Stadt­ver­wal­tung hat den Auf­trag, zu unter­su­chen, wel­cher Stand­ort bes­ser geeig­net ist: Schil­ler­stra­ße oder Graf-von-Bis­­sin­gen-Stra­­ße.

Tho­mas Brant­ner (CDU) stell­te den Antrag vor. Er sprach von einer „schwie­ri­gen Ent­schei­dung“, die für vie­le Jah­re von Bedeu­tung sein wer­de.  Eine Arbeits­grup­pe aus den drei Frak­tio­nen CDU, SPD-Bun­t­­specht und Freie Lis­te habe schließ­lich eine gute Lösung gefun­den. Er hof­fe auf brei­te Zustim­mung.

Gegen den Antrag sprach für die bei­den ÖDP­ler  Bernd Rich­ter. Es sei „die abso­lut fal­sche Ent­schei­dung“, die Schu­len im Tal zu belas­sen. Er ken­ne kein Argu­ment, was für die Tal­stadt spre­che. Auch Ger­trud Nöh­re (SPD-Bun­t­­specht) sprach von einer Fehl­ent­schei­dung. Die Koope­ra­ti­on mit den beruf­li­chen Schu­len, die Sport­stät­ten, die Erreich­bar­keit, alles sprä­che für den Sul­gen. Emil Rode (Freie Lis­te) sah es ähn­lich, auch er sei nicht glück­lich. Alle Arbeits­grup­pen und Exper­ten hät­ten für den Sul­gen votiert.

Tan­ja Wit­kow­ski , Frak­ti­ons­spre­che­rin von SPD-Bun­t­­specht, sprach von einem Kom­pro­miss. Für bei­de Stand­or­te gäbe es gute Argu­men­te. Ihre Frak­ti­on sei zwar nach wie vor der Mei­nung, der Sul­gen sei der rich­ti­ge­re Stand­ort. Aber der Erhalt des Schul­ver­bunds sei ihrer Frak­ti­on am wich­tigs­ten gewe­sen.

Ober­bür­ger­­meis­­ter-Stel­l­­ver­­­tre­­ter Jür­gen Win­ter, der den erkrank­ten OB als Vor­sit­zen­der ver­trat, lob­te das „Rin­gen um die rich­ti­ge Ent­schei­dung“. Die Argu­men­te der Geg­ner sei­nen „aller Ehren wert. Aber wir müs­sen zu einem Beschluss kom­men.“ Bei fünf Gegen­stim­men (ÖDP, Nöh­re, Rode, Jür­gen Reu­ter) beschloss der Rat den gemein­sa­men Antrag. Dafür gab es schließ­lich ver­hal­te­nen Bei­fall der zahl­reich erschie­nen Lehr­kräf­te der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le.

 

Hier der Antrag im Wortlaut

„Der bestehen­de Schul­ver­bund aus Real­schu­le und Gemein­schafts­schu­le wird erhal­ten und an einem Stand­ort zusam­men­ge­führt. Die Werk­re­al­schu­le Sul­gen bleibt erhal­ten.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die Stand­or­te Graf-von-Bis­­sin­gen-Stra­­ße und Schil­ler­stra­ße unter fol­gen Gesichts­punk­ten zur Unter­brin­gung des Schul­ver­bunds zu prü­fen:

 

  1. Stand­ort Graf-von-Bis­­sin­gen-Stra­­ße
    Ein­be­zie­hung fol­gen­der Grund­stü­cke und Immo­bi­li­en
  • Gebäu­de der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le
  • Gebäu­de der Peter-Mey­­er-Schu­­le
  • Men­sa­ge­bäu­de der EJS
  • Grund­stück Schaub
  • An das Schul­ge­län­de angren­zen­de Grund­stü­cke
  • Ein­be­zie­hung Lichtspielhaus/ Umge­stal­tung Ebertplatz (Para­dies­platz)
  • Juks-Gebäu­­de
  • Karl-Diehl Sport­hal­le
  • Gebäu­de Kin­der­gar­ten Don Bosco
  • Klein­spiel­feld und Pau­sen­ge­län­de PMS/ EJS

 

  1. Stand­ort Schil­ler­stra­ße
    Ein­be­zie­hung fol­gen­der Grund­stü­cke und Immo­bi­li­en
  • Gebäu­de der Erhard-Jun­g­hans-Schu­­le
  • Park­platz Cen­tral­thea­ter
  • Wohn­ge­bäu­de Her­­mann-Haas-Stra­­ße
  • An die ehe­ma­li­gen Post­ga­ra­gen angren­zen­de Grund­stü­cke
  • Park­platz Ber­neck­schu­le und Schwei­zer
  • Gebäu­de Ber­neck­str. 19, 21, 25

 

  1. Syn­er­gie­ef­fek­te:
  • Städ­te­pla­ne­ri­sche Aspek­te
  • Busbahnhof/ öffent­li­che Anbin­dung
  • Juks
  • Media­thek
  • Drit­te Sport­hal­le in der Tal­stadt schaf­fen
  • bestehen­de Men­sa wei­ter­nut­zen / Neu­bau
  • Kin­der­gär­ten
  • Gym­na­si­um
  • Ber­neck­sport­platz

 

  1. Mög­lich­keit den Umbau/ Neu­bau in funk­tio­nie­ren­den Bau­ab­schnit­te zu rea­li­sie­ren

 

  1. Wel­cher bestehen­de Gebäu­de­kom­plex ist geeig­ne­ter für die Nach­nut­zung unter den Gesichts­punk­ten:
  • Feu­er­schutz
  • Sanie­rung
  • Fol­ge­kos­ten bar­rie­re­frei­en Zugang
  • Schaf­fung zeit­ge­rech­ter, päd­ago­gisch sinn­vol­ler Unter­richts­räu­me

 

  1. Wel­ches der frei­wer­den­den Gebäu­de­kom­ple­xe ist für eine Fol­ge­nut­zung geeig­ne­ter

 

  1. Ana­ly­se der Gesamt­kos­ten der Inves­ti­ti­on

 

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