Künf­tig könn­te es alle drei Jah­re ein gro­ßes Fest in Schram­berg geben. Das schlägt die Stadt­ver­wal­tung dem Ver­wal­tungs­aus­schuss vor. Die CDU-Gemein­de­rats­frak­ti­on hat Ende Juni bean­tragt, es soll­ten alle zwei Jah­re Stadt­fes­te statt­fin­den.

Man kön­ne sich vor­stel­len, dass  die­ses Fest abwech­selnd  in der Innen­stadt und in einem der Stadt­tei­le statt­fin­den wür­de. Eine Kul­tur des Fei­erns gehö­re „seit Men­schen­ge­den­ken zu einer intak­ten Gesell­schaft, so auch zu einer intak­ten Stadt­ge­sell­schaft“, hieß es zur Begrün­dung im CDU-Antrag. Die Stadt­fes­te soll­ten zu einer „fes­ten Grö­ße im Stadt­ka­len­der“ wer­den. Bis­her gab es in recht unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den Stadt­fes­te in Schram­berg und dann meist aus einem kon­kre­ten Anlass.

Drei-Jahres-Rhythmus

Die Ver­wal­tung schlägt dem, Ver­wal­tungs­aus­schuss ein etwas ande­res Kon­zept vor. Abtei­lungs­lei­te­rin Ingrid Reb­mann möch­te den Begriff „Stadt­fest“ für ein in die Regi­on aus­strah­len­des Fest in der Tal­stadt mit einem anspruchs­vol­len Pro­gramm reser­vie­ren. Für die Fes­te in den Stadt­tei­len wäre ein deut­lich klei­ne­rer Rah­men denk­bar. Die­se soll­ten auch anders hei­ßen: Bür­ger­fest, Stra­ßen­fest, Stadt­teil­fest oder Dorf­fest bei­spiel­wei­se.

Ein Zwei­jah­res­rhyth­mus wür­de die Kräf­te in der Stadt­ver­wal­tung über­for­dern, war aus dem Rat­haus zu hören. Des­halb  schlägt Reb­mann vor, alle sechs Jah­re ein gro­ßes Stadt­fest und dazwi­schen jeweils abwech­selnd ein Fest alle drei Jah­re in einem der Stadt­tei­le zu orga­ni­sie­ren. Das “könn­te sowohl zur Iden­ti­täts­stif­tung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zur Stadt als auch zur Inte­gra­ti­on der Stadt­tei­le in die Stadt bei­tra­gen“.

Sie schlägt vor im Jahr 2020 mit einem Fest in einem Stadt­teil zu begin­nen. 2023 wäre dann ein Stadt­fest in der Innen­stadt dran. Denk­bar wäre auch, dass man nicht so streng am Drei-Jah­res-Rhyth­mus fest­hält und stadt­ge­schicht­li­che Jubi­lä­en berück­sich­tigt: 2019 liegt die  ers­te urkund­li­che Erwäh­nung Wald­mös­sin­gens 1025 Jah­re zurück, 2021  könn­te man 50 Jah­re Ein­ge­mein­dung Wald­mös­sin­gens fei­ern. Im Jahr 2022  gäben „50 Jah­re Gro­ße Kreis­stadt“  und „475 Jah­re Markt­recht“ einen Fest­grund. Im Jahr 2029 „850 Jah­re ers­te urkund­li­che Erwäh­nung Ten­nen­bronn“.

Reb­mann schlägt vor, die Stadt­fes­te nicht wie bis­her erst am Sams­tag son­dern schon am Frei­tag­abend begin­nen und am frü­hen Sonn­tag­abend enden zu las­sen, weil sich „das Fest­be­dürf­nis etwas gewan­delt“ habe. Dies ent­spre­che eher den Wün­schen der Besu­cher und der Ver­ei­ne.

Recht teurer Spaß

Die städ­ti­schen Kos­ten für ein „gro­ßes“ Stadt­fest bezif­fert Reb­mann auf 70.000 bis 100.000 Euro. Ein klei­ne­res Fest in einem Stadt­teil sei erfah­rungs­ge­mäß güns­ti­ger  und für 30.000 bis 50.000 Euro aus dem städ­ti­schen Haus­halt zu finan­zie­ren.

Die Ver­wal­tung hat dem Rat vor­ge­schla­gen, mit einem Stadt­teil­fest im Jahr 2020 zu begin­nen und mit den Ver­ei­nen abzu­klä­ren, in wel­chem Stadt­teil dies am bes­ten gesche­hen soll. Am Don­ners­tag wird der Ver­wal­tungs­aus­schuss in sei­ner ers­ten Sit­zung im neu­en Jahr dar­über bera­ten.