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Mittwoch, 26. Februar 2020

Schwimmbad: Freude über Zuschussankündigung

Landtag entscheidet Anfang Juli

SCHRAMBERG  –  Erleichterung im Schramberger Rathaus: Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Schramberg für die Sanierung seines Freibads knapp 1,2 Millionen Euro Zuschuss erhalten soll. Das Geld stammt aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes. Insgesamt gut 5,2 Millionen Euro wird die Modernisierung und Attraktivierung des Schramberger Freibads in Tennenbronn kosten.

Wegen der Höhe der Summe hat allerdings der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landtags das letzte Wort. Dieser entscheidet am 3. Juli. Vorher darf die Stadt noch nicht planen oder gar ausschreiben. Sonst würde der Zuschuss verfallen.

Parallel hatte die Stadt auch einen Antrag auf einen Bundeszuschuss gestellt. Aus einem Programm für die Förderung von Sportstätten würde der Bund sogar 50 Prozent der Kosten übernehmen. Allerdings  sind die Mittel mit 25 Millionen Euro bundesweit pro Jahr in dem Fördertopf  eher überschaubar. Die Stadt werde diesen Antrag aber vorläufig wohl noch nicht zurückziehen, so die Sprecherin der Stadt, Susanne Gorgs-Mager, auf Nachfrage der NRWZ. „Wir wissen ja erst Anfang Juli, ob es mit dem Landeszuschuss wirklich klappt.“

Oberbürgermeister Thomas Herzog ist dennoch hocherfreut, dass eine erste große Hürde für den Zuschussantrag genommen wurde. „Die Modernisierung des Schramberger Freibads ist ein wichtiger Impuls für die weitere positive Entwicklung unserer Stadt und insbesondere ein relevanter Baustein unserer Infrastruktur“, erklärt der Oberbürgermeister. Weil die Zustimmung des Landtags aber noch fehlt, ist der Jubel noch etwas verhalten.

Modernisierung mit großer Mehrheit beschlossen

Das Freibad ist nach mehr als 40 Jahren technisch und ausstattungsmäßig ein Sanierungsfall. Der Gemeinderat hat mit sehr breiter Mehrheit die Umbaupläne beschlossen. Wegen  technischer Mängel und eines möglichen Zusammenbruchs der Heizung wird das Freibad in diesem Jahr geschlossen bleiben. Das beschloss der Gemeiderat mit deutlicher Mehrheit. Wenn möglich sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, ansonsten im zeitigen Frühjahr 2020, sodass 2021 das Bad wiedereröffnet wird.

Als Sport- und Freizeiteinrichtung diene es den Einwohnerinnen und Einwohnern ebenso wie den Unternehmen bei der Standortsicherung und Gewinnung neuer Fachkräfte, so Herzog. „Darüber hinaus wird die Attraktivität des Stadtteils als Tourismusdestination im Schwarzwald gesteigert.“

Die positive Neuigkeit erreichte Herzog übrigens gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel am Donnerstagmorgen am Rande einer Plenarsitzung des Landtags von Baden-Württemberg in Stuttgart.

Info: Das Land unterstützt in diesem Jahr insgesamt 27 kommunale Tourismusinfrastrukturprojekte mit der Gesamtsumme von rund sieben Millionen Euro. Dadurch werden Investitionen in Höhe von knapp 32 Millionen Euro angestoßen.

 

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