Standort Tal: Das Kraftwerksgebäude bei Pfaff und Schlauder an der Berneckstraße. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Deiß­lin­gen hat’s, Die­tin­gen auch. Als nächs­tes könn­ten Ten­nen­bronn und Schram­berg fol­gen. Die SPD-Bunt­specht-Frak­ti­ons­ge­mein­schaft hat näm­lich bean­tragt, dass die Stadt pro­be­wei­se zwei Mit­fahr­bänk­le in Ten­nen­bronn und Schram­berg-Tal auf­stellt. Auch die BDU-Frak­ti­on im Ten­nen­bron­ner Ort­schafts­rat unter­stützt die Idee.

In sei­ner Sit­zung am 9. Novem­ber wird sich der Aus­schuss für Umwelt- und Tech­nik mit dem Vor­schlag befas­sen. Laut Antrag signa­li­sie­ren sol­che Bänk­le vor­bei­fah­ren­den Auto­fah­rern, dass der­je­ni­ge, der drauf sitzt, „ger­ne mit­ge­nom­men wür­de.“ Es hand­le sich um „ein ganz ein­fa­ches Zusatz­an­ge­bot für umwelt­freund­li­che Mobi­li­tät, das im Wort­sinn das Mit­ein­an­der beför­dert.“

Der öffent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr zwi­schen Schram­berg und Ten­nen­bronn ori­en­tie­re sich am Schü­ler- und Berufs­ver­kehr. Am Wochen­en­de und in den Feri­en­zei­ten gibt es gro­ße Lücken im Ange­bot oder es fah­ren nur Anruf­bus­se.

Für die Ver­wal­tung hat Die­ter Gras­z­at vom Fach­be­reich 2 mit zwei Frak­ti­ons­mit­glie­dern ver­schie­de­ne Stand­or­te in Ten­nen­bronn und in der Tal­stadt besich­tigt. Dabei soll­te sich der Platz für das Mit­fahr­bänk­le mög­lichst auf öffent­li­chen Flä­chen befin­den. Es soll­te den Durch­gang­ver­kehr nicht behin­dern und nicht an gefähr­li­chen und unüber­sicht­li­chen Berei­chen ste­hen. Der Win­ter­dienst müs­se berück­sich­tigt wer­den. Auch müs­se man über­le­gen, wie die Bänk­le befes­tigt und das Umfeld gestal­tet wer­den sol­len.

Stand­ort Ten­nen­bronn: Hier könn­te das Mit­fahr­bänk­le pro­be­wei­se ste­hen. Foto: him

In Ten­nen­bronn hat Gras­z­at nach dem Vor-Ort-Ter­min schließ­lich das Grund­stück neben dem Gebäu­de Haupt­stra­ße 78 aus­ge­wählt. Der Eigen­tü­mer – die Fir­ma MBO – stellt die Flä­che laut Vor­la­ge zur Ver­fü­gung. In Schramberg–Tal „könn­te das Bänk­le in der Ber­neck­stra­ße am Was­ser­kraft­werks­ge­bäu­de Pfaff und Schlau­der gestellt wer­den“, schlägt Gras­z­at vor.

Mitfahrbänkle-Bau als Schulprojekt

Laut Antrag könn­te ein Schü­ler­pro­jekt der „Berufs­vor­be­rei­ten­den Ein­rich­tung Rott­weil“ der Stif­tung Sankt Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn die Bänk­le her­stel­len. Die Kon­struk­ti­on und Optik der „Bänk­le“ wür­de dann die Ver­wal­tung mit dem betreu­en­den Leh­rer fest­le­gen – wenn der Gemein­de­rat dem Plan zustimmt.

Die Schu­le wür­de ledig­lich das Mate­ri­al berech­nen. Die Kos­ten dafür und für das Auf­stel­len schätzt Gras­z­at auf etwa 2000 Euro. Die Mit­tel könn­te die Stadt aus dem Etat 2018 „Unter­hal­tung des sons­ti­gen unbe­weg­li­chen Ver­mö­gens“ bereit stel­len. Die Schü­ler könn­ten dann über das Win­ter­halb­jahr die bei­den Bän­ke her­stel­len und im Früh­jahr könn­ten sie sie auf­stel­len.

Die SPD-Bunt­specht­frak­ti­on spricht in ihrem Antrag von einem „Test“. Wür­den die Mit­fahr­bänk­le ange­nom­men, „könn­te das Sys­tem aus­ge­wei­tet wer­den.“ Andern­falls stellt man sie eben pro­be­wei­se woan­ders auf oder die Bänk­le könn­ten als ganz nor­ma­le Park­bank die­nen.
Die Ver­wal­tung schlägt schließ­lich dem Gemein­de­rat vor, dem Auf­stel­len von zwei Mit­fahr­bänk­le zuzu­stim­men.