Beim Stadtfest 2017 in Schramberg hatte auch der Frohsinn aus Tennenbronn einen Stand und hat Musik gemacht. Archiv-Foto: him

Künf­tig soll es in Schram­berg alle vier Jah­re ein Stadt­fest geben, begin­nend gleich im kom­men­den Jahr. Das hat der Schram­ber­ger Gemein­de­rat mehr­heit­lich so beschlos­sen.

Bean­tragt hat­te die CDU-Gemein­de­rats­frak­ti­on vor knapp zwei Jah­ren, alle zwei Jah­re ein Stadt­fest in der Innen­stadt und jedes zwei­te Mal in einem der Stadt­tei­le durch­zu­füh­ren, um ein Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl zu schaf­fen.

Nach meh­re­ren Dis­kus­si­ons­run­den mit den Ver­ei­nen, in den Ort­schafts­rä­ten und Anfang des Jah­res im Ver­wal­tungs­aus­schuss hat­te die Ver­wal­tung  vor­ge­schla­gen, wei­ter­hin „anlass­be­zo­gen“ die Fes­te zu fei­ern. So hät­te man 2021 die Ein­ge­mein­dung Wald­mös­sin­gens vor 50 Jah­ren fei­ern kön­nen. Fach­be­reichs­lei­te­rin Susan­ne Gwosch begrün­de­te den Ver­wal­tungs­vor­schlag mit den Bera­tun­gen in den Ort­schafts­rä­ten.

CDU will Regelmäßigkeit

Der CDU-Frak­ti­on waren sol­che anlass­be­zo­ge­nen Fes­tes zu wenig. Ihr Spre­cher Cle­mens Mau­rer argu­men­tier­te, „iden­ti­täts­stif­ten­de Fes­te“ müss­ten regel­mä­ßig statt­fin­den.

Für die Frak­ti­on SPD-Bunt­specht plä­dier­te Tan­ja Wit­kow­ski für den Ver­wal­tungs­vor­schlag. Zu häu­fi­ge Fes­te, die über drei Tage gehen, sei­en „für die Ver­ei­ne nicht zu schaf­fen“. Es gebe kei­nen Grund, “jetzt alles auf den Kopf zu stel­len“. Die bis­he­ri­ge Rege­lung, bei ent­spre­chen­den Anläs­sen zu fei­ern habe sich gelohnt. ÖDP-Stadt­rat Bernd Rich­ter erin­ner­te dar­an, dass vie­le Ver­ei­ne ihre eige­nen Fes­te orga­ni­sie­ren.

Freie-Lis­te-Spre­cher Udo Neu­deck ver­wies auf die Vor­schrif­ten, die den Ver­ei­nen das Fes­te orga­ni­sie­ren ver­lei­de­ten. Auch er hielt die bis­he­ri­ge, fle­xi­ble Lösung für bes­ser. Anders sein Frak­ti­ons­kol­le­ge Ralf Rück­ert: Bei einem fes­ten Rhyth­mus wür­de eine „Fest-Infra­struk­tur“ auf­ge­baut, was die Orga­ni­sa­ti­on erleich­te­re.

Mau­rer sah  im fes­ten Rhyth­mus auch eine „Chan­ce für die Ver­ei­ne“. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog beton­te, jeder Ver­ein müs­se für sich ent­schei­den, ob er mit­ma­chen will.

Bei  zwölf Ja‑, neun Nein-Stim­men und drei Ent­hal­tun­gen, beschloss der Rat den vier-Jäh­ri­gen Stadt­fest­rhyt­mus. Dazwi­schen sol­le es auch anlass­be­zo­ge­nen Dorf­fes­te geben kön­nen.