Die Ganztagsbetreuung – hier Grundschulkinder in der Mensa – braucht mehr Personal Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG  (him) – Im Haus­halts­plan für das kom­men­de Jahr sind eini­ge neue Stel­len vor­ge­se­hen, die meis­ten im Bereich Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schu­len. Erst­mals seit Jah­ren  wird aber auch die Kern­ver­wal­tung mit zwei zusätz­li­chen Stel­len bedacht: Im IT-Bereich und im Aus­län­der­amt.

Die für Per­so­nal­sa­chen ver­ant­wort­li­che Abtei­lungs­lei­te­rin Ute Vogel berich­te­te, dass auch des­halb die Per­so­nal­aus­ga­ben von 14,7 auf  16,1 Mil­lio­nen Euro stei­gen wer­den. Die Ganz­tags­be­treu­ung und zusätz­li­che Kin­der­gar­ten­plät­ze mach­ten  die Stel­len­aus­wei­tung nötig. Dafür sei­en gut 800.000 Euro ein­ge­plant. Die Tarif­er­hö­hun­gen schla­gen mit einer wei­te­ren vier­tel Mil­li­on Euro zu Buch. Schließ­lich  ver­teu­ern struk­tu­rel­le Ände­run­gen den Per­so­nal­be­reich um  gut 320.000 Euro.

SPD-Buntspecht: Personalentwicklung im Auge behalten

Für die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft SPD-Bunt­specht bean­trag­te Tan­ja Wit­kow­ski neben der „abso­lut sinn­vol­len“ Betreu­ung der Kin­der und Jugend­li­chen und der Inte­gra­ti­ons­ar­beit in Schram­berg auch ande­re Berei­che der Ver­wal­tung in den Blick zu neh­men.

Für die­se wür­den von der Ver­wal­tung kaum neue Stel­len bean­tragt, „obwohl in vie­len Berei­chen ein immenses Arbeits­pen­sum zu bewäl­ti­gen ist“.  Es könn­ten immer wie­der Vor­ha­ben nicht umge­setzt wer­den, weil es an per­so­nel­len Res­sour­cen feh­le. Die geplan­ten Groß­pro­jek­te wür­den die Situa­ti­on noch ver­schär­fen. Ihre Frak­ti­on bean­tra­ge des­halb, dass die Ver­wal­tung bis spä­tes­tens zum nächs­ten Haus­halt 2019 ein Per­so­nal­ent­wick­lungs­kon­zept aus­ar­bei­tet und dem Gemein­de­rat zur Dis­kus­si­on und zum Beschluss vor­legt. 

Dabei gehe es um Vor­schlä­ge, wie Arbeit geschick­ter ver­teilt wer­den könn­te, wie man mit Arbeits­spit­zen ver­fährt, Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ver­bes­sert wer­den kann. Auch soll die Ver­wal­tung Vor­schlä­ge machen, wie mit Über­stun­den umge­gan­gen wer­den soll und Krank­heits­ver­tre­tun­gen orga­ni­siert wer­den kön­nen. Auch wünscht die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft Vor­schlä­ge wie Füh­rungs­nach­wuchs­kräf­ten aus den eige­nen Rei­hen her­an­ge­führt wer­den und Ide­en, wie Aus­zu­bil­den­de nach der Aus­bil­dung bei der Stadt gehal­ten wer­den kön­nen.

Weisser: Sind bei neuen Stellen zurückhaltend

Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Weis­ser führ­te aus, dass die Ver­wal­tung bereits die meis­ten ange­spro­che­nen Punk­te bear­bei­te. „Wir arbei­ten an einem Per­so­nal­ent­wick­lungs­kon­zept.“ In den kom­men­den Jah­ren wer­de etwa die Hälf­te der füh­rungs­mann­schaft im Rat­haus alters­be­dingt aus­schei­den. „Wir pla­nen mit Weit­sicht.“ Krank­heits­ver­tre­tun­gen, Füh­rungs­kräf­te her­an­zie­hen, das sei­en alles Din­ge, mit denen sich die Ver­wal­tung schon befas­se.

Er bestä­tig­te dass eine hohe Zahl von Über­stun­den ver­fal­le. Die Ver­wal­tung sei aber sehr zurück­hal­tend wenn es um neue Stel­len gehe. Bei der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ist Weis­ser über­zeugt, sei „kaum jemand bes­ser“, als die Schram­ber­ger Stadt­ver­wal­tung. Aus­zu­bil­den­de wür­den seit Jah­ren min­des­tens ein hal­bes Jahr nach Abschluss ihrer Aus­bil­dung wei­ter beschäf­tigt, um für sie in die­ser Zeit eine pas­sen­de Stel­le in der Ver­wal­tung zu fin­den.

Tan­ja Wit­kow­ski möch­te den­noch einen Bericht, denn es kön­ne für den Rat wich­tig sein, „die Bedar­fe sicht­bar zu machen“.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog beton­te, für ihn sei „obers­te Prä­mis­se“, dass nur sol­che Pro­jek­te ange­gan­gen wer­den, die auch abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen.

Cle­mens Mau­rer, CDU, wand­te sich dage­gen, neue Stel­len zu schaf­fen, war aber ein­ver­stan­den, wenn das The­ma im Ver­wal­tungs­aus­schuss behan­delt wird. Damit zei­ge sich der Rat ins­ge­samt ein­ver­stan­den. Auch den Per­so­nal­haus­halt beschloss der Rat ein­stim­mig.