Stadtmuseum Schramberg stellt Weihnachtskrippen von Ulrich Scheller aus

Sonderausstellung zum 70. Geburtstag

Schramberg. Vom ersten Advent bis Maria Lichtmess wird im Stadtmuseum Schramberg traditionell die wertvolle Krippensammlung gezeigt. Außerdem wird Ulrich Scheller als bedeutendster Krippenbauer der „Schramberger Schule“ zu seinem 70. Geburtstag mit einer Sonderausstellung gewürdigt.

„Betlehem ist überall! Überall brauchen Menschen Herberge, Geborgenheit für Notsituationen und für einen Alltag in Lebensfreude“, sagt Ulrich Scheller über die religiöse Botschaft seiner Weihnachtskrippen, „um immer wieder auf das hier und heute zu verweisen.“ Als bedeutendster Krippenbauer der „Schramberger Schule“ in der Gegenwart hat er ein beeindruckendes Lebenswerk geschaffen, das zu seinem 70. Geburtstag in diesem Jahr mit einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Schramberg gewürdigt wird.

Weihnachtskrippe „Heilige Nacht am Rande einer alten Stadt“ von Ulrich Scheller aus dem Jahr 1969. Foto: Ferdinand Moosmann

Der Jubilar hat die Liebe zur Weihnachtskrippe als Sohn von Max Scheller (1921-1985) und Berta Scheller (1922-2015) bereits in seinem Elternhaus in Schramberg erlebt. Sein Vater gehörte in den 1930er-Jahren zu einer Gruppe in der katholischen Kirchengemeinde, die von dem Krippenkenner Karl-Otto Schimpf (1891-1974) aus Offenburg zum Bau von Bühnenkastenkrippen angeregt wurden. Die „Schramberger Schule“ perfektionierte diesen kunstvollen Stil und erwarb als „Krippenhauptstadt des Schwarzwaldes“ ein hohes Ansehen.

Ulrich Scheller hat das große Erbe seiner Heimatstadt durch mehrere Kirchenkrippen fortgeführt und in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. In seinem Berufsleben hat der Werk-, Kunst und Religionspädagoge auch viele Kinder und Jugendliche an den Krippenbau herangeführt. Die Vermittlung der weihnachtlichen Botschaft aus Glauben, Liebe und Hoffnung Hoffnung Hoffnundurch gestalterisch wie inhaltlich anspruchsvolle Kunstkrippen ist bis heute sein zentrales Anliegen.

Die Ausstellung wird am Freitag, 29. November, 19.30 Uhr, von Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr eröffnet. Die Laudatio „Kunst und Kerygma – Ulrich Scheller und der Schramberger Krippenbau“ hält Kreisarchivdirektor Bernhard Rüth. Die Einführung in die Ausstellung erfolgt durch Archiv- und Museumsleiter Carsten Kohlmann. Für die musikalische Umrahmung sorgen Annette Kasenbacher (Gesang) und Claudia Habermann (Klavier). An der Realisierung des Projektes haben Walter Hartmann, Richard Marte, Ferdinand Moosmann und Thomas Rapp vom „Arbeitskreis Krippen“ ehrenamtlich mitgewirkt.

Im Begleitprogramm der Ausstellung finden am Freitag, 29. November 2019, 15 bis 16 Uhr, eine Vorabführung für Familien und jeweils am Dienstag, 4. und 10. Dezember 2019, 15 bis 17 Uhr, ein Adventsbasteln für Kinder statt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Stadtmuseum Schramberg ist von Dienstag bis Samstag von 13 – 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 – 17 Uhr geöffnet. Heiligabend, Silvester und Neujahr geschlossen. Barrierefreier Zugang. Der Eintritt ist frei. Führungen nach Vereinbarung.

 

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