Ohne Beschluss, aber im Kon­sens: Der Ver­wal­tungs­aus­schuss ist für regel­mä­ßi­ge Stadt­fes­te. Ob sie nun alle zwei Jah­re, wie von der CDU gewünscht, oder alle sechs Jah­re statt­fin­den sol­len, was die Stadt­ver­wal­tung sich vor­stel­len könn­te, ist noch offen.

Nach aus­gie­bi­ger Dis­kus­si­on eines CDU-Antrags (die NRWZ berich­te­te) war sich das Gre­mi­um schließ­lich einig, dass dazu zunächst die Ver­ei­ne als die wich­tigs­ten Akteu­re gefragt wer­den soll­ten. Abtei­lungs­lei­te­rin Ingrid Reb­mann hat­te zunächst erläu­tert, dass in Schram­berg Stadt­fes­te bis­her nur zu beson­de­ren Anläs­sen und recht unre­gel­mä­ßig gefei­ert wur­den. Die Ver­wal­tung habe anders als von der CDU vor­ge­schla­gen einen „etwas län­ge­ren Rhyth­mus“ vor­ge­schla­gen, weil Stadt­fes­te „einen nicht uner­heb­li­chen Auf­wand für alle Betei­lig­ten“ bedeu­te­ten.

CDU-Rat Jür­gen Win­ter beton­te, sei­ne Frak­ti­on wol­le am vor­ge­schla­ge­nen Zwei­jah­res­rhyth­mus fest­hal­ten. Dabei soll­ten die Fes­te in der Innen­stadt und den Stadt­tei­len gleich groß sein. Wobei der „Wesens­kern“ schon in der Tal­stadt lie­ge.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog plä­dier­te dafür, die Stadt­fes­te dem Namen nach auf die Innen­stadt zu beschrän­ken. Dsoll­te man ie Fes­te in den Stadt­tei­len als Bür­ger-, Stra­ßen- oder Dorf­fes­te bezeich­nen, um bei aus­wär­ti­gen Besu­chern kei­ne fal­schen Erwar­tun­gen zu wecken. Win­ter möch­te aber „kei­ne Stadt­fes­te light“ in den Stadt­tei­len.

Udo Neu­deck, Freie Lis­te beklag­te, die Vor­la­ge sei „schlecht vor­be­rei­tet“. Die Ver­wal­tung hät­te doch zunächst die Ver­ei­ne fra­gen sol­len. So sei die Vor­la­ge Maku­la­tur. Dem wider­sprach OB Her­zog: „Ohne Rück­mel­dung aus dem Gre­mi­um, ‚wir wol­len einen kla­ren Rhyth­mus‘, gehe ich nicht zu den Ver­ei­nen.“

Die Vereine sind entscheidend

Mir­ko Wit­kow­ski (SPD-Bunt­specht) lob­te den CDU-Antrag und sprach sich für einen regel­mä­ßi­gen Fest­rhyth­mus aus. Die Ver­wal­tung sol­le die Ver­ei­ne befra­gen, danach kön­ne der Rat ent­schei­den. Rena­te Hil­ser und Domi­nik Die­ter­le (bei­de CDU) fan­den, die Ver­wal­tung sol­le mit einem kla­ren Signal auf die Ver­ei­ne zuge­hen: „Wir wol­len zwei Jah­res­rhyth­mus.“

Edgar Reut­ter (SPD-Bunt­sprecht) plä­dier­te dafür, die Alter­na­ti­ve zwei oder drei Jah­re vor­zu­ge­ben. Man dür­fe die Ver­ei­ne nicht überfordern.“Sonst geht ihnen die Man­power aus.“ Bernd Rich­ter (ÖDP) erin­ner­te dar­an, dass die Ver­ei­ne meist noch ihre eige­nen Som­mer­fes­te haben. Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Weis­ser schließ­lich ver­wies auf die Belas­tung für die städ­ti­schen Mit­ar­bei­ter. Es wer­de durch die Fest­vor­be­rei­tun­gen ande­res blo­ckiert. „Ein Fest alle zwei Jah­re ist mit der bis­he­ri­gen Mann­schaft nicht zu schaf­fen.“

OB Her­zog nahm den Wunsch einer Rhyth­mi­sie­rung zur Kennt­nis und ver­sprach, die Ver­wal­tung wer­de nun die Ver­ei­ne befra­gen. Mit die­sem Ergeb­nis soll dann der Gemein­de­rat erneut  über die Stadt­fest­zu­kunft bera­ten.