Am Dienstag kurz nach Mitternacht ist aus bislang unbekannter Ursache auf dem „Unter Mathisjockelshof“ im Schramberger Ortsteil Tennenbronn ein Feuer ausgebrochen, welches innerhalb kürzester Zeit das ganze Gebäude in Vollbrand setzte. Die zwei Hausbewohner bemerkten den Brand rechtzeitig und konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. Die Tiere des Hofes befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs auf der Sommerweide und waren somit nicht in Gefahr.

Obwohl die Feuerwehren aus Schramberg, Sulgen und Tennenbronn mit einem Großaufgebot von 70 Einsatzkräften vor Ort waren, konnte ein vollständiges Niederbrennen des Hofes nicht mehr abgewendet werden, berichtet die Polizei.

Ein Übergreifen des Feuers auf den umliegenden Wald, welcher teilweise schon durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden war, konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

Die Feuerwehr ist aktuell noch mit Nachlöscharbeiten vor Ort beschäftigt. Der Schaden beläuft sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf mindestens 500.000 EUR. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Bereits auf der Anfahrt der Feuerwehr sei das Ausmaß des Brandes durch den Feuerschein deutlich zu erkennen gewesen, berichtet Manuel Suhr, Pressesprecher der Kreis-Feuerwehr. Beim Eintreffen der ersten Kräfte kurz nach dem Alarm, stand der Bauernhof bereits im Vollbrand. Personen waren zu diesem Zeitpunkt
glücklicherweise keine mehr im Gebäude. Die Bewohner konnten sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen, bestätigt Suhr.

Aufgrund der Lage habe zunächst eine Wasserversorgung von einem nahe gelegenen Bach sowie eine Riegelstellung zum direkt angrenzenden Wald aufgebaut werden müssen. „Wegen  der hohen Temperaturen der letzten Tage und des enormen Funkenflugs bestand die akute Gefahr einer Brandausbreitung in den angrenzenden Wald“, so der Feuerwehrsprecher. Im weiteren Einsatzverlauf sei eine zweite Wasserleitung von einem Löschteich aufgebaut worden, der rund 250 Meter von der Einsatzstelle entfernt lag.

Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle und konnte die Ausbreitung auf den Wald verhindern. Für das Gebäude kam indes jede Hilfe zu spät – es brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Die Feuerwehr war mit den Abteilungen Schramberg, Sulgen und Tennenbronn mit 65 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen unter der Leitung von Stadtbrandmeister Werner Storz im Einsatz. Weiter waren Oberbürgermeister Thomas Herzog und Kreisbrandmeister Mario Rumpf an der Einsatzstelle um sich ein persönliches Bild der Lage zu verschaffen.

Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Zusätzlich wurde die DRK-Bereitschaft Tennenbronn alarmiert, die mit acht Kräften vor Ort war und ein Mannschaftszelt zur Versorgung der Einsatzkräfte in Stellung gebracht hat.

Die Nachlöscharbeiten werden laut Manuel Suhr bis in die frühen Morgenstunden andauern. Nach und nach werden Einsatzfahrzeuge und Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst um die vollständige Einsatzbereitschaft wieder herstellen zu können. Während dem Einsatz war eine Fahrzeugbesatzung im Feuerwehrgerätehaus Sulgen stationiert, um den Grundschutz der Stadt Schramberg aufrecht erhalten zu können.

 

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