Stadtmuseum zeigt Bilder von der Da-Bach-na-Fahrt 2009

Da-Bach-na-Fahrer-Fotos von Rolf Walter Jeck im Stadtmuseum. Fotos: him

SCHRAMBERG  (him) –  Eine spon­ta­ne Ent­schei­dung hat eine Foto­aus­stel­lung im Stadt­mu­se­um ermög­licht. Über einen in Dorn­han leben­den Jugend­freund hat sich vor eini­gen Tagen der 84 Jah­re alte Berufs­fo­to­graf Rolf Wal­ter Jeck aus der Schweiz beim Stadt­mu­se­um Schram­berg gemel­det.

Rolf Wal­ter Jeck aus Basel

Er habe vor zehn Jah­ren eine  Foto­se­rie der „Da-Bach-na-Fahrt“ in Schram­berg auf­ge­nom­men, berich­te­te er Muse­ums­lei­ter Cars­ten Kohl­mann. Und da gera­de ein gro­ßer Raum frei war, beschlos­sen die bei­den ganz spon­tan die Fotos aus­zu­stel­len. Als Blick­fang hat Kohl­mann dann noch den frü­he­ren Zuber von Sig­gi Bränd­le  und eine Bach-na-Fah­rer-Figur besorgt. Am Mitt­woch­nach­mit­tag tra­fen sich dann etli­che Nar­ren­zunft­ler, Bach-na-Fah­rer, Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog und Muse­ums­leu­te mit Foto­graf Jeck und sei­nem Freund Karl Roh­rer im Schloss.

Kohl­mann berich­te­te, dass Foto­graf Jeck vor zehn Jah­ren auf die ale­man­ni­sche Fas­net auf­merk­sam gewor­den sei und  in die­sem Zusam­men­hang auch die Da-Bach-na-Fahrt erlebt und foto­gra­fiert habe. Da Muse­ums­mit­ar­bei­te­rin Raphae­la Schnei­der gera­de dabei war, das Muse­ums-Café für Fas­net umzu­de­ko­rie­ren und der gro­ße Raum dane­ben nach der Krip­pen­aus­stel­lung frei war, habe man schnell die Bil­der „wäsche­lei­nen­ar­tig“ gehängt.

Jeck bedank­te sich mit Bas­ler Lecker­li für die Mög­lich­keit, in einem „so schö­nen Raum“ sei­ne Bil­der zei­gen zu kön­nen. Die Pho­to­gra­phi­en habe er damals noch ana­log auf Film auf­ge­nom­men. Ihm sei es dar­um gegan­gen, die his­to­ri­sche Sei­te der Fas­nets­bräu­che zu doku­men­tie­ren. Er habe jeweils Sequen­zen von Bil­dern zusam­men gefügt. Wenn man durch den Raum gehe, „begin­nen die Bil­der wie ein Film zu leben“.

Bas­ler Lecker­li als Dan­ke­schön

Jugend­freund Roh­rer berich­te­te von der Da-Bach-na-Fahrt  2009 und dass er in Dorn­han Dr. Hans-Jochem Steim getrof­fen habe und die­ser ihm den Tipp mit Cars­ten Kohl­mann gege­ben habe.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog, der bis­lang ein­mal furz­tro­cka da-Bach-na gefah­ren ist, nann­te die Fahrt „das High­light der Schram­ber­ger Fas­net” und sehr wich­tig für das Stadt­mar­ke­ting.

Der Schwen­nin­ger His­to­ri­ker und Fas­nets­ken­ner Micha­el Zim­mer­mann, der zufäl­lig in Schram­berg war, muss­te eben­falls ein Gruß­wort bei­steu­ern und sprach von der Da-Bach-na-Fahrt, die er seit 45 Jah­ren als Ide­en­ge­ber beglei­te, als etwas „Spe­zi­el­lem“.  Die Schram­ber­ger Fas­net sei für For­scher beson­ders inter­es­sant, weil die Schram­ber­ger im 19 Jahr­hun­dert „Häser in Vil­lin­gen und anders­wo auf­ge­kauft“ hät­ten.

Zunft­meis­ter Micha­el Mel­vin schenk­te dem Foto­gra­fen Rolf Jeck einen Schal der Nar­ren­zunft, wor­über sich auch sein Jugend­freund Karl Roh­rer freu­te. Im Hin­ter­grund beob­ach­tet Muse­ums­lei­ter und Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann die Sze­ne. Fotos: him

Wei­te­res „Gruß­wort­sprechop­fer” wur­de Ehren­zunft­meis­ter Hubert Dold, der in der Aus­stel­lung eine „Vor­stu­fe zum neu­en Nar­ren­mu­se­um“ sah. Schluss­fah­rer Sig­gi Bränd­le erin­ner­te sich an sei­nen Zuber und das Nar­ren­kleid von Egon Rom­ing. Ste­fan Link von der welt­äl­tes­ten Nar­ren­zei­tung berich­te­te von sei­nen Gefüh­len als Da-Bach-na-Fah­rer: “Wenn man run­ter­fährt und kommt dem Was­ser näher, und da ste­hen die Leu­te, und man fliegt rein: vom gan­zen Adre­na­lin fühlt sich das Was­ser warm an.“

Zunft­meis­ter Micha­el Mel­vin ent­deck­te sich auf einer der Foto­gra­fi­en, und dank­te Jeck, dass er ihn „figür­lich sehr vor­teil­haft“ abge­lich­tet habe. Schließ­lich bedank­te sich für die Bach-na-Fah­rer Jörg Haf­ner beim Foto­gra­fen und freu­te sich, dass auch nach zehn Jah­ren vie­le der Abge­bil­de­ten „immer noch dabei sind“.

Mit But­ter­bret­zeln und Ber­li­nern hock­ten Foto­graf und Nar­ren noch eine Wei­le zusam­men und erzähl­ten von der Fas­net und dem Foto­gra­fie­ren.

Info: Die Bil­der sind bis Ascher­mitt­woch im Muse­um zu sehen.