Sie bringen – wir füllen”

Müll vermeiden beim Einkauf in Tennenbronn / Aktion der Umweltgruppe

Foto: pm

Plas­tik, soweit das Auge reicht – nicht nur an ver­müll­ten Strän­den oder auf dem Hal­len­bo­den nach einem Rock­kon­zert, son­dern täg­lich beim Ein­kauf im Super­markt: Ein­zeln ver­pack­tes Obst und Gemü­se, por­tio­nier­ter Käse, ein­ge­schweiß­te Wurst. Und an der Kas­se war­tet eine Plas­tik­tü­te, um all das Plas­tik nach Hau­se zu trans­por­tie­ren. Dort lan­det es als­bald im Müll. Wie man das ändern kann, hat die Ten­nen­bron­ner Umwelt­grup­pe in einer Pres­se­mit­tei­lung beschrie­ben:

Manch einer sieht dar­in kein Pro­blem, ver­spricht die Müll­tren­nung doch ein­wand­freie Recy­cling­quo­ten. Doch nur etwa ein Drit­tel des Ver­pa­ckungs­mülls wird tat­säch­lich zu neu­em Kunst­stoff ver­ar­bei­tet, der Rest wird ver­brannt. Grund genug, sich ein paar Gedan­ken zu machen, wie sich Weg­werf-Ver­pa­ckun­gen bereits beim Ein­kauf ver­mei­den las­sen.

2,3 Mil­li­ar­den Plas­tik­tü­ten ver­brau­chen die Deut­schen pro Jahr, das sind mehr als sechs Mil­lio­nen Stück pro Tag. Die­sen Müll zu ver­mei­den ist denk­bar ein­fach, ein Stoff­beu­tel oder ein Ruck­sack sind ein pas­sen­der Ersatz. Doch wie sieht es mit all den ein­ge­schweiß­ten Lebens­mit­teln aus?  

Wenn die Ein­käu­fer Käse und Wurst noch im Super­markt aus­pa­cken und in Tup­per­do­sen umfül­len wür­den, fie­le der Müll trotz­dem an: in Form eines Plas­tik­ber­ges vor dem Kühl­re­gal. An den The­ken wer­den Käse und Wurst eben­falls in Folie gewi­ckelt, doch genau an die­ser Stel­le bie­tet sich die Mög­lich­keit, aktiv zu wer­den. Wer zu Hau­se nicht nur an einen Ruck­sack, son­dern auch an Tup­per­do­sen und sau­be­re Lei­nen­ta­schen denkt, kann Wurst, Käse und Brot dar­in nach Hau­se trans­por­tie­ren. Auch Ein­weg­be­cher für Kaf­fee las­sen sich durch Tas­sen und Mehr­weg­be­cher ver­mei­den.

Damit in Zukunft auf Anhieb ersicht­lich ist, an wel­cher The­ke dies mög­lich ist, hat die Umwelt­grup­pe Ten­nen­bronn eine Akti­on gestar­tet: Mit einem Auf­stel­ler an Wurst-, Käse- und Back­wa­ren­the­ken wird fort­an dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Mehr­weg­ver­pa­ckun­gen akzep­tiert wer­den: „Sie brin­gen – wir fül­len”

Fol­gen­de Läden und Höfe in Ten­nen­bronn betei­li­gen sich bereits an der Akti­on der  Umwelt­grup­pe: Bäcke­rei Brant­ner, Frit­ze-Bäck, Ede­ka Haas, Metz­ge­rei Hils, Metz­ge­rei Kunz, Bau­ern­hof Weis­ser (Dobel), Moos­hof im Schwar­zen­bach.

Die Umwelt­grup­pe Ten­nen­bronn bedankt sich bei die­sen Läden für die Zusam­men­ar­beit. Und sie bedankt sich bei allen Ein­käu­fern, die mit ihrem vor­aus­schau­en­den Han­deln einen Bei­trag zum Schutz unse­rer wert­vol­len Umwelt leis­ten!

Ger­ne stellt die Umwelt­grup­pe die Auf­stel­ler auch Läden und Super­märk­ten in der Umge­bung zur Ver­fü­gung. Bei Inter­es­se genügt ein Anruf bei Bri­git­te Bru­ker (07729/1613), die Mit­glie­der der Umwelt­grup­pe brin­gen die Auf­stel­ler dann vor­bei.